Portrazza 800mg (1X50 ml)

Hersteller Lilly Deutschland GmbH
Wirkstoff Necitumumab
Wirkstoff Menge 800 mg
ATC Code L01XC22
Preis 580,13 €
Menge 1X50 ml
Darreichung (DAR) IFK
Norm N1
Portrazza 800mg (1X50 ml)

Medikamente Prospekt

Necitumumab800mg
(H)Citronensäure, wasserfreiHilfsstoff
(H)GlycinHilfsstoff
(H)MannitolHilfsstoff
(H)Natrium chloridHilfsstoff
(H)Natrium citrat 2-WasserHilfsstoff
(H)Polysorbat 80Hilfsstoff
(H)Wasser, für InjektionszweckeHilfsstoff
(H)Gesamt Natrium IonZusatzangabe76mg
[Basiseinheit = 50 Milliliter]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Necitumumab - invasiv

  • schwere oder lebensbedrohliche Überempfindlichkeit gegenüber Necitumumab

Art der Anwendung



  • nur intravenösen Verabreichung
  • Verabreichung über etwa 60 Min. über eine Infusionspumpe
  • darf nicht als Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden
  • im Falle von vorherigen Überempfindlichkeitsreaktionen oder infusionsbedingten Reaktionen sollten die Empfehlungen für das Vorgehen bei Überempfindlichkeitsreaktionen und infusionsbedingten Reaktionen befolgt werden
  • als Verdünnungsmittel darf ausschließlich 0,9%ige Natriumchlorid-Injektionslösung (9 mg / ml) verwendet werden
  • Necitumumab-Infusionen dürfen nicht mit Glucose-Lösungen verabreicht oder gemischt werden
  • während der Infusion sind Patienten hinsichtlich des Auftretens infusionsbedingter Reaktionen zu überwachen

Haltbarkeit nach Rekonstitution

  • unverzügliche Anwendung der zubereiteten Infusionslösung empfohlen, um Risiko einer mikrobiellen Kontamination zu minimieren
    • ansonsten muss die zubereitete Infusionslösung bei 2 - 8 +ALA-C und max. 24 Stunden aufbewahrt werden, oder für bis zu 4 Stunden bei 9 - 25 +ALA-C
  • vor Licht geschützt aufbewahren

Dosierung



Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 800 mg Necitumumab, 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung enthält 16 mg Necitumumab

  • lokal fortgeschrittenes oder metastasiertes, den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) exprimierendes, plattenepitheliales, nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom
    • Anwendung zusätzlich zu einer Gemcitabin- und Cisplatin-basierten Chemotherapie für bis zu 6 Behandlungszyklen
    • Patienten, die bis dahin noch keinen Progress der Grunderkrankung hatten, erhalten anschließend Portrazza-Monotherapie bis zur Progression der Grunderkrankung oder bis zum Auftreten nichtakzeptabler Toxizität
    • 800 mg Necitumumab (Fixdosis), die als intravenöse Infusion über 60 Min. an den Tagen 1 und 8 jedes 3-wöchigen Zyklus verabreicht wird
    • falls verringerte Infusionsrate nötig ist, sollte die Infusionsdauer 2 Stunden nicht überschreiten
    • Prämedikation
      • Patienten mit vorangegangenen Überempfindlichkeitsreaktionen oder infusionsbedingten Reaktionen Grad 1 - 2 wird Prämedikation mit einem Kortikosteroid und einem Antipyretikum zusätzlich zu einem Antihistaminikum empfohlen
      • vor jeder Necitumumab Infusion muss eine Prämedikation zur Prophylaxe möglicher Hautreaktionen in Betracht gezogen werden
    • Dosisanpassungen
      • Empfehlungen für das Vorgehen bei Überempfindlichkeitsreaktionen und infusionsbedingten Reaktionen
        • Grad der Toxizitäta: Grad 1
          • Reduzierung der Infusionsrate um 50 % für die Dauer der Infusion b
          • Überwachung des Patienten hinsichtlich einer Verschlechterung des Zustands
          • für Folge-Infusionen siehe Absatz ,Prämedikation+ACY-quot+ADs
        • Grad der Toxizitäta: Grad 2
          • Stopp der Infusion, wenn die Reaktion auf Grad der Infusion mit einer um 50 % reduzierten Infusionsrate b
          • Überwachung des Patienten hinsichtlich einer Verschlechterung des Zustands
          • für Folge-Infusionen siehe Absatz ,Prämedikation+ACY-quot+ADs
        • Grad der Toxizitäta: Grad 3 - 4
          • Sofortiges und endgültiges Absetzen von Necitumumab
        • a - Grad gemäß NCI-CTCAE, Version 3.0
        • b - Wenn die Infusionsrate aufgrund von Überempfindlichkeits- oder infusionsbedingten Reaktionen Grad 1 oder 2 reduziert wurde, wird für alle Folge-Infusionen ebenfalls die niedrigere Infusionsrate empfohlen, Infusionsdauer sollte 2 Stunden nicht überschreiten
      • Empfehlungen für das Vorgehen bei Hautreaktionen
        • Grad der Toxizitäta: Grad 1 und 2
          • keine Dosisanpassung erforderlich
        • Grad der Toxizitäta: Grad 3
          • vorübergehende Unterbrechung der Therapie für max. 6 Wochen ab Tag 1 des letzten Zyklus, bis Symptome auf Grad
          • nach Besserung auf Grad
          • wenn sich Symptome bei 400 mg für mind. 1 Behandlungszyklus nicht verschlechtern, kann Dosis auf 600 mg erhöht werden, wenn sich Symptome bei 600 mg verschlechtern, vorübergehende Unterbrechung für max. 6 Wochen nach dem Tag 1 des vorherigen Zyklus, bis Symptome abgeklungen sind auf Grad
          • wenn sich Symptome bei 600 mg in einem weiteren Therapiezyklus nicht verschlechtern, kann Dosis weiter auf 800 mg erhöht werden
          • endgültiges Absetzen bei Induration / Fibrose der Haut (Grad 3)
        • Grad der Toxizitäta: Grad 4
          • sofortiges und endgültiges Absetzen von Necitumumab
        • a - Grad gemäß NCI-CTCAE, Version 3.0
    • Kinder und Jugendliche
      • kein relevanter Nutzen
    • ältere Patienten
      • keine anderen Dosisreduzierungen empfohlen als jene, die für alle Patienten erforderlich sind
    • Nierenfunktionseinschränkung
      • leichte oder moderate Einschränkung der Nierenfunktion
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Niereninsuffizienz
        • keine Daten
        • keine Dosisreduzierungen empfohlen
    • Leberfunktionseinschränkung
      • Patienten mit moderater oder schwerer Leberinsuffizienz
        • keine Daten
        • keine Dosisreduzierungen empfohlen

Indikation



  • in Kombination mit Gemcitabin- und Cisplatin-Chemotherapie indiziert zur Therapie von erwachsenen Patienten
    mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem, den epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) exprimierenden, plattenepithelialen, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, wenn diese bislang keine Chemotherapie für dieses Stadium der Erkrankung erhalten haben

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Necitumumab - invasiv

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Harnwegsinfektion
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Dysgeusie
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Konjunktivitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Wimpern-Trichomegalie
  • Gefässerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • venöse thromboembolische Ereignisse
        • pulmonale Embolie
        • tiefe Beinvenenthrombose
      • arterielle thromboembolische Ereignisse
        • Schlaganfall
        • Myokardinfarkt
      • Phlebitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hämoptysen
      • Epistaxis
      • oropharyngeale Schmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erbrechen
      • Stomatitis
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dysphagie
      • Mundulzeration
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautreaktionen
        • akneiformer Ausschlag
        • akneiforme Dermatitis
        • trockene Haut
        • Pruritus
        • Hautfissuren
        • Nagelfalzentzündung
        • palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom (Hand-Fuß-Syndrom)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • schwere Hautreaktionen
      • Überempfindlichkeitsreaktionen / infusionsbedingte Reaktionen
        • Schüttelfrost
        • Fieber
        • Dyspnoe
        • schwere infusionsbedingte Reaktionen
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelkrämpfe
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dysurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Pyrexie
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypomagnesiämie
      • Albumin-korrigierte Hypokalziämie
      • Hypophosphatämie
      • Hypokaliämie
      • Gewichtsabnahme

    Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

    Necitumumab - invasiv

    • Allgemein
      • Verabreichung von Necitumumab muss unter Aufsicht eines in der Anwendung von antineoplastischen Arzneimitteln erfahrenen Arztes erfolgen
      • zur Behandlung von schweren infusionsbedingten Reaktionen muss eine entsprechende medizinische Ausstattung während der Necitumumab-Infusionen verfügbar sein
      • Sicherstellung, dass eine Ausrüstung zur Reanimation verfügbar ist
    • Thromboembolische Ereignisse
      • venöse thromboembolische Ereignisse und arterielle thromboembolische Ereignisse, einschließlich tödlich verlaufender Fälle, wurden unter Necitumumab in Kombination mit Gemcitabin und Cisplatin berichtet
      • Verwendung von Necitumumab sollte bei folgenden Patienten sorgfältig abgewogen werden:
        • Patienten mit einer Vorgeschichte thromboembolischer Ereignisse (Risiko für thromboembolische Ereignisse ca. 3-fach erhöht) wie
          • pulmonale Embolie
          • tiefe Beinvenenthrombose
          • Myokardinfarkt
          • Schlaganfall
        • Patienten mit bestehenden Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse wie
          • wie erhöhtes Alter
          • längere Zeiten einer Immobilisation
          • eine ausgeprägte Hypovolämie
          • eine erworbene oder genetisch bedingte Thromboseneigung
      • keine Verabreichung von Necitumumab bei Patienten mit multiplen Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse bzw. nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
      • Erwägung einer Thromboseprophylaxe nach sorgfältiger Überprüfung der Risikofaktoren des Patientens
        • einschließlich des erhöhten Risikos für schwere Blutungen bei Patienten mit einer Tumorkavitation oder einer Einbeziehung großer Blutgefäße in den Tumor
      • bei folgenden Symptomen sollten die Patienten rasch einen Arzt aufsuchen:
        • Atemnot
        • Brustschmerzen
        • Arm- oder Beinschwellungen
      • beim Auftreten thromboembolischer Ereignisse sollte unter sorgfältiger und individueller Nutzen-Risiko-Abwägung ein Absetzen der Necitumumab-Behandlung in Betracht gezogen werden
      • in einer klinischen Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-plattenepithelialen NSCLC wurde unter Necitumumab plus Pemetrexed und Cisplatin im Vergleich zu Pemetrexed plus Cisplatin eine erhöhte Rate schwerer thromboembolischer Ereignisse beobachtet (einschließlich tödlicher Ereignisse)
        • ergänzende Gabe von Necitumumab führte bei Patienten mit fortgeschrittenem nicht-plattenepithelialen NSCLC nicht zu einer besseren Wirksamkeit im Vergleich zu Pemetrexed und Cisplatin allein
    • Kardiorespiratorische Ereignisse
      • erhöhte Häufigkeit von Herz- und Atemstillstand oder plötzlichem Tod beobachtet
        • Herz- und Atemstillstand oder plötzlicher Tod wurde bei 2,8 % (15/538) der Patienten berichtet, die mit Necitumumab in Kombination mit Gemcitabin und Cisplatin behandelt wurden, im Vergleich zu 0,6 % (3/541) der Patienten, die nur mit der Chemotherapie behandelt wurden
          • 12 der 15 Patienten starben innerhalb von 30 Tagen nach der letzten Dosis von Necitumumab und hatten Vorerkrankungen wie
            • koronare Herzerkrankung (n = 3)
            • Hypomagnesiämie (n = 4)
            • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (n = 7)
            • arterielle Hypertonie (n = 5)
          • 11 der 12 Patienten erlitten einen nicht beobachteten Tod
      • nicht in die Studie eingeschlossen waren Patienten mit
        • einer ausgeprägten koronaren Herzerkrankung
        • einem Myokardinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate
        • einer unkontrollierten Hypertonie
        • einer unkontrollierten Herzinsuffizienz
      • Steigerung des Risikos für einen Herzkreislaufstillstand oder plötzlichen Tod ist bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung, Herzinsuffizienz oder Arrhythmien in der Vorgeschichte im Vergleich zu Patienten ohne diese Vorerkrankungen nicht bekannt
    • Überempfindlichkeits- / infusionsbedingte Reaktionen
      • Überempfindlichkeits- und / oder infusionsbedingte Reaktionen wurden berichtet
      • Auftreten meist nach der ersten oder zweiten Gabe
      • Überwachung der Patienten während und nach der Infusion auf Zeichen von Überempfindlichkeit und infusionsbedingten Reaktionen
      • Sicherstellung, dass eine Ausrüstung zur Reanimation und medizinisches Personal mit entsprechender Erfahrung verfügbar sind
      • bei Patienten, die unter Necitumumab eine Überempfindlichkeits- oder infusionsbedingte Reaktion Grad 1 oder 2 gezeigt haben, wird eine Prämedikation empfohlen (mit einem Kortikosteroid und einem Antipyretikum zusätzlich zu einem Antihistaminikum)
    • Hautreaktionen
      • Hautreaktionen berichtet
      • Auftreten meist während des ersten Therapiezyklus
      • Dosisanpassungen werden empfohlen
      • eine klinisch angemessene präemptive Hautbehandlung (Verteilung der Cremes auf Gesicht, Händen, F+APwA3w-en, Nacken, Rücken und Brust) kann hilfreich sein, mit:
        • Feuchtigkeitscreme
        • Sonnencreme
        • topischer Steroidcreme (1% Hydrocortison)
        • oralem Antibiotikum (z.B. Doxycyclin)
    • Elektrolytveränderungen
      • häufiges Auftreten fortschreitend sinkender Magnesium-Serumspiegel, inklusive schwerer Hypomagnesiämie
      • erneutes Auftreten einer Hypomagnesiämie nach einer Dosisverzögerung mit demselben Grad oder höherem Grad möglich
      • Überprüfung der Serum-Elektrolyte vor jeder Necitumumab-Gabe und nach Beendigung der Behandlung, bis diese wieder im Normalbereich liegen
        • Magnesium
        • Kalium
        • Kalcium
      • rascher Ausgleich des Elektrolytmangels wird empfohlen
    • Ältere Patienten
      • bei Patienten über 70 Jahren konnten keine Gesamtunterschiede in der Wirksamkeit zwischen den Behandlungsarmen beobachtet werden
      • sorgfältige Evaluierung von kardiovaskuläre Begleiterkrankungen, Performance Status und die mögliche Verträglichkeit der Chemotherapie zusammen mit Necitumumab, bevor eine Behandlung von Patienten über 70 Jahren begonnen wird
    • Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption bei Frauen
      • Necitumumab kann zur Schädigung des Fetus oder zu Entwicklungs-Anomalien führen (basierend auf Wirkmechanismus und Tiermodellen)
      • Frauen im gebärfähigen Alter sollten angewiesen werden
        • während der Behandlung mit Necitumumab nicht schwanger zu werden
        • eine zuverlässige Verhütungsmethode während und bis zu 3 Monate nach der letzten Verabreichung von Necitumumab zu nutzen
      • kontrazeptive Maßnahmen oder Abstinenz werden empfohlen

    Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

    Necitumumab - invasiv

    siehe Therapiehinweise

    Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

    Necitumumab - invasiv

    • Necitumumab während der Schwangerschaft oder bei Frauen ohne eine zuverlässige Verhütungsmethode nur anwenden, wenn der potentielle Nutzen für die Mutter das potentielle Risiko für den Fetus rechtfertigt
    • keine Erfahrungen mit der Anwendung von Necitumumab bei Schwangeren vorliegend
    • keine tierexperimentellen Reproduktionsstudien mit Necitumumab vorliegend
    • in Tiermodellen ist der epidermale Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR) an der pränatalen Entwicklung beteiligt und kann für die normale Organentwicklung, Proliferation und Differenzierung des sich entwickelnden Embryos essentiell sein
    • Frauen im gebärfähigen Alter /Kontrazeption bei Frauen
      • Frauen im gebärfähigen Alter sollten über die potentielle Gefährdung für die Schwangerschaft und den Fetus aufgeklärt werden und angewiesen werden
        • während der Behandlung mit Necitumumab nicht schwanger zu werden
        • eine zuverlässige Verhütungsmethode während und bis zu 3 Monate nach der letzten Verabreichung von Necitumumab zu nutzen
      • kontrazeptive Maßnahmen oder Abstinenz empfohlen
    • Fertilität
      • keine Daten zum Effekt von Necitumumab auf die humane Fertilität verfügbar
      • tierexperimentelle Studien zur Bestimmung der Fertilität wurden nicht durchgeführt

    Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
    (kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

    Necitumumab - invasiv

    • das Stillen während der Therapie sollte abgebrochen werden
    • nach letzter Verabreichung mindestens 4 Monate nicht stillen
    • nicht bekannt, ob Necitumumab in die Muttermilch übergeht
    • Exkretion in die Milch und orale Aufnahme als gering eingeschätzt
    • Risiko für das Neugeborene/den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden

    Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

    Es besteht ein geringfügiges Risiko, dass der Arzneistoff zu einer Verlängerung des QT-Intervalls führt und in der Folge Torsade de pointes auslöst, insbes. beim Vorliegen von Risikofaktoren (Bradykardie, Elektrolytstörungen, höheres Alter) und im Falle von starker Überdosierung. Die Anwendung sollte unter Vorsicht und regelmäßiger Überwachung erfolgen, v.a. bei gleichzeitiger Anwendung weiterer QT-Intervall verlängernder Arzneistoffe.

    Der Arzneistoff führt wahrscheinlich zu einer Verlängerung des QT-Intervalls, was in der Folge Torsade de pointes auslösen kann, insbes. beim Vorliegen von Risikofaktoren (Bradykardie, Elektrolytstörungen, höheres Alter). Die Anwendung sollte nur unter Vorsicht und regelmäßiger, engmaschiger Überwachung erfolgen, v.a. bei gleichzeitiger Anwendung weiterer QT-Intervall verlängernder Arzneistoffe.

    Es besteht ein hohes Risiko, dass der Arzneistoff bei bestimmungsgemäßer Anwendung zu einer deutlichen Verlängerung des QT-Intervalls führt und in der Folge Torsade de pointes auslöst. Die Behandlung von Patienten mit bekannter Verlängerung des QT-Intervalls sowie die gleichzeitige Anwendung mit weiteren QT-Intervall verlängernden Arzneistoffen ist kontraindiziert.

    Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.

    Die Anwendung in der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.

    Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

    Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

    Necitumumab

     

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    Warnung

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