Tramadolor 1xtgl 200mg Ret (50 St)

Hersteller HEXAL AG
Wirkstoff Tramadol
Wirkstoff Menge 175,68 mg
ATC Code N02AX02
Preis 36,83 €
Menge 50 St
Darreichung (DAR) RET
Norm N2
Tramadolor 1xtgl 200mg Ret (50 St)

Medikamente Prospekt

Tramadol175.68mg
(H)Baumwollsamenöl, gehärtetHilfsstoff
(H)Hydroxypropyl distärkephosphatHilfsstoff
(H)Kollidon SRHilfsstoff
Poly(vinylacetat)
Povidon K30
Natrium dodecylsulfat
Silicium dioxid
(H)Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]Hilfsstoff
(H)Silicium dioxid, hochdispersHilfsstoff
(H)Xanthan gummiHilfsstoff
[Basiseinheit = 1 Stück]

Kontraindikation (absolut)



  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
  • akute Vergiftung oder Überdosierung durch ZNS dämpfende Mittel (Alkohol, Schlafmittel, andere Opioid-Analgetika etc.)
  • Patienten, die gleichzeitig mit MAO-Hemmern behandelt werden oder während der letzten 2 Wochen behandelt wurden
  • gleichzeitige Behandlung mit Linezolid
  • schwere Leber- oder schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min)
  • Epilepsie, die durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden kann
  • Tramadol darf nicht in der Stillzeit angewendet werden, wenn eine Langzeitbehandlung erforderlich ist

Art der Anwendung



  • Die Tabletten sollten als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen und nicht geteilt oder zerkaut werden. Die Tabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
  • Es stehen alternative Tablettenstärken von TramadolorArgA8-/sup> einmal täglich zur Verfügung. Um die benötigte Dosis zu erreichen, sollten bei Bedarf die entsprechenden Tablettenstärken angewendet werden.
  • TramadolorArgA8-/sup> einmal täglich sollten einmal aller 24 Stunden eingenommen werden.

Dosierung



  • Die Dosierung sollte an die Stärke der Schmerzen und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten angepasst werden. Generell sollte die niedrigste zur Schmerzstillung ausreichende Dosis gewählt werden.
  • Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren)
    • Die Initialdosis beträgt 1-mal täglich eine 100 mg Retardtablette. Die übliche Dosis beträgt 1-mal täglich eine 200 mg Retardtablette und sollte vorzugsweise abends eingenommen werden. Bei unzureichender Schmerzlinderung kann die Dosis in 100 mg-Schritten auf 1-mal täglich 300 mg oder maximal 400 mg erhöht werden.
    • Eine Tagesdosis von 400 mg Tramadol sollte nicht überschritten werden, es sei denn, es liegen spezielle klinische Umstände vor.
    • TramadolorArgA8-/sup> einmal täglich sollte nicht länger als unbedingt notwendig eingenommen werden. Wenn entsprechend Art und Schwere der Erkrankung eine länger dauernde Schmerzbehandlung erforderlich ist, sollte eine sorgfältige und regelmäßige Überprüfung erfolgen (gegebenenfalls durch Einlegen von Anwendungspausen), ob die Notwendigkeit einer weiteren Behandlung besteht.
  • Kinder (unter 12 Jahren)
    • TramadolorArgA8-/sup> einmal täglich wird für die Behandlung von Kindern (unter 12 Jahren) nicht empfohlen.
  • Ältere Patienten
    • Im Regelfall ist eine Dosisanpassung bei Patienten bis zu 75 Jahren ohne klinisch manifeste Leber- oder Niereninsuffizienz nicht erforderlich. Bei älteren Patienten über 75 Jahren kann es zu einer verlängerten Elimination kommen. Daher muss, falls notwendig, das Dosierungsintervall entsprechend dem Bedarf des Patienten verlängert werden.
  • Leber- und Niereninsuffizienz/Dialyse
    • Bei Patienten mit Leber- und/oder Niereninsuffizienz ist die Elimination von Tramadol verzögert. Bei diesen Patienten sollte eine Verlängerung des Dosierungsintervalls entsprechend dem individuellen Bedarf in Betracht gezogen werden.
    • Bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz oder mit schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min) wird TramadolorArgA8-/sup> einmal täglich nicht empfohlen. Bei Patienten mit mäßiger Leber- oder Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min) ist Vorsicht geboten.

