Metoprololsu Aaa 47.5mg (50 St)

Hersteller Aaa - Pharma GmbH
Wirkstoff Metoprolol
Wirkstoff Menge 38,91 mg
ATC Code C07AB02
Preis 13,56 €
Menge 50 St
Darreichung (DAR) RET
Norm N2
Metoprololsu Aaa 47.5mg (50 St)

Medikamente Prospekt

Metoprolol tartrat50mg
(H)Cellulose, mikrokristallinHilfsstoff
(H)Eudragit NE 30 DHilfsstoff
(H)GlucoseHilfsstoff
(H)HypromelloseHilfsstoff
(H)Macrogol 6000Hilfsstoff
(H)Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]Hilfsstoff
(H)MaisstärkeHilfsstoff
(H)Povidon K90Hilfsstoff
(H)SaccharoseHilfsstoff<3.68 (3.68)mg
(H)Silicium dioxid, hochdispersHilfsstoff
(H)TalkumHilfsstoff
(H)Titan dioxidHilfsstoff
[Basiseinheit = 1 Stück]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metoprolol - peroral

  • Überempfindlichkeit gegenüber Metoprolol oder andere Beta-Rezeptorenblocker
  • dekompensierte oder manifeste Herzinsuffizienz (Lungenödem, Hypoperfusion oder Hypotension)
  • unbehandelter Herzinsuffizienz
  • Schock
  • kardiogener Schock
  • AV-Block 2. oder 3. Grades
  • Sick-Sinus-Syndrom
  • sinuatrialer Block
  • Bradykardie (Ruhepuls < 50 Schläge / min vor Behandlungsbeginn)
  • einer Herzfrequenz < 68 Schlägen/min in Ruhe vor der Behandlung bei herzinsuffizienten Patienten
  • Hypotonie, systolisch < 90 mmHg
  • wiederholt erniedrigter Blutdruck unter 100 mmHg (erneute Untersuchung vor Behandlungsbeginn notwendig) bei herzinsuffizienten Patienten
  • Azidose
  • bronchiale Hyperreagibilität (z.B. bei Asthma bronchiale)
  • schwere periphere Durchblutungsstörungen
  • unbehandeltes Phäochromozytom oder einem Phäochromozytom, das nicht mit Alphablockern behandelt wird
  • schweres Asthma bronchiale oder Auftreten von Bronchospasmen in der Vorgeschichte oder einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung
  • gleichzeitige Gabe von MAO-Hemmstoffen (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe)
  • Anwendung bei Patienten mit Myokardinfarkt, die eine Herzfrequenz < 45 - 50 Schläge/Min, ein AV-Block 2. oder 3. Grades vorliegt, ein PR-Intervall > 0,24 s, einen systolischen Blutdruck < 100 mmHg und/oder eine schwere Herzinsuffizienz haben, kontraindiziert
  • kontinuierliche oder intermittierende Behandlung mit positiv inotrop wirkenden Betasympathomimetika
  • gleichzeitige intravenöse Applikation von Calcium-Antagonisten vom Verapamil- und Diltiazem-Typ oder anderen Antiarrhythmika (wie Disopyramid) während der Metoprolol-Behandlung (Ausnahme Intensivmedizin)

Art der Anwendung



  • Einnahme der Retardtabletten 1mal / Tag, mit Wasser (mind. 1/2 Glas), vorzugsweise zum Frühstück
  • Tabletten als Ganzes oder (falls teilbar) geteilt einnehmen, nicht zerkauen oder zerkleinern

Dosierung



  • allgemein
    • Absetzen der Behandlung und Dosisanpassungen nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt
    • Anwendungsdauer: bestimmt der behandelnde Arzt
    • Behandlungsunterbrechung oder -abbruch (vor allem bei Patienten mit Herzinsuffizienz, koronarer Herzkrankheit oder Myokardinfarkt)
      • langsam und schrittweise über mind. 2 Wochen
      • Dosis schrittweise halbieren, bis die niedrigste Dosis von 11,88 mg Metoprololsuccinat erreicht ist
      • letzte Dosis für mind. 4 Tage einnehmen, bevor das Arzneimittel abgesetzt wird
      • beim Auftreten von Symptomen sollte das Absetzen der Behandlung langsamer erfolgen
      • abruptes Absetzen kann zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz verbunden mit einem erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod oder eine kardiale Ischämie mit Verschlechterung einer Angina pectoris oder zu einem Myokardinfarkt oder dem Wiederauftreten der Hypertonie führen
  • Erwachsene
    • stabile, leichte bis mittelschwere chronische Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion
      • indivduelle Dosisanpassung
      • initial:
        • NYHA III-Patienten
          • Woche 1: 11,88 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
          • Woche 2: 23,75 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
        • NYHA II-Patienten
          • Woche 1 und 2: 23,75 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
      • anschließende Dosisverdopplung, alle 2 Wochen, bis max. 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag oder max. verträgliche Dosis des Patienten
      • Zieldosis für Langzeittherapie: 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag oder max. verträgliche Dosis
      • Blutdruckabfall kann evtl. eine Dosisreduktion anderer Begleitmedikationen erforderlich machen
      • Blutdruckabfall nicht notwendigerweise ein Hinderungsgrund für Langzeitanwendung von Metoprolol, allerdings Dosisreduktion empfohlen bis Zustand des Patienten stabil ist
    • Hypertonie
      • leichte - mäßige Hypertonie: 47,5 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
      • Dosiserhöhung, falls erforderlich, auf 95 - 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
      • alternativ Kombination mit einem weiteren Antihypertensivum
    • Angina pectoris
      • 47,5 - 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
      • Kombination, falls erforderlich, mit einem weiteren Arzneimittel zur Behandlung der KHK
    • tachykarde Arrhythmien
      • 47,5 - 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
    • Erhaltungstherapie nach Myokardinfarkt
      • 95 - 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
    • Hyperkinetisches Herszyndrom
      • 47,5 - 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
    • Migräneprophylaxe
      • 95 - 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag
        • 95 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag gewöhnlich ausreichend
        • abhängig vom Ansprechen des einzelnen Patienten kann die Dosis im Rahmen des oben angegebenen Dosierungsbereichs variieren

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche
    • Hypertonie
      • Kinder ab 6 Jahre:
        • initial: 0,48 mg Metoprololsuccinat / kg Körpergewicht 1mal / Tag
        • zu verabreichende Dosis in Milligramm sollte möglichst nahe an der berechneten Dosis in mg/kg liegen
        • Patienten, die auf 0,48 mg / kg KG nicht ansprechen
          • Dosiserhöhung, optional, auf 0,95 mg Metoprololsuccinat / kg KG
          • Maximaldosis: 47,5 mg Metoprololsuccinat
        • Patienten, die auf 0,95 mg / kg KG nicht ansprechen
          • Dosiserhöhung, optional bis max. 1,9 mg Metoprololsuccinat / kg KG
        • Dosen > 190 mg Metoprololsuccinat 1mal / Tag wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht untersucht
      • Kindern < 6 Jahre:
        • keine Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit
        • Anwendung daher nicht empfohlen
  • ältere Patienten (> 80 Jahre)
    • keine ausreichenden Daten vorliegend
    • Dosissteigerungen mit besonderer Vorsicht
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • schweres Leberversagen, z.B. bei der Behandlung von Patienten mit portokavalem Shunt:
      • Dosisreduktion erwägen

Indikation



Erwachsene

  • stabile, leichte bis mittelschwere chronische Herzinsuffizienz mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion (Ejektionsfraktion
  • Hypertonie
  • Angina pectoris
  • Tachykarde Arrhythmien, insbesondere supraventrikuläre Tachykardie
  • Erhaltungstherapie nach Myokardinfarkt
  • Hyperkinetisches Herzsyndrom
  • Migräneprophylaxe

Kinder ab 6 Jahre und Jugendliche:

  • Hypertonie

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metoprolol - peroral

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • überschießende anaphylaktische Reaktionen (bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie)
        • Beta-Rezeptorenblocker können Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Thrombozytopenie
      • Leukopenie
  • Endokrine Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Diabetes mellitus
        • latenter Diabetes mellitus kann in Erscheinung treten, sich verschlechtern
        • manifester Diabetes mellitus kann sich verschlechtern
      • Hypoglykämie
      • Warnzeichen einer Hypoglykämie (insbesondere Tachykardie und Tremor) können verschleiert werden
      • Symptome einer Thyreotoxikose können maskiert werden
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störungen im Fettstoffwechsel
        • bei meist normalem Gesamtcholesterin Verminderung des HDL-Cholesterins und Erhöhung der Triglyzeride im Plasma beobachtet
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlafstörungen, insbesondere zu Beginn der Behandlung
      • Halluzinationen, insbesondere zu Beginn der Behandlung
      • depressive Verstimmung
      • Verwirrtheit
      • Alpträume oder verstärkte Traumaktivität
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
      • Konzentrationsstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Nervosität
      • Ängstlichkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Persönlichkeitsveränderung (z.B. Gefühlsschwankungen, kurz dauernder Gedächtnisverlust)
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Müdigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindelgefühl
      • Kopfschmerz
      • Erschöpfungszustände
      • Parästhesien und Kältegefühl an den Extremitäten
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Benommenheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • getrübter Bewusstseinszustand
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Konjunktivitis
      • verminderter Tränenfluss (beim Tragen von Kontaktlinsen beachten)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehverschlechterung (z.B. verschwommenes Sehen)
      • gereizte Augen
      • trockenes Auge
      • Augenentzündung
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hörstörungen, z.B. Hypakusis oder Taubheit (bei Dosierungen, die über der empfohlenen Dosis liegen)
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Bradykardie
      • Palpitationen
      • Gleichgewichtsstörungen (sehr selten mit Synkope assoziiert)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • atrioventrikuläre Überleitungsstörungen (AV-Block I. Grades)
      • Verstärkung einer Herzmuskelschwäche mit peripheren +ANY-demen und/oder Belastungsdyspnoe
      • kardiogener Schock bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt
      • Herzschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • kardiale Leitungsstörungen
      • Arrhythmie
      • funktionelle Herzbeschwerden
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Brustkorbschmerz
      • Angina pectoris
      • Verstärkung der Anfälle bei Patienten mit Angina pectoris
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • verstärkter Blutdruckabfall auch beim Übergang vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie), gelegentlich mit Synkope
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kältegefühl in den Gliedmaßen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • A1g-deme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Kältegefühl
      • Raynaud Syndrom
      • schlechte periphere Durchblutung (einschließlich Patienten mit Raynaud Syndrom oder Claudicatio intermittens)
      • Synkopen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gangrän, Nekrose (bei Patienten mit vorbestehenden schweren peripheren Durchblutungsstörungen)
      • Verschlimmerung (manchmal bis zur Gangrän) einer bereits bestehenden peripheren Gefäßkrankheit
      • Verstärkung der Symptome bei Patienten mit Claudicatio intermittens oder Raynaud-Syndrom
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Belastungsdyspnoe
      • Dyspnoe bei Patienten mit Neigung zu bronchospastischen Reaktionen (insbesondere bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchospasmus und Atemnot (auch bei Patienten ohne obstruktive Atemwegserkrankungen in der Vorgeschichte)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • allergische Rhinitis
      • Rhinitis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Leibschmerzen
      • Obstipation
      • Diarrhoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Mundtrockenheit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Geschmacksstörungen
      • retroperitoneale Fibrose (Zusammenhang mit Metoprolol nicht eindeutig nachgewiesen)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei schweren Nierenfunktionsstörungen in Einzelfällen Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta-Rezeptoren-Blockern berichtet
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • allergische Hautreaktionen (Rötung, Juckreiz, Exantheme, Photosensitivität)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyperhidrosis
      • Hautreaktionen wie Rötung und Juckreiz sowie Hautausschläge (z.B. in Form von psoriasiformer Hautveränderungen und dystrophischen Hautläsionen)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Haarausfall
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Lichtempfindlichkeit mit Auftreten von Hautausschlägen nach Lichteinwirkung
      • Alopezie
      • Psoriasis, Verschlimmerung einer Psoriasis
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelkrämpfe
      • Muskelschwäche
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Arthralgie
      • Arthropathie (Mono- und Polyarthritis)
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erektions- und Libidostörung sowie andere Sexualstörungen
      • Induratio Penis plastica (Zusammenhang mit Metoprolol nicht eindeutig nachgewiesen)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Ermüdung
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gewichtszunahme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leberfunktionstest anormal (z.B. Erhöhung der Transaminasen GOT, GPT im Serum)

