Piracetam ratio 800mg Fta (30 St)

Hersteller ratiopharm GmbH
Wirkstoff Piracetam
Wirkstoff Menge 800 mg
ATC Code N06BX03
Preis 12,75 €
Menge 30 St
Darreichung (DAR) FTA
Norm N1
Piracetam ratio 800mg Fta (30 St)

Medikamente Prospekt

Piracetam800mg
(H)CopovidonHilfsstoff
(H)Croscarmellose, NatriumsalzHilfsstoff
(H)Eisen (III) hydroxid oxid x-WasserHilfsstoff
(H)Eudragit NE 30 DHilfsstoff
(H)HypromelloseHilfsstoff
(H)Macrogol 6000Hilfsstoff
(H)Magnesium stearatHilfsstoff
(H)Silicium dioxid, hochdispersHilfsstoff
(H)TalkumHilfsstoff
(H)Titan dioxidHilfsstoff
[Basiseinheit = 1 Stück]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Piracetam - peroral

  • Überempfindlichkeit gegen Piracetam oder andere Pyrrolidonderivate
  • zerebrale Blutungen (z.B. hämorrhagischem Insult)
  • terminale Niereninsuffizienz
  • Patienten mit Chorea Huntington

Art der Anwendung



  • Filmtablette mit einem Glas Flüssigkeit (z. B. Wasser) zweckmäßigerweise zu oder unmittelbar nach den Mahlzeiten einnehmen

Dosierung



  • Dementielle Syndrome
    • 1 Filmtablette 3mal / Tag (entsprechend 2,4 g Piracetam)
    • Dosissteigerung, optional, auf besondere ärztliche Anordnung: 2 Filmtabletten 3mal / Tag (entsprechend 4,8 g Piracetam)
    • Behandlungsdauer: nach 3 Monaten überprüfen, ob Weiterbehandlung noch angezeigt ist
  • Behandlung postkommotioneller Syndrome
    • 1 Filmtablette 3mal / Tag (entsprechend 2,4 g Piracetam)
    • Dosissteigerung, optional, auf besondere ärztliche Anordnung: 2 Filmtabletten 3mal / Tag (entsprechend 4,8 g Piracetam)
    • Behandlungsdauer: mind. 3 Monate
  • Adjuvante Behandlung von Myoklonus-Syndromen kortikalen Ursprungs
    • initial: 3 Filmtabletten 3mal / Tag (entsprechend 7,2 g Piracetam)
    • Dosiserhöhung abhängig von der Reaktion des Patienten um weitere 6 Tabletten / Tag alle 3 Tage
    • tägliche Maximaldosis: 30 Filmtabletten, verteilt auf 2 - 3 Einzelgaben
    • primäre Behandlung mit anderen, den Myoklonus beeinflussenden Wirkstoffen zunächst in unveränderter Dosierung fortführen, abhängig vom klinischen Erfolg dann schrittweise Reduktion dieser Medikation möglich
    • Behandlungsdauer:
      • richtet sich nach klinischem Verlauf
      • wenn keine Muskelzuckungen (Myokloni) mehr auftreten, kann Therapie ausschleichend beendet werden
      • bei Patienten mit akutem myoklonischen Ereignis spontane Remission möglich
        • alle 6 Monate versuchen, Dosis zu reduzieren bzw. Behandlung beenden
          • Dosisreduktion um 1,2 g Piracetam alle 2 Tage (bei Lance-Adams-Syndrom alle 3 - 4 Tage
  • Unterstützende Behandlung von Lese-/Rechtschreibstörungen bei Kindern und Jugendlichen (> / = 8 Jahre)
    • 2 Filmtabletten 2mal / Tag (entsprechend 3,2 g Piracetam)
    • Behandlungsdauer: 3 Monate, nach 3 Monaten überprüfen, ob Weiterbehandlung noch angezeigt ist

Dosisanpassung

  • Leberinsuffizienz
    • keine Dosisanpassung erforderlich (Piracetam wird nicht in der Leber metabolisiert)
  • Niereninsuffizienz
    • leichte Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 50-79 ml/min)
      • 2/3 der normalen Tagesdosis, 2 oder 3 Einzelgaben
    • mäßige Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30-49 ml/min)
      • 1/3 der normalen Tagesdosis, 2 Einzelgaben
    • schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
      • 1/6 der normalen Tagesdosis als Einmalgabe
    • Dialysepflichtige Patienten
      • Anwendung kontraindiziert
  • ältere Patienten
    • während Langzeittherapie regelmäßige Kontrolle der Kreatinin-Clearance, ggf. Dosisanpassung

Indikation



  • zur symptomatischen Behandlung von chronischen hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei dementiellen Syndromen mit der Leitsymptomatik:
    • Gedächtnisstörungen
    • Konzentrationsstörungen
    • Denkstörungen
    • vorzeitige Ermüdbarkeit und Antriebs- und Motivationsmangel
    • Affektstörungen
    • Hinweise
      • zur primären Zielgruppe gehören Patienten mit dementiellem Syndrom bei primär degenerativer Demenz, Multiinfarktdemenz und Mischformen aus beiden
      • individuelles Ansprechen auf Medikation kann nicht vorausgesagt werden
      • vor Behandlungsbeginn abklären, ob die Krankheitserscheinungen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen
  • zur unterstützenden Behandlung von postkommotionellen Syndromen mit den Leitsymptomen Schwindel und Kopfschmerzen (Zustand nach Gehirnerschütterung)
  • zur adjuvanten Behandlung von Myoklonus-Syndromen kortikalen Ursprungs
  • zur unterstützenden Behandlung von Kindern mit Lese-/Rechtschreibstörungen (Legasthenie), die nicht durch intellektuelle Retardierung (Minderbegabung), mangelnde Schulbildung oder unzureichende familiäre/soziale Verhältnisse erklärt werden können