Indikation



  • Behandlung von mäßig starken bis starken Schmerzen

Nebenwirkungen



  • Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen, Übelkeit und Schwindel, wurden bei mehr als 10% der Patienten beobachtet.
  • Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig (>/= 1/10)
    • Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
    • Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
    • Sehr selten (< 1/10.000)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • Selten: allergische Reaktionen (z. B. Dyspnoe, Bronchospasmus, Giemen, angioneurotisches +ANY-dem) und Anaphylaxie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • Selten: Appetitveränderungen
    • Nicht bekannt: Hypoglykämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Selten: Halluzinationen, Verwirrtheitszustände, Schlafstörungen, Albträume, Ängstlichkeit, Delirium
    • Verschiedene psychische unerwünschte Ereignisse können nach Gabe von Tramadol in seltenen Fällen auftreten, wobei Art und Schweregrad bei den Patienten unterschiedlich in Erscheinung treten (je nach individueller Ansprechbarkeit und Behandlungsdauer). Stimmungsveränderungen (meist Euphorie, gelegentlich auch Dysphorie), Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich Steigerung) und Veränderungen der kognitiven und sensorischen Leistungsfähigkeit (z. B. Entscheidungsverhalten, Wahrnehmungsstörungen) können beobachtet werden.
    • Eine Abhängigkeit kann sich einstellen.
    • Folgende Symptome eines Drogenentzugssyndroms, ähnlich wie bei Opiaten, können auftreten: Agitation, Ängstlichkeit, Nervosität, Insomnie, Hyperkinesie, Tremor und gastrointestinale Symptome. Zu den weiteren Symptomen, die beim Absetzen von Tramadol beobachtet wurden, gehören: Panikanfälle, starke Ängstlichkeit, Halluzinationen, Parästhesien, Tinnitus und andere ZNS-Symptome.
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Sehr häufig: Schwindel
    • Häufig: Kopfschmerz, Somnolenz
    • Selten: Parästhesien, Tremor, Krampfanfälle
    • Krampfanfälle traten vor allem nach Gabe hoher Dosen von Tramadol auf oder nach gleichzeitiger Behandlung mit die Krampfschwelle herabsetzenden oder Krampfanfälle auslösenden Arzneimitteln.
  • Augenerkrankungen
    • Selten: verschwommene Sicht, Miosis
  • Herzerkrankungen
    • Gelegentlich: Beeinflussung der Herz-Kreislauf-Regulation (Herzklopfen, Tachykardie). Diese Nebenwirkungen treten insbesondere nach intravenöser Gabe und bei körperlicher Belastung auf.
    • Selten: Bradykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • Gelegentlich: Beeinflussung der Kreislaufregulation (orthostatische Hypotonie oder Kreislauf-Kollaps). Diese Nebenwirkungen treten insbesondere nach intravenöser Gabe und bei körperlicher Belastung auf.
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • Selten: Atemdepression
    • Eine Atemdepression kann auftreten, wenn die verabreichte Dosierung die empfohlenen Dosen beträchtlich überschreitet und bei gleichzeitiger Gabe anderer ZNS dämpfender Arzneimittel.
    • Eine Verschlimmerung von Asthma ist berichtet worden, wobei jedoch ein ursächlicher Zusammenhang nicht bestätigt werden konnte.
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Sehr häufig: Übelkeit
    • Häufig: Erbrechen, Verstopfung, Mundtrockenheit
    • Gelegentlich: gastrointestinale Beschwerden (Magendruck, Blähungen)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • In einigen Einzelfällen wurde während der therapeutischen Anwendung von Tramadol über eine Erhöhung der Leberenzyme berichtet.
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Häufig: Hyperhidrose
    • Gelegentlich: Hautreaktionen (z. B. Pruritus, Ausschlag, Urtikaria)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • Selten: Muskelschwäche
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • Selten: Miktionsstörungen (Dysurie und Harnverhalt)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Häufig: Erschöpfung
  • Untersuchungen
    • Selten: erhöhter Blutdruck

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen



  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Alkoholgenuss wird während der Behandlung mit Tramadol nicht empfohlen.
    • Eine gleichzeitige Behandlung mit Carbamazepin wird nicht empfohlen.
    • Warnhinweise
      • Es können sich eine Toleranz sowie eine mentale und physische Abhängigkeit entwickeln, und zwar insbesondere nach langfristiger Anwendung. Bei therapeutischen Dosierungen wurden Entzugserscheinungen mit einer Häufigkeit von 1 zu 8.000 berichtet. Berichte über Abhängigkeit und Missbrauch waren weniger häufig. Aufgrund des Abhängigkeits- oder Entzugspotenzials sollte die klinische Notwendigkeit einer kontinuierlichen analgetischen Behandlung regelmäßig überprüft werden.
      • Bei Patienten mit Neigung zu Arzneimittelmissbrauch oder -abhängigkeit sollte Tramadol nur für kurze Zeit unter strenger ärztlicher Überwachung angewendet werden.
      • Wenn für einen Patienten die Therapie mit Tramadol nicht mehr erforderlich ist, ist es unter Umständen ratsam, die Dosis allmählich auszuschleichen, um Entzugssymptomen vorzubeugen.
      • Tramadol ist kein geeigneter Ersatzstoff bei Opioid-abhängigen Patienten. Obwohl es sich um einen Opioid-Agonisten handelt, kann Tramadol Morphinentzugserscheinungen nicht unterdrücken.
      • Atemdepression oder Patienten, die ZNS dämpfende Mittel einnehmen
        • Bei Patienten, für die das Risiko einer Atemdepression besteht oder die Arzneimittel erhalten, die eine Atemdepression auslösen können, sollte Tramadol mit Vorsicht angewendet werden.
    • Vorsichtsmaßnahmen
      • Tramadol sollte mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit Schädeltrauma, erhöhtem intrakraniellen Druck, Leber- oder Nierenfunktionsstörung, bei Patienten mit Schock, verändertem Bewusstsein (ohne ersichtlichen Grund), Störungen des Atemzentrums oder der Atemfunktion und bei Patienten mit Diabetes wegen des Auftretens einer Hypoglykämie unter Tramadol.
      • Ein erhöhtes Risiko von Krampfanfällen besteht bei der Anwendung von Tramadol-Dosierungen, die über die empfohlene maximale Tagesdosis (400 mg) hinausgehen. Bei der Einnahme therapeutischer Dosierungen ist über Krampfanfälle berichtet worden. Patienten, die an einer kontrollierten Epilepsie leiden oder zu Krampfanfällen neigen, sollten nur bei zwingender Notwendigkeit mit Tramadol behandelt werden. Bei gleichzeitiger Gabe von Arzneimitteln, die die Krampfschwelle erniedrigen, besteht ein erhöhtes Risiko von Krampfanfällen.
    • CYP2D6-vermittelter Metabolismus
      • Tramadol wird durch das Leberenzym CYP2D6 metabolisiert. Wenn ein Patient einen Mangel an diesem Enzym aufweist bzw. dieses Enzym beim Patienten vollständig fehlt, lässt sich unter Umständen keine ausreichende schmerzlindernde Wirkung erzielen. Laut Schätzungen weisen bis zu 7% der kaukasischen Population diesen Mangel auf. Wenn der Patient jedoch ein ultraschneller Metabolisierer ist, besteht selbst bei häufig verschriebenen Dosen das Risiko für die Entwicklung von Nebenwirkungen einer Opioid-Toxizität.
      • Allgemeine Symptome einer Opioid-Toxizität sind unter anderem Verwirrtheit, Somnolenz, flache Atmung, kleine Pupillen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation und Appetitmangel. In schweren Fällen können Symptome einer Kreislauf- und Atemdepression auftreten, die lebensbedrohlich und in sehr seltenen Fällen sogar tödlich sein können. Schätzungen der Prävalenz ultraschneller Metabolisierer in unterschiedlichen Populationen sind nachstehend zusammengefasst:
        • Population: Afrikanisch/Äthiopisch
          • Prävalenz in %: 29+ACU
        • Population: Afroamerikanisch