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metoprolol - peroral

  • Besonders sorgfältige ärztliche Überwachung erforderlich bei:
    • AV-Block I. Grades, da es zu einer Verschlimmerung kommen kann, die möglicherweise zu einem totalen AV-Block führt
    • Diabetes-Patienten mit stark schwankenden Blutzuckerwerten (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände) sowie bei strengem Fasten
    • längerem strengen Fasten und schwerer körperlicher Belastung (wegen möglicher schwerer hypoglykämischer Zustände)
    • Patienten mit einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom, vorherige und begleitende Therapie mit Alphablockern erforderlich)
      • Anwendung von Betarezeptorenblockern alleine bei einem bestehenden Phäochromozytom wurde mit einer paradoxen Blutdrucksteigerung aufgrund einer Abschwächung der Betavermittelten Vasodilatation im Skelettmuskel in Verbindung gebracht
    • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
      • unter Umständen eine Dosisreduktion erforderlich
  • AV-Erregungsleitungsstörungen können sich gelegentlich während einer Metoprolol- Behandlung verschlechtern (atrioventrikulärer Block möglich)
  • Betarezeptorenblocker, einschließlich Metoprolol, dürfen nicht bei Patienten mit unbehandelter dekompensierter Herzinsuffizienz angewendet werden
    • Erkrankung sollte zuerst stabilisiert werden
  • Metoprolol unterliegt einem ausgeprägten ,First-Pass-Metabolismus+ACY-quot, und wird hauptsächlich hepatisch metabolisiert
    • eine Leberzirrhose kann die systemische Bioverfügbarkeit von Metoprolol erhöhen, dessen Ausscheidung verringern und die Plasmakonzentration von Metoprolol erhöhen
  • Psoriasis
    • Betarezeptorenblocker (z. B. Metoprolol) können eine Psoriasis verschlechtern oder ihre Entwicklung verursachen
    • Patienten mit einer Psoriasis in der Eigen- oder Familienanamnese
      • Verordnung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
  • Strenge Indikationsstellung bei Patienten mit schweren Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie (Vorsicht, überschießende anaphylaktische Reaktionen)
    • Betarezeptorenblocker können Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere anaphylaktischer Reaktionen erhöhen
    • anaphylaktische Reaktionen, die durch andere Mittel verursacht wurden, können besonders schwerwiegend und gegenüber üblichen Dosen von Adrenalin resistent sein
    • nach Möglichkeit sollte die Anwendung von Beta-Rezeptoren-Blockern bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten einer anaphylaktischen Reaktion und bei Patienten unter Desensibilisierungstherapie vermieden werden
    • infolge einer anaphylaktischen Reaktion kann eine bestehende Bradykardie, Symptome peripherer arterieller Durchblutungsstörungen und ein Schock verstärkt werden
  • gleichzeitige Gabe von Adrenalin und Beta-Blockern kann zu einem Anstieg des Blutdrucks und zur Bradykardie führen
  • Patienten mit bronchospastischen Erkrankungen
    • Beta-Rezeptoren-Blocker im Allgemeinen kontraindiziert
    • aufgrund der relativen Kardioselektivität kann Metoprolol bei Patienten mit leichten bis mittelschweren bronchospastischen Erkrankungen oral angewendet werden, wenn diese nicht auf andere geeignete Therapien ansprechen oder diese nicht vertragen
      • in diesem Fall ist Metoprolol in der niedrigsten möglichen Dosis anzuwenden
      • gleichzeitig sollte ein Beta2-Agonist gegeben werden, da die Beta1-Selektivität von Metoprolol nicht vollständig ist
  • Asthma
    • Betarezeptorenblocker mit Vorsicht anwenden
    • wenn Patienten behandelt werden, die an Asthma leiden, sollte im Allgemeinen eine gleichzeitige Therapie mit Beta-2-Sympathomimetika erfolgen (peroral und/oder als Inhalation)