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Piracetam - peroral

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hämorrhagische Erkrankung
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Allergische Reaktionen wie z.B. anaphylaktische Reaktionen, Überempfindlichkeit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nervosität
      • Aggressivität
      • Schlafstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gesteigerte psychomotorische Aktivität
      • Angst
      • Verwirrtheitszustände
      • Halluzinationen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperkinesie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Somnolenz
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ataxie
      • Gleichgewichtsstörungen
      • Kopfschmerzen
      • Verschlimmerung von Epilepsie
      • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwindel
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Blutdrucksenkung oder -steigerung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombophlebitis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Abdominalschmerzen
      • Oberbauchschmerzen
      • Diarrh+APY
      • Übelkeit
      • Brechreiz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hautrötungen
      • Hitzegefühle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Quincke-+ANY-dem
      • Dermatitis
      • Juckreiz
      • Urtikaria
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Libidozunahme
      • gesteigerte Sexualität
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schmerzen am Injektionsort
      • Fieber
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Schweißausbrüche
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gewichtszunahme
  • Hinweis
    • Alter
      • Nebenwirkungen bei Erwachsenen bei Dosen von etwa 5 g Piracetam / Tag mitgeteilt
      • bei Kindern vergleichbare Nebenwirkungen bei Dosierungen um 3 g Piracetam / Tag beobachtet

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Piracetam - peroral

  • individuelles Ansprechen auf die Medikation kann nicht vorausgesagt werden
  • Grunderkrankung
    • bevor Behandlung mit Piracetam begonnen wird, sollte geklärt werden, ob die Krankheitserscheinungen nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen
  • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • genaue Überwachung der Rest-Stickstoff- bzw. Kreatininwerte empfohlen
  • Einfluss von Piracetam auf die Plättchenaggregation
    • Vorsicht bei Patienten
      • mit Störungen der Hämostase
      • mit Blutungsneigung wie z.B. bei Magengeschwüren, großen operativen Eingriffen einschließlich Zahnoperationen, schweren Blutungen, hämorrhagischen, zerebrovaskulären Ereignissen in der Vorgeschichte
      • die Antikoagulanzien oder Plättchenaggregationshemmer einschließlich niedrig dosierter Acetylsalicylsäure einnehmen
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
    • besondere Vorsicht bei Patienten mit Niereninsuffizienz
    • Piracetam wird über die Nieren ausgeschieden
  • Ältere Patienten
    • bei Langzeittherapie von älteren Patienten notwendig, die Kreatinin-Clearance regelmäßig zu überprüfen, um bei Bedarf die Dosis anzupassen
  • Beendigung der Behandlung
    • bei Patienten mit Myoklonie sollte plötzliche Beendigung der Behandlung vermieden werden, da es sonst zu einem Rückfall oder zu entzugsbedingten Krampfanfällen kommen kann
    • bei Patienten, die Antikonvulsiva benötigen, sollte sichergestellt werden, dass diese Therapie beibehalten wird, auch wenn unter der Behandlung mit Piracetam eine subjektive Besserung eintritt
  • Patienten mit psychomotorischer Unruhe
    • Piracetam darf nur unter Berücksichtigung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden

Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Piracetam - peroral

siehe Therapiehinweise

Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Piracetam - peroral

  • Piracetam sollte in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer wenn der Nutzen größer ist als die Risiken und der klinische Zustand der Schwangeren eine Behandlung mit Piracetam erfordert
  • keine ausreichenden Erfahrungen mit einer Anwendung von Piracetam in der Schwangerschaft
  • Piracetam passiert die Plazenta
    • im fetalen Plasma fanden sich ca. 70 % - 90 % der maternalen Plasmakonzentration
  • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität haben keine Hinweise auf teratogene oder andere embryotoxische Eigenschaften von Piracetam ergeben

Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Piracetam - peroral

  • Piracetam sollte nicht während der Stillzeit angewendet werden oder das Stillen sollte während der Behandlung mit Piracetam unterbrochen werden
  • Piracetam geht in die Muttermilch über
  • bei der Entscheidung, ob das Stillen oder die Behandlung mit Piracetam unterbrochen werden soll, muss der Nutzen des Stillens für den Säugling und der Nutzen der Behandlung für die Mutter gegeneinander abgewogen werden

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Einnahme in aufrechter Körperhaltung.

Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Verordnungseinschränkung gem. Arzneimittelrichtlinie Anlage III für Antidementiva, sofern der Versuch einer Therapie mit Monopräparaten über 12 Wochen Dauer (bei Cholinesterasehemmern und Memantine über 24 Wochen Dauer) erfolglos geblieben ist. Nach erfolgreichem Therapieversuch ist eine Weiterverordnung zulässig. Art, Dauer und Ergebnis des Einsatzes von Antidementiva sind zu dokumentieren. Rechtliche Grundlagen und Hinweise: Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie.

 

Sponsor

Rechtliche Hinweise

Warnung

Unsere Website verkauft keine medikamente. Unsere Website dient nur zu Informationszwecken. Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie das Medikament einnehmen.