          • Prävalenz in %: 3,4% bis 6,5+ACU
        • Population: Asiatisch
          • Prävalenz in %: 1,2% bis 2+ACU
        • Population: Kaukasisch
          • Prävalenz in %: 3,6% bis 6,5+ACU
        • Population: Griechisch
          • Prävalenz in %: 6,0+ACU
        • Population: Ungarisch
          • Prävalenz in %: 1,9+ACU
        • Population: Nordeuropäisch
          • Prävalenz in %: 1% bis 2+ACU
    • Postoperative Anwendung bei Kindern
      • In der veröffentlichten Literatur wurde darüber berichtet, dass postoperativ angewendetes Tramadol bei Kindern nach einer Tonsillektomie und/oder Adenoidektomie wegen obstruktiver Schlafapnoe zu seltenen, aber lebensbedrohlichen unerwünschten Ereignissen geführt hat. Wenn Tramadol Kindern zur postoperativen Schmerzlinderung verabreicht wird, sollte mit extremer Vorsicht vorgegangen werden, und es sollte eine engmaschige Überwachung auf Symptome einer Opioid-Toxizität, einschließlich Atemdepression, erfolgen.
    • Kinder mit eingeschränkter Atemfunktion
      • Tramadol wird nicht zur Anwendung bei Kindern empfohlen, deren Atemfunktion unter Umständen eingeschränkt ist, einschließlich bei neuromuskulären Störungen, schweren Herz- oder Atemwegserkrankungen, Infektionen der oberen Atemwege oder der Lunge, multiplem Trauma oder extensiven chirurgischen Eingriffen. Diese Faktoren können zu einer Verschlechterung der Symptome einer Opioid-Toxizität führen.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Während der Behandlung mit Tramadol kontraindizierte gleichzeitige Medikation
      • Tramadol darf nicht in Kombination mit selektiven oder nicht-selektiven MAO-Hemmern verwendet werden. Ein Serotonin-Syndrom (Diarrhö, Tachykardie, Schwitzen, Tremor, Verwirrtheit und Koma) kann sich entwickeln.
      • Linezolid: Die Erfahrungen in der Behandlung mit nicht-selektiven MAO-Hemmern deuten auf ein Risiko für das Auftreten eines Serotonin-Syndroms hin: Diarrhö, Tachykardie, Schwitzen, Tremor, Verwirrtheit und Koma.
    • Während der Behandlung mit Tramadol nicht empfohlene gleichzeitige Medikation
      • Gemischte Agonisten-Antagonisten (Buprenorphin, Nalbuphin und Pentazocin): Die gleichzeitige Behandlung mit Tramadol wird nicht empfohlen, da dies theoretisch zu einer Abschwächung der analgetischen Wirkung des reinen Agonisten durch kompetitive Blockade von Rezeptoren mit dem Risiko des Auftretens von Entzugserscheinungen führen könnte.
      • Alkohol: Durch Alkohol wird der sedierende Effekt von Opioid-Analgetika verstärkt. Die daraus resultierende Benommenheit kann beim Führen eines Fahrzeugs oder beim Bedienen von Maschinen zu einer Gefahr werden. Während der Behandlung mit Tramadol sollten weder alkoholische Getränke konsumiert noch alkoholhaltige Arzneimittel eingenommen werden.
      • Carbamazepin (Enzym-Induktor): möglicherweise verminderte Plasmakonzentrationen von Tramadol und seines pharmakologisch aktiven Metaboliten mit der Folge einer Abschwächung des analgetischen Effekts.
      • Naltrexon: Die Anwendung von Tramadol mit Naltrexon kann zu einer Abschwächung des analgetischen Effekts führen. Falls erforderlich kann die analgetische Dosis erhöht werden.
    • Während der Behandlung mit Tramadol mit Vorsicht anzuwendende gleichzeitige Medikation
      • Andere Morphin-Derivate (einschließlich Antitussiva und Substitutionsbehandlung), Benzodiazepine, Barbiturate: Erhöhtes Risiko einer Atemdepression, die bei Überdosierung tödlich sein kann.
      • Andere ZNS dämpfende Arzneimittel: Opioid-Analgetika, Barbiturate, Benzodiazepine, sedierende Antidepressiva, sedierende H1-Antihistaminika, andere Anxiolytika außer Benzodiazepinen, Schlafmittel, Neuroleptika, zentral wirksame Antihypertonika, Thalidomid, Baclofen: Erhöhtes Risiko einer Dämpfung des zentralen Nervensystems. Aufgrund der Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens kann das Führen von Fahrzeugen und Bedienen von Maschinen zu einer Gefahr werden.
