Metformin STADA 500mg (30 St)

Hersteller STADAPHARM GmbH
Wirkstoff Metformin
Wirkstoff Menge 390 mg
ATC Code A10BA02
Preis 11,92 €
Menge 30 St
Darreichung (DAR) FTA
Norm N1
Metformin STADA 500mg (30 St)

Medikamente Prospekt

Metformin390mg
(H)HypromelloseHilfsstoff
(H)Macrogol 6000Hilfsstoff
(H)Magnesium stearatHilfsstoff
(H)Povidon K25Hilfsstoff
(H)Titan dioxidHilfsstoff
[Basiseinheit = 1 Stück]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metformin - peroral

  • Überempfindlichkeit gegen Metforminhydrochlorid
  • jede Art von akuter metabolischer Azidose (z.B. Laktatazidose, diabetische Ketoazidose)
  • diabetisches Präkoma
  • schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml / min)
  • akute Zustände, die zu Beeinträchtigungen der Nierenfunktion führen können, z.B.
    • Dehydratation
    • schwere Infektionen
    • Schock
  • Erkrankungen (besonders akute Erkrankungen oder sich verschlechternde chronische Erkrankungen), die zu einer Gewebshypoxie führen können, z.B.
    • dekompensierte Herzinsuffizienz
    • respiratorische Insuffizienz
    • frischer Myokardinfarkt
    • Schock
    • intravaskuläre Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln
  • Leberinsuffizienz
  • akute Alkoholintoxikation
  • Alkoholismus

Art der Anwendung



  • Einnahme während oder nach den Mahlzeiten
  • allmähliche Erhöhung der Dosierung wirkt sich positiv auf gastrointestinale Verträglichkeit aus

Dosierung



  • Diabetes mellitus Typ 2
    • Erwachsene
      • Monotherapie und Kombination mit anderen oralen Antidiabetika
        • initial: 500 mg bzw. 850 mg Metforminhydrochlorid 2 oder 3mal / Tag
        • Dosisanpassung: nach 10 - 15 Tagen in Abhängigkeit von den Messungen des Blutzuckerspiegels
        • max. Dosis: 3 g Metforminhydrochlorid / Tag
        • bei Umstellung von einem anderen oralen Antidiabetikum auf Metforminhydrochlorid
          • erst bisheriges Medikament absetzen und dann Therapie mit Metforminhydrochlorid in oben angegebener Dosierung beginnen
      • Kombination mit Insulin
        • um bessere Blutzuckereinstellung zu errreichen, kann Metforminhydrochlorid und Insulin kombiniert werden
        • Anfangsdosis: 500 mg bzw. 850 mg Metforminhydrochlorid 2 - 3mal / Tag und Insulindosis gerichtet nach den gemessenen Blutzuckerwerten
    • Kinder >/= 10 Jahre und Jugendliche
      • Monotherapie und Kombinationstherapie mit Insulin
        • initial: 500 mg bzw. 850 mg Metforminhydrochlorid 1mal / Tag
        • Dosisanpassung: nach 10 - 15 Tagen in Abhängigkeit von den Messungen des Blutzuckerspiegels
        • max. Dosis: 2 g Metforminhydrochlorid / Tag, aufgeteilt in 2 - 3 Einzeldosen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Dosierung nach der Nierenfunktion richten (Nierenfunktion häufig eingeschränkt)
    • daher regelmäßige Messung der Nierenfunktion notwendig
  • Nierenfunktionsstörung
    • vor Behandlungsbeginn und danach mind. 1mal / Jahr GFR ermitteln
    • bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer weiteren Progression der Nierenfunktionsstörung und bei älteren Patienten sollte Nierenfunktion häufiger, z. B. alle 3 - 6 Monate, kontrolliert werden
      • GFR: 60 - 89 ml / min
        • max. Tagesdosis (aufgeteilt auf 2 - 3mal / Tag)
          • 3.000 mg
        • zusätzliche Erwägungen
          • Dosisreduktion in Abhängigkeit von Abnahme der Nierenfunktion in Betracht ziehen
      • GFR: 45 - 59 ml / min
        • max. Tagesdosis (aufgeteilt auf 2 - 3mal / Tag)
          • 2.000 mg
        • zusätzliche Erwägungen
          • Vor Einleitung einer Behandlung überprüfung der Faktoren, die Risiko einer Laktatazidose erhöhen können
          • Anfangsdosis beträgt höchstens Hälfte der Maximaldosis
      • GFR: 30 - 44 ml / min
        • max. Tagesdosis (aufgeteilt auf 2 - 3mal / Tag)
          • 1.000 mg
        • zusätzliche Erwägungen
          • Vor Einleitung einer Behandlung überprüfung der Faktoren, die Risiko einer Laktatazidose erhöhen können
          • Anfangsdosis beträgt höchstens Hälfte der Maximaldosis
      • GFR: < 30 ml / min
        • kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • Anwendung kontraindiziert