      • Dosierung von Beta-2- Sympathomimetika muss unter Umständen angepasst (erhöht) werden, wenn die Behandlung mit Metoprolol begonnen wird
  • Nierenfunktionsstörung
    • bei schweren Nierenfunktionsstörungen wurde in Einzelfällen über eine Verschlechterung der Nierenfunktion unter Therapie mit Beta- Rezeptorblockern berichtet
    • Anwendung von diesem Arzneimittel sollte in diesen Fällen unter entsprechender Überwachung der Nierenfunktion erfolgen
  • Patienten mit Diabetes mellitus
    • Metoprolol kann die eingestellte Behandlung eines Diabetes mellitus beeinflussen und die Symptome einer Hypoglykämie maskieren
    • Diabetiker sollten darauf hingewiesen werden, dass Beta-Rezeptorenblocker, eine Hypoglykämie-induzierte Tachykardie maskieren können
    • andere Anzeichen einer Hypoglykämie wie Schwindel und Schwitzen werden unter Umständen nicht wesentlich unterdrückt
    • Schwitzen kann verstärkt werden
    • Anwendung mit Vorsicht, speziell wenn sie Insulin oder orale Antidiabetika erhalten
    • Metoprolol darf nur mit besonderer Vorsicht Diabetes-Patienten verabreicht werden, die stark schwankende Blutzuckerspiegel haben oder streng fasten
  • Patienten mit AV-Block 1. Grades
    • Anwendung von Beta-Rezeptorenblockern nur mit Vorsicht wegen des negativen Effekts auf die atrioventrikuläre Überleitung
  • bei Absinken des Pulses < 50 - 55 Schläge / Min.
    • Dosis schrittweise reduzieren bzw. Behandlung mit Metoprolol ausschleichend beenden
  • Patienten mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen (z.B. Raynaud-Krankheit, Claudicatio intermittens)
    • Vorsicht, weil Betarezeptoren-Blocker diese Erkrankungen verschlechtern könnten
  • Operation
    • vor einer Operation sollte der Anästhesist darüber informiert werden, dass der Patient mit Metoprolol behandelt wird
      • ein Narkosemittel mit dem geringstmöglichen kardiodepressiven Effekt wählen
      • wenn es für notwendig erachtet wird, Beta-Rezeptorenblocker vor einem operativen Eingriff abzusetzen, sollte dies schrittweise erfolgen und ca. 48 Stunden vor der Narkose beendet sein
    • Patienten, die sich einer Operation unterziehen, die nicht am Herzen vorgenommen wird, sollten keine akute Erstbehandlung mit hohen Metoprololdosen erhalten, da dies mit Bradykardie, Hypotonie und Schlaganfall (auch mit tödlichem Ausgang) bei Patienten mit kardiovaskulären Risikofaktoren in Verbindung gebracht wurde
    • Indikation zur Beendigung einer chronischen Beta-Rezeptorenblocker-Behandlung vor einem operativen Eingriff sollte von einem kardiologisch erfahrenen Arzt in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Erkrankung gestellt werden
    • beeinträchtigte Fähigkeit des Herzens, auf adrenerge Stimuli zu reagieren, kann das Risiko einer Anästhesie oder eines chirurgischen Eingriffs vergrößern
    • Vorteile der Fortsetzung einer Behandlung mit einem Beta-Rezeptorenblocker sollten in jedem Einzelfall gegen die Risiken des Absetzens abgewogen werden
  • schwere Verlaufsform beim anaphylaktischen Schock unter Betarezeptorenblocker-Therapie
  • Risiko für koronare Ereignisse, einschließlich eines plötzlichen Herztodes, kann nach Absetzen des Betablockers erhöht sein
  • Patienten mit akutem Myokardinfarkt
    • erhöhtes Risiko für kardiogenen Schock unter Metoprololtherapie
    • hämodynamisch instabile Patienten in besonderem Maße betroffen
      • Metoprolol darf erst nach hämodynamischer Stabilisierung des Infarktpatienten gegeben werden
  • tritt bei Patienten mit Myokardinfarkt eine signifikante Blutdrucksenkung auf, sollte Metoprolol abgesetzt, der hämodynamische Status und das Ausmaß der myokardialen Ischämie sorgfältig bestimmt und angemessene Maßnahmen getroffen werden
    • geht die Blutdrucksenkung mit einer Bradykardie oder einem AV-Block einher, sollten entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden
  • Behandlung mit Metoprolol sollte, speziell bei Patienten mit ischämischer Herzkrankheit, nicht plötzlich abgebrochen werden
    • um eine Exazerbation einer Angina pectoris zu vermeiden, sollte die Dosis schrittweise über 1 - 3 Wochen reduziert werden
    • falls erforderlich, sollte gleichzeitig eine alternative Therapie eingeleitet werden
  • Patienten mit Prinzmetal-Angina
    • Beta-Rezeptorenblocker können bei Patienten mit Prinzmetal-Angina die Anzahl und die Dauer von Angina-Attacken erhöhen
    • relativ selektive Beta-Rezeptorenblocker wie Metoprolol können bei diesen Patienten angewendet werden, aber nur mit äußerster Vorsicht
  • Hyperthyreose
    • Metoprolol-Therapie kann die Symptome einer Hyperthyreose maskieren
  • Patienten mit Thyreotoxikose oder mit Verdacht auf eine Thyreotoxikose
    • Beta-Rezeptorenblocker maskieren einige klinische Symptome einer Thyreotoxikose
    • wenn Metoprolol bei Patienten mit Thyreotoxikose oder mit Verdacht auf eine Thyreotoxikose angewendet wird, müssen sowohl die Herz- als auch die Schilddrüsenfunktion engmaschig überwacht werden
  • Oculomucokutanes Syndrom
    • ein voll ausgeprägtes oculomucokutanes Syndrom, wie für Practolol beschrieben, wurde unter Metoprolol nicht beobachtet
      • trotzdem traten Teile dieses Syndroms (trockene Augen, entweder allein oder gelegentlich in Kombination mit Hautauschlag) auf
      • in den meisten Fällen verschwanden die Symptome nach Absetzen von Metoprolol
    • Patienten sollten sorgfältig auf das Auftreten möglicher ophthalmologischer Symptome hin beobachtet werden
      • wenn solche Symptome auftreten, sollte ein Abbruch der Behandlung in Betracht gezogen werden
  • Anwendung bei älteren Menschen
    • Vorsicht bei älteren Patienten
    • durch zu starke Senkung des Blutdrucks oder der Anzahl der Herzschläge pro Minute kann es zu ungenügender Blutversorgung lebenswichtiger Organe kommen
  • Absetzen der Behandlung
    • Behandlung mit Betarezeptorenblockern sollte nicht abrupt abgesetzt werden
    • abruptes Absetzen kann zu einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz des Patienten führen und das Risiko eines plötzlichen Herztodes oder einer kardialen Ischämie mit Exazerbation einer Angina Pectoris, Myokardinfarkt oder Wiederauftreten einer Hypertonie erhöhen
    • sofern nötig sollte das Arzneimittel langsam ausschleichend abgesetzt werden
    • Absetzen der Medikation sollte unter enger medizinischer Kontrolle erfolgen, insbesondere bei Patienten mit ischämischer Herzerkrankung
  • derzeit noch keine ausreichenden Therapieerfahrungen mit Metoprololsuccinat bei herzinsuffizienten Patienten mit folgenden Begleitumständen vorliegend:
    • instabile Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse IV (Patienten mit Hypoperfusion, Hypotension und/oder Lungenödem)
    • instabiler Angina pectoris in den letzten 28 Tagen
    • Nierenfunktionsstörungen
    • Leberfunktionsstörungen
    • Patienten > 80 Jahre
    • Patienten < 40 Jahren
    • hämodynamisch relevante Herzklappenerkrankungen
    • obstruktive hypertrophe Kardiomyopathie
    • nach oder bei geplanten operativen Eingriffen am Herzen innerhalb von vier Monaten vor Behandlungsbeginn mit Metoprololsuccinat
  • Doping
    • Anwendung von Metoprolol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • missbräuchliche Anwendung zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden
  • Kontaktlinsen
    • beim Tragen von Kontaktlinsen muss die Möglichkeit eines verminderten Tränenflusses berücksichtigt werden

Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metoprolol - peroral

siehe Therapiehinweise

Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metoprolol - peroral

  • Metoprolol soll in der Schwangerschaft (insbesondere im 1. Trimenon) nur bei strenger Indikationsstellung und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
  • Betablocker reduzieren im Allgemeinen die Plazentaperfusion
    • wurde mit Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod, Fehlgeburt und frühzeitigen Wehen in Zusammenhang gebracht
    • daher empfohlen, schwangere Frauen, die mit Metoprolol behandelt werden, entsprechend zu überwachen
  • Risiko von kardialen und pulmonalen Komplikationen bei pränatal Metoprolol-exponierten Neugeborenen ist in der Postpartalperiode erhöht
  • Betablocker können beim Fetus, Neugeborenen und beim gestillten Kind möglicherweise Nebenwirkungen, wie z.B. Bradykardie, Hypotonie und Hypoglykämie verursachen
    • Berichte über erhöhten Gehalt von Bilirubin im Blut und verminderter Reaktion infolge von Sauerstoffmangel beim Neugeborenen, verzögerter Geburt
  • wegen der Möglichkeit des Auftretens von Bradykardie, Hypotonie und Hypoglykämie beim Neugeborenen soll die Therapie mit Metoprolol 48 - 72 Stunden vor dem errechneten Geburtstermin beendet werden
    • ist dies nicht möglich, müssen Neugeborene 48 - 72 Stunden nach der Entbindung sorgfältig ärztlich überwacht werden
  • begrenzte Anzahl von Tierstudien zeigte keinen direkten oder indirekten Einfluss auf die Reproduktionstoxizität
    • Risiko für den Fetus / die Mutter nicht bekannt
  • bei Tieren zeigten Betablocker kein teratogenes Potential, führten jedoch zu verringertem Blutfluss durch die Nabelschnur, Wachstumsverzögerung, verringerter Ossifikation und erhöhtem Auftreten von fetalen und postnatalen Todesfällen
  • Fertilität
    • keine humanen Fertilitäts-Untersuchungen von Metoprolol vorliegend
    • Metoprolol zeigte in therapeutischen Dosen zwar Auswirkungen auf die Spermatogenese von Ratten, hatte jedoch in Fertilitätsstudien bei Tieren in höheren Dosen keinen Effekt auf die Empfängnisraten

Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metoprolol - peroral

  • Metoprolol sollte nicht in der Stillzeit angewendet werden, es sei denn, die Einnahme wird als notwendig erachtet
  • Metoprolol wird mit der Muttermilch konzentriert ausgeschieden (in der Muttermilch erreicht Metoprolol in etwa das 3-fache der bei der Mutter gemessenen Serumkonzentration)
  • gestillte Säuglinge sollten auf Anzeichen einer Betablockade überwacht werden, obwohl das Risiko von Nebenwirkungen beim gestillten Säugling bei der Anwendung therapeutischer Dosen von Metoprolol gering zu sein scheint (ausgenommen Langsam-Metabolisierer)
  • die durch die Muttermilch aufgenommene Menge an Metoprolol kann verringert werden, wenn erst 3 - 4 Stunden nach Anwendung des Medikaments gestillt wird
  • bei Säuglingen, die Metoprolol langsamer verstoffwechseln, können im Vergleich zu anderen Säuglingen mit normalem Metabolismus 10-100-fach höhere Plasmakonzentrationen auftreten

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Ausschleichend dosieren.

Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.

Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

 

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