      • Tramadol kann Krampfanfälle auslösen und das krampfauslösende Potenzial von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRIs), trizyklischen Antidepressiva, Neuroleptika und anderen, die Krampfschwelle herabsetzenden Arzneimitteln (wie Bupropion, Mirtazapin und Tetrahydrocannabinol) erhöhen.
      • Die gleichzeitige Therapie mit Tramadol und serotoninergen Arzneimitteln wie selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRIs), Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern (SNRIs), MAO-Hemmstoffen, trizyklischen Antidepressiva und Mirtazapin kann ein Serotoninsyndrom verursachen.
      • Ein Serotoninsyndrom ist wahrscheinlich, wenn eines der folgenden Symptome oder eine der folgenden Symptomgruppen beobachtet werden kann:
        • spontaner Klonus
        • induzierbarer oder okulärer Klonus mit Agitation oder Diaphorese
        • Tremor und Hyperreflexie
        • muskuläre Hypertonie und Körpertemperatur > 38 +ALA- C und induzierbarer oder okulärer Klonus
      • Absetzen der serotoninergen Arzneimittel führt in der Regel zu einer raschen Besserung. Gegenmaßnahmen richten sich nach der Art und Schwere der Symptome.
      • Venlafaxin: Risiko von Krampfanfällen und/oder eines Serotonin-Syndroms.
      • Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Behandlung mit Tramadol und Cumarin-Derivaten (z. B. Warfarin), da bei einigen Patienten ein erhöhter INR-Wert und Ekchymosen berichtet wurden.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Tramadol kann Schwindel und/oder Benommenheit verursachen und hat auch bei vorschriftsmäßiger Anwendung einen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Dieser Effekt kann zu Beginn der Behandlung auftreten und verstärkt werden durch Alkohol und bei gleichzeitiger Anwendung anderer ZNS dämpfender Mittel oder Antihistaminika. Wenn Patienten davon betroffen sind, sollten sie davor gewarnt werden, ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen.
  • Überdosierung
    • Symptome
      • Bei einer Tramadol-Intoxikation treten im Prinzip die gleichen Symptome auf wie bei allen anderen zentral wirksamen Analgetika (Opioide). Insbesondere gehören hierzu Miosis, Erbrechen, Herz-Kreislauf-Kollaps, Bewusstseinsverlust bis hin zu Koma, Krämpfen, Atemdepression bis zum Atemstillstand.
      • Unerwartete Effekte einer Überdosierung:
        • Es gibt Berichte über das Serotonin-Syndrom im Zusammenhang mit Überdosierung oder Missbrauch von Tramadol.
    • Behandlung
      • Es sind die allgemeinen Notfallmaßnahmen anzuwenden: einschließlich Aufrechterhaltung der Atmungs- und der Kreislauffunktion.
      • Magenentleerung durch Auslösen von Erbrechen (wacher Patient) oder durch Auspumpen des Magens. Eine Magenspülung kann in Erwägung gezogen werden, wenn die Überdosierung unmittelbar zuvor eingenommen wurde. Dies darf nicht zu einer Verzögerung der (wiederholten) Gabe von Aktivkohle zur Vermeidung der Resorption von Tramadol führen. Das Antidot bei Atemdepression ist Naloxon. Bei der Anwendung von Naloxon besteht das Risiko einer Zunahme der Krämpfe. Bei Krämpfen war in tierexperimentellen Untersuchungen Naloxon wirkungslos. In diesem Fall sollte Diazepam intravenös gegeben werden.
      • Tramadol wird nur zu einem geringen Anteil durch Hämodialyse oder Hämofiltration aus dem Plasma eliminiert. Deshalb ist die Behandlung einer akuten Tramadol-Überdosierung durch Hämodialyse oder Hämofiltration allein zur Entgiftung nicht geeignet.

Kontraindikation (relativ)



keine Informationen vorhanden

Schwangerschaftshinweise



  • Fertilität
    • Es wurden keine Fertilitätsstudien mit TramadolorArgA8-/sup> einmal täglich durchgeführt.
  • Schwangerschaft
    • Tramadol sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich. Beim Menschen liegen unzureichende Daten vor, um die Sicherheit einer Anwendung von Tramadol bei schwangeren Frauen angemessen einschätzen zu können.
    • Wie bei anderen Opioid-Analgetika
      • überwindet Tramadol die Plazentaschranke
      • kann die chronische Anwendung von Tramadol in jeder Dosierung bei Neugeborenen ein Entzugssyndrom hervorrufen
      • können selbst nur für kurze Zeit während der Spätschwangerschaft angewendete hohe Dosen eine Atemdepression beim Neugeborenen auslösen.
    • In Tierstudien wurden keine teratogenen Wirkungen beobachtet, bei hohen Dosen kam es jedoch zu Fetotoxizität als Folge einer maternalen Toxizität.

Stillzeithinweise



  • Ca. 0,1% der an der Mutter verabreichten Tramadol-Dosis gehen in die Muttermilch über. Im Zeitraum unmittelbar nach der Geburt entspricht dies bei einer maternalen oralen Tagesdosis von bis zu 400 mg einer mittleren vom gestillten Säugling aufgenommenen Tramadol-Menge von 3% der maternalen, an das Körpergewicht angepassten Dosierung. Tramadol sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden. Alternativ sollte während der Behandlung mit Tramadol nicht gestillt werden. Nach einer einmaligen Gabe von Tramadol ist es im Allgemeinen nicht notwendig, das Stillen zu unterbrechen. Ist eine Langzeitbehandlung nach der Geburt erforderlich, ist das Stillen kontraindiziert.

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Der Arzneistoff führt wahrscheinlich zu einer Verlängerung des QT-Intervalls, was in der Folge Torsade de pointes auslösen kann, insbes. beim Vorliegen von Risikofaktoren (Bradykardie, Elektrolytstörungen, höheres Alter). Die Anwendung sollte nur unter Vorsicht und regelmäßiger, engmaschiger Überwachung erfolgen, v.a. bei gleichzeitiger Anwendung weiterer QT-Intervall verlängernder Arzneistoffe.

Es besteht ein hohes Risiko, dass der Arzneistoff bei bestimmungsgemäßer Anwendung zu einer deutlichen Verlängerung des QT-Intervalls führt und in der Folge Torsade de pointes auslöst. Die Behandlung von Patienten mit bekannter Verlängerung des QT-Intervalls sowie die gleichzeitige Anwendung mit weiteren QT-Intervall verlängernden Arzneistoffen ist kontraindiziert.

Einnahme in aufrechter Körperhaltung.

Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

 

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Rechtliche Hinweise

Warnung

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