Indikation



  • Therapie des Diabetes mellitus Typ 2
    • insbesondere bei übergewichtigen Patienten, bei denen allein durch Diät und körperliche Betätigung keine ausreichende Einstellung des Blutzuckerspiegels erreicht wurde
    • bei Erwachsenen
      • Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit anderen oralen Antidiabetika bzw. Insulin
    • bei Kindern >/= 10 Jahren und bei Jugendlichen
      • Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit Insulin
  • Hinweis:
    • bei übergewichtigen erwachsenen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 konnte nach Versagen diätetischer Maßnahmen eine Senkung der Häufigkeit von diabetesbedingten Komplikationen unter Behandlung mit Metforminhydrochlorid als Therapie der ersten Wahl nachgewiesen werden

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metformin - peroral

  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Abdominalschmerzen und Appetitverlust
        • gastrointestinale Symptome meist zu Therapiebeginn, verschwinden in den meisten Fällen spontan
        • Minderung der gastrointestinalen Unverträglichkeit möglich durch:
          • Einnahme während oder nach den Mahlzeiten verteilt auf mehrere Einzeldosen
          • langsame Steigerung der Dosierung
  • Erkrankung des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Geschmacksveränderung
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hautreaktionen wie Erythem, Pruritus und Urtikaria
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Laktatazidose
      • verminderte Absorption von Vitamin B12 und Senkung der Vitamin B12 Serumspiegel (bei Langzeitanwendung)
        • sollte bei Patienten mit megaloblastärer Anämie als mögliche Ursache in Betracht gezogen werden
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Abnormalitäten der Leberfunktionstests oder Hepatitis, die nach Absetzen von Metformin reversibel sind
  • Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen (10 - 16 Jahre)
    • In publizierten und Postmarketing-Daten und in 1-jährigen klinischen Studien an einer begrenzten Anzahl von Kindern im Alter zwischen 10 und 16 Jahren Nebenwirkungen von der gleichen Art und Schwere gemeldet wie in den Studien mit Erwachsenen

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metformin - peroral

  • Hinweis zur Indikation
    • Senkung der Häufigkeit von diabetesbedingten Komplikationen unter Behandlung mit Metforminhydrochlorid als Therapie der ersten Wahl nachgewiesen (bei übergewichtigen erwachsenen Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 nach Versagen diätetischer Maßnahmen)
  • Laktatazidose
    • sehr seltene, jedoch schwerwiegende metabolische Komplikation (hohe Mortalität ohne schnelle Behandlung)
    • tritt aum häufigsten bei Verschlechterung der Nierenfunktion oder kardiorespiratorischen Erkrankungen oder Sepsis auf
    • akuter Verschlechterung der Nierenfunktion
      • es kommt zur Kumulation von Metformin, die das Risiko einer Laktatazidose erhöht
      • Behandlung mit Arzneimitteln, die die Nierenfunktion akut beeinträchtigen können (wie z.B. Antihypertonika, Diuretika und NSARs)
        • Anwendung nur mit Vorsicht bei mit Metformin behandelten Patienten einleiten
    • in Fällen von Dehydratation (z.B. durch schwere Diarrhö oder Erbrechen, Fieber oder verminderter Flüssigkeitsaufnahme):
      • Metformin vorübergehend absetzen und Kontakt zum Arzt aufnehmen
    • weitere Risikofaktoren für eine Laktatazidose sind
      • übermäßiger Alkoholkonsum
      • Leberfunktionsstörung
      • schlecht eingestellter Diabetes
      • Ketose
      • langes Fasten
      • alle mit Hypoxie assoziierten Erkrankungen
      • gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine Laktatazidose verursachen können
    • Patienten und/oder ihre Betreuer auf das Risiko einer Laktatazidose hinweisen
    • Kennzeichen/Anzeichen einer Laktatazidose sind azidotische Dyspnoe, Abdominalschmerzen, Muskelkrämpfe, Asthenie und Hypothermie, gefolgt von Koma.
    • bei vermuteten Symptomen muss der Patient die Einnahme von Metformin beenden und umgehend einen Arzt aufsuchen
    • Diagnostische Laborwerte einer Laktatazidose sind ein verringerter pH-Wert des Blutes (< 7,35), erhöhte Laktatplasmaspiegel (> 5 mmol/l) sowie eine Erhöhung der Anionenlücke und des Laktat/Pyruvat-Quotienten
  • Nierenfunktion
    • Metformin wird über die Nieren ausgeschieden
    • vor Beginn der Behandlung sowie danach in regelmäßigen Abständen, mind. 1mal / Jahr GFR kontrollieren
      • bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer weiteren Progression der Nierenfunktionsstörung und bei älteren Patienten Nierenfunktion häufiger, z. B. alle 3 - 6 Monate, kontrollieren
    • GFR < 30 ml / Min.: Anwendung von Metformin kontraindiziert
    • Dosisanpassungen bei GFR < 90 ml / Min. können erforderlich werden, vgl. Rubrik Dosierung
    • Metformin sollte in Situationen, die die Nierenfunktion verändern, vorübergehend abgesetzt werden
  • Herzfunktion
    • Patienten mit Herzinsuffizienz haben ein größeres Risiko eine Hypoxie oder eine Niereninsuffizienz zu entwickeln
    • bei Patienten mit chronisch stabiler Herzinsuffizienz kann Metformin unter regelmäßiger Kontrolle von Herz- und Nierenfunktion eingesetzt werden
    • Patienten mit akuter und instabiler Herzinsuffizienz
      • Metformin kontraindiziert
  • Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln
    • intravaskuläre Gabe von jodhaltigen Kontrastmitteln bei radiologischen Untersuchungen kann zu einer kontrastmittelinduzierten Nephropathie führen
    • Metformin-Kumulation und damit erhöhtes Laktatazidose-Risiko in Folge möglich
    • Behandlung mit Metformin muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des bildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden danach und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat
  • Chirurgische Eingriffe
    • Metformin zur Zeit einer Operation unter Allgemein-, Spinal- oder Epiduralanästhesie absetzen
    • Die Therapie darf nicht früher als 48Stunden nach der Operation oder nach Wiederaufnahme der oralen Ernährung und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat
  • Kinder und Jugendliche
    • Diagnose eines Typ 2- Diabetes muss bestätigt sein, bevor eine Behandlung mit Metformin begonnen wird
    • während einjähriger kontrollierter klinischer Studien wurde keine Beeinflussung von Wachstum und Pubertät durch Metformin beobachtet, aber keine Langzeitergebnisse zu diesen spezifischen Fragestellungen
    • sorgfältige Beobachtung möglicher Metforminwirkungen in Bezug auf diese Parameter empfohlen
    • Kinder zwischen 10 und 12 Jahren
      • besondere Vorsicht bei der Verordnung von Metformin empfohlen (obwohl sich Wirksamkeit und Arzmittelsicherheit von Metformin bei Kindern unter 12 Jahren nicht unterschieden von Wirksamkeit und Arzneimittelsicherheit bei älteren Kindern)
      • nur 15 Personen aus der Altersgruppe zwischen 10 und 12 Jahren waren in die kontrollierten klinischen Studien eingeschlossen, die mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt wurden
  • weitere Vorsichtsmaßnahmen
    • alle Patienten sollten ihre Diät weiterführen, wobei auf eine adäquate Verteilung der Kohlenhydratzufuhr über den Tag zu achten ist
    • übergewichtige Patienten sollten ihre kalorienreduzierte Diät weiterführen.
    • Routine-Laboruntersuchungen zur Überwachung des Diabetes mellitus sollten regelmäßig durchgeführt werden
    • Metformin allein führt nicht zu Hypoglykämie, allerdings Vorsicht bei der Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen

Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metformin - peroral

siehe Therapiehinweise

Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metformin - peroral

  • unkontrollierter Diabetes während der Schwangerschaft (gestationsbedingt oder vorbestehend) mit einem erhöhten Risiko für kongenitale Missbildungen und perinatale Mortalität verbunden
  • limitierte Daten über den Einsatz von Metformin bei schwangeren Frauen
    • lassen nicht auf ein erhöhtes Risiko für kongenitale Missbildungen schließen
  • tierexperimentelle Studien
    • lassen nicht auf schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale oder fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung schließen
  • wenn Patientinnen mit Diabetes schwanger sind oder dies werden möchten, empfohlen, den Diabetes nicht mit Metformin zu behandeln
    • Blutzuckerspiegel sollte in diesen Fällen durch Insulin so gut wie möglich auf normale Werte eingestellt werden, um das Risiko von Missbildungen des Foeten zu reduzieren
  • Fertilität
    • Fertilität von männlichen und weiblichen Ratten durch Metformin nicht beeinträchtigt, wenn Dosen bis zu 600 mg / kg KG / Tag verabreicht wurden (entspricht ungefähr dem Dreifachen der maximal beim Menschen empfohlenen Tagesdosis, basierend auf Vergleichen der Körperoberfläche)

Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Metformin - peroral

  • Metformin geht in die Muttermilch über
  • keine Nebenwirkungen bei gestillten Neugeborenen/Säuglingen beobachtet
  • jedoch nur limitierte Daten verfügbar: Stillen unter einer Therapie mit Metformin nicht empfohlen
  • Entscheidung abzustillen, sollte unter Berücksichtigung des Nutzens des Stillens und des potentialen Risikos für Nebenwirkungen für das Kind getroffen werden

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Einnahme während oder nach dem Essen.

Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Verordnungseinschränkung gem. Arzneimittelrichtlinie Anlage III für Antidiabetika, orale - ausgenommen nach erfolglosem Therapieversuch mit nichtmedikamentösen Maßnahmen. Die Anwendung anderer therapeutischer Maßnahmen ist zu dokumentieren. Rechtliche Grundlagen und Hinweise: Verordnungseinschränkung verschreibungspflichtiger Arzneimittel nach dieser Richtlinie.

 

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Rechtliche Hinweise

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