Metex Pen 10mg (50mg/ml) (6 St)

Hersteller Medac GmbH
Wirkstoff Methotrexat
Wirkstoff Menge 10 mg
ATC Code L04AX03
Preis 93,66 €
Menge 6 St
Darreichung (DAR) PEN
Norm N2
Metex Pen 10mg (50mg/ml) (6 St)

Medikamente Prospekt

Methotrexat10mg
(H)Natrium chloridHilfsstoff
(H)Natrium hydroxidHilfsstoff
(H)Wasser, für InjektionszweckeHilfsstoff
(H)Gesamt Natrium IonZusatzangabe<1 (1)mmol
Gesamt Natrium Ion<23mg
[Basiseinheit = 0.2 Milliliter]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Methotrexat - invasiv

  • Überempfindlichkeit gegen Methotrexat
  • Leberinsuffizienz (alkoholbedingte Lebererkrankung oder andere chronische Lebererkrankungen)
  • Alkoholabusus
  • Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 60 ml/Min.)
  • vorbestehende Blutbildveränderungen wie Knochenmarkhypoplasie+IBo- Leukopenie, Thrombozytopenie oder signifikante Anämie
  • schwere, akute oder chronische Infektionen wie Tuberkulose
  • Immundefizienz (z.B. durch HIV)
  • Ulzera der Mundhöhle und bekannte Ulzera des Magen-Darm-Traktes
  • gleichzeitige Impfung mit Lebendimpfstoffen
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Art der Anwendung



  • zur subkutanen Injektion
  • Behandlung unter Aufsicht eines Arztes beginnen und angemessen überwachen, um
    • Anzeichen möglicher toxischer Effekte oder Nebenwirkungen ohne Verzögerung zu erkennen und zu beurteilen
    • Patienten umfassend über Risiken und empfohlene Vorsichtsmaßnahmen zu informieren (Risiko schwerer oder sogar tödlicher toxischer Reaktionen)
  • Patienten müssen hinsichtlich der korrekten Injektionstechnik für Selbstinjektionen geschult werden
    • 1. Injektion unter unmittelbarer medizinischer Aufsicht durchführen
    • Patienten müssen die Möglichkeit haben, fachlichen Rat einzuholen
  • Anwendung 1mal / Woche
    • Patienten explizit auf diesen Umstand hinweisen!
    • nach Möglichkeit einen geeigneten festen Wochentag für die Injektion vereinbaren
  • Folsäuresupplementierung kann gem. aktueller Behandlungsleitlinien erwogen werden
  • Arzneimittel nur zur einmaligen Anwendung bestimmt
  • gesamten Inhalt anwenden
  • Anleitung zur Anwendung und weitere Hinweise s. Fach- und Gebrauchsinformation

Dosierung



Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 50 mg Methotrexat (als Methotrexat-Dinatrium).

  • rheumatoide Arthritis, polyarthritische Formen von juveniler idiopathischer Arthritis, Psoriasis vulgaris, Psoriaris arthropathica, Morbus Crohn
    • Methotrexat (MTX) nur 1mal / Woche anwenden!
    • fehlerhafte Dosierung kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen, einschließl. tödlich verlaufender
      • medizinisches Personal und Patienten entsprechend unterweisen
      • Verschreibung nur von Ärzten mit Erfahrungen mit den verschiedenen Eigenschaften des Arzneimittels und seiner Wirkweise
      • Behandlungsbeginn nur unter Aufsicht eines Arztes
    • rheumatoide Arthritis
      • Erwachsene
        • initial: 7,5 mg MTX 1mal / Woche s.c.
        • schrittweise Dosissteigerung, je nach individueller Krankheitsaktivität und Verträglichkeit, um 2,5 mg MTX / Woche
        • max. Wochendosis: 25 mg MTX (> 20 mg MTX / Woche: signifikanter Anstieg der Toxizität, v. a. Knochenmarksuppression)
        • nach Erreichen des gewünschten Therapieergebnisses, Dosierung schrittweise reduzieren bis zur niedrigsten wirksamen Erhaltungsdosis
        • Behandlungsdauer
          • entscheidet behandelnder Arzt
          • Ansprechen auf Therapie ca. nach 4 - 8 Wochen
    • polyarthritische Formen von juveniler idiopathischer Arthritis (JIA)
      • Kinder und Jugendliche (< 16 Jahre)
        • 10 - 15 mg MTX / m2 KOF 1mal / Woche s.c.
        • Dosiserhöhung, bei therapierefraktären Fällen, bis 20 mg MTX / m2 KOF 1mal / Woche
        • bei Dosissteigerungen: Frequenz von Kontrolluntersuchungen erhöhen
      • Patienten mit JIA stets an ein rheumatologisches Zentrum verweisen, das auf die Behandlung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist
      • Kinder < 3 Jahre
        • Anwendung nicht empfohlen (unzureichende Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit)
    • Psoriasis vulgaris und Psoriasis arthropathica
      • Testgabe 1 Woche vor Therapiebeginn: 5 - 10 mg MTX 1mal parenteral (Aufspüren idiosynkratischer Nebenwirkungen)
      • initial: 7,5 mg MTX 1mal / Woche s.c.
      • schrittweise Dosissteigerung bis zum optimalen Therapieergebnis
      • max. Wochendosis:
        • 25 mg MTX, in einigen klinisch begründeten Ausnahmefällen: 30 mg MTX / Woche (Dosen > 20 mg MTX / Woche: signifikanter Anstieg der Toxizität, v. a. Knochenmarksuppression)
      • nach Erreichen des gewünschten Therapieergebnisses, Dosierung schrittweise reduzieren bis zur niedrigsten wirksamen Erhaltungsdosis
      • Behandlungsdauer
        • entscheidet behandelnder Arzt
        • Ansprechen auf Therapie ca. nach 2 - 6 Wochen
    • Morbus Crohn
      • initial: 25 mg MTX 1mal / Woche s.c.
      • Erhaltungsdosis: 15 mg MTX 1mal / Woche s.c.
      • Behandlungsdauer
        • entscheidet behandelnder Arzt
        • Ansprechen auf Therapie ca. nach 8 - 12 Wochen
      • Kinder und Jugendliche
        • Anwendung nicht empfohlen (mangelnde Erfahrung)
    • Wechsel von oraler zu parenteraler Anwendung:
      • ggf. Dosisreduktion erforderlich (schwankende Bioverfügbarkeit von MTX nach oraler Applikation)

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Dosisreduktion erwägen (verminderte Leber- und Nierenfunktion und niedrigere Folat-Reserven)
  • Niereninsuffizienz
    • Anwendung mit Vorsicht
    • empfohlene Dosisanpassung:
      • Kreatinin-Clearance >/= 60 ml / Min: Standarddosierung
      • Kreatinin-Clearance: 30 - 59 ml / Min: 50% der Standarddosierung
      • Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.: Anwendung kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • signifikante bestehende oder vorherige Lebererkrankung, v. a. falls durch Alkohol verursacht:
      • Anwendung, wenn überhaupt, nur mit großer Vorsicht
    • Bilirubin-Wert > 5 mg / dl (85,5 +ALU-mol / l): Anwendung kontraindiziert
  • Patienten mit 3. Verteilungsraum (Pleuraerguss, Aszites)
    • Elimination eingeschränkt (Halbwertszeit kann bis zu 4fach verlängert sein)
    • besonders sorgfältig auf Toxizitäten überwachen
    • ggf. Dosisreduktion oder Behandlungsabbruch erforderlich

Indikation



  • aktive rheumatoide Arthritis bei erwachsenen Patienten
  • polyarthritische Formen von schwerer, aktiver juveniler idiopathischer Arthritis (JIA), wenn das Ansprechen auf nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) nicht ausreichend war
  • schwere therapieresistente behindernde Psoriasis vulgaris, die nicht ausreichend auf andere Therapieformen wie Phototherapie, PUVA und Retinoide anspricht, sowie schwere Psoriasis arthropathica bei erwachsenen Patienten
  • leichter bis mittelschwerer Morbus Crohn, entweder allein oder in Kombination mit Kortikosteroiden bei erwachsenen Patienten, die auf Thiopurine nicht ansprechen oder diese nicht vertragen

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Methotrexat - invasiv

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Herpes zoster
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pharyngitis
      • opportunistische Infektionen, die teilweise tödlich verlaufen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Infektionen einschließlich Reaktivierung inaktiver chronischer Infektionen
      • Sepsis (einschließlich tödlich verlaufende)
      • Konjunktivitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Herpes-simplex-Hepatitis
      • Kryptokokkose
      • Histoplasmose
      • Zytomegalievirus-Infektionen (einschließlich Pneumonie)
      • disseminierter Herpes simplex
      • Nokardiose
      • Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion
      • Verschlechterung einer Hepatitis-C-Infektion
      • Pneumonie
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • maligne Lymphome
        • haben sich in einigen Fällen nach dem Absetzen der Behandlung mit Methotrexat zurückgebildet
        • erhöhte Inzidenz für das Auftreten von Lymphomen bei einer Methotrexat-Behandlung konnte in einer neueren Untersuchung nicht festgestellt werden
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautkrebs
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Leukozytopenie
      • Anämie
      • Thrombozytopenie
      • Knochenmarkdepression
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Panzytopenie
      • Agranulozytose
      • Störungen der Hämatopoese
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • megaloblastäre Anämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Verläufe von Knochenmarkdepression
      • aplastische Anämie
      • Lymphadenopathie (z. T. reversibel)
      • lymphoproliferative Erkrankungen (z.T. reversibel)
      • Neutropenie
      • Eosinophilie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypogammaglobulinämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Immunsuppression
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Vaskulitis
      • Fieber (bedarf Abklärung gegenüber bakterieller oder mykotischer Septikämie!-)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Manifestation eines Diabetes mellitus
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depressionen
      • Verwirrtheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Stimmungsschwankungen
      • vorübergehende Wahrnehmungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Schwindel
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
      • Benommenheit
      • Parästhesie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hemiparese
      • Verwirrtheit
      • Krampfanfälle
      • Leukenzephalopathie/Enzephalopathie (bei parenteraler Anwendung)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Parese
      • Sprachstörungen einschließlich Dysarthrie und Aphasie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Schmerzen
      • Muskelschwäche oder Parästhesien in den Extremitäten
      • Geschmacksveränderungen (metallischer Geschmack)
      • Meningismus (Lähmungen, Erbrechen)
      • akute aseptische Meningitis
      • Lähmungen
      • Hirnnervensyndrom
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Neurotoxizität
      • Arachnoiditis
      • Paraplegie
      • Stupor
      • Ataxie
      • Demenz
      • Druckerhöhung des Liquor cerebrospinalis
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Konjunktivitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Schleiersehen)
      • schwerwiegende Sehstörungen von unbekannter Ätiologie
      • Venenthrombose
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Retinopathie
      • Konjunktivitis
      • Sehverschlechterung
      • periorbitale +ANY-deme
      • Blepharitis
      • Epiphora
      • Photophobie
      • vorübergehende Erblindung
      • Sehverlust
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Perikarditis
      • Perikarderguss
      • Perikardtamponade
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vaskulitis (als schwere toxische Erscheinung)
      • allergische Vaskulitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypotonie
      • thromboembolische Ereignisse einschließlich
        • arterieller und zerebraler Thrombose
        • Thrombophlebitis
        • tiefe Venenthrombose
      • Lungenembolie
      • retinale Venenthrombose
      • tiefe Beinvenenthrombose
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
      • Pneumonie
      • interstitielle Alveolitis/Pneumonitis, oft verbunden mit Eosinophilie
        • hierdurch bedingte Todesfälle (unabhängig von Dosis und Dauer der Behandlung mit Methotrexat)
        • Symptome, die auf potenziell schwere Lungenschädigungen (interstitielle Pneumonitis) hinweisen, sind: trockener Reizhusten, Kurzatmigkeit und Fieber
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lungenfibrose
      • Pleuraerguss
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lungenembolie
      • Pneumocystis-carinii-Pneumonie
      • Kurzatmigkeit und Asthma bronchiale
      • Pharyngitis
      • Atemstillstand/Atemlähmung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
      • pathologischer Befund im Lungenfunktionstest
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nasenbluten
      • pulmonale alveoläre Blutung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dyspepsie
      • Übelkeit
      • Appetitlosigkeit
      • Bauchschmerzen
      • Erbrechen
      • Entzündungen und Ulzerationen der Mund- und Rachenschleimhaut (v.a. innerhalb der ersten 24 - 48 Stunden nach Gabe von Methotrexat)
      • Stomatitis
      • Diarrhö (v.a. innerhalb der ersten 24 - 48 Stunden nach Gabe von Methotrexat)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ulzerationen und Blutungen des Magen-Darm-Traktes
      • Enteritis
      • Pankreatitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gingivitis
      • Meläna
      • Malabsorption
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hämatemesis
      • Hämatorrh+APY
      • toxisches Megakolon
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • nichtinfektiöse Peritonitis
      • Darmperforation
      • Glossitis
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erniedrigte Kreatinin-Clearance
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nephropathie
      • Nierenversagen
      • Zystitis mit Ulzerationen (evtl. mit Hämaturie)
      • Dysurie
      • Nierenfunktionsstörungen
      • Blasenentleerungsstörungen
      • Oligurie
      • Anurie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hyperurikämie
      • erhöhte Harnstoff- und Kreatinin- Konzentrationen im Serum
      • Azotämie
      • Elektrolytstörungen
      • Proteinurie
      • Hämaturie
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Abnorme Leberfunktionstests (Anstieg von ALAT, ASAT, Alkalische Phosphatase und Bilirubin)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leberzirrhose (in diesen Fällen häufig trotz regelmäßig überwachter, normaler Werte der leberbezogenen Enzyme)
      • (chronische) Leberfibrose
      • Leberverfettung
      • hepatische Steatose
      • Verminderung von Serumalbumin
      • Hepatotoxizität
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Akute Hepatitis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberversagen
      • akute Lebernekrose
      • Leberzerfall
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leberinsuffizienz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Alopezie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Exantheme
      • Erytheme
      • Pruritus
      • Photosensibilität
      • Hautulzerationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Zunahme von Rheumaknoten
      • Herpes Zoster
      • Vaskulitis
      • Nodulosis
      • schmerzhafte Erosionen von psoriatischer Plaque
      • Urtikaria
      • verstärkte Pigmentierung der Haut
      • Wundheilungsstörungen
      • schwere toxische Erscheinungen
        • herpetiforme Hauteruptionen
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Akne
      • Petechien
      • Ekchymose
      • allergische Vaskulitis
      • verstärkte Pigmentierung der Nägel
      • Erythema multiforme
      • erythematöse Hautausschläge
      • Onycholyse
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • akute Paronychie
      • Furunkulose
      • Teleangiektasie
      • Hidradenitis
      • Norkadiose
      • Histoplasmose
      • Cryptococcus-Mykose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautblutungen
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (drug reaction with eosinophilia and systemic symptoms [DRESS])
      • Dermatitis
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
      • Myalgie
      • Osteoporose
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Belastungsfraktur
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Osteonekrose
  • Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • fetale Missbildungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Abort
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • fetaler Tod
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Entzündungen und Ulzerationen der Vagina
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • (vorübergehende) Oligospermie
      • Menstruationsstörungen, die sich jedoch nach Ende der Behandlung zurückbilden
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Libidoverlust
      • Impotenz
      • Gynäkomastie
      • vaginaler Ausfluss
      • gestörte Ovogenese, Spermatogenese
      • Unfruchtbarkeit
      • Zyklusstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • urogenitale Dysfunktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Asthenie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pyrexie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Wundheilungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • lokale Schädigungen (Bildung von sterilem Abszess, Lipodystrophie) an der Injektionsstelle nach intramuskulärer oder subkutaner Anwendung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Brustschmerzen
      • Schüttelfrost
      • Grippeartige Beschwerden
      • Asthenie
      • lokalen Nebenwirkungen (brennendes Gefühl) oder Schäden (sterile Abszessbildung, Untergang von Fettgewebe) bei intramuskulärer Anwendung
      • leichte örtliche Hautreaktionen bei subkutaner Anwendung, die im Laufe der Behandlung abnahmen

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Methotrexat - invasiv

  • Behandlung mit Methotrexat soll nur von Ärzten und unter deren Aufsicht begonnen werden, deren Erfahrungen und Kenntnisse die Anwendung einer Therapie mit Antimetaboliten einschließt
  • Wichtiger Warnhinweis zur Dosierung von Methotrexat
    • Methotrexat zur Therapie von rheumatologischen oder dermatologischen Erkrankungen darf nur 1mal wöchentlich eingenommen/angewendet werden
    • Patienten müssen deutlich darauf hingewiesen werden, dass die Therapie einmal in der Woche angewendet werden muss, nicht jeden Tag
      • empfohlen, einen geeigneten festen Wochentag für die Injektion zu vereinbaren
  • Toxizität
    • bei Psoriasis: wegen der Möglichkeit schwerwiegender toxischer Reaktionen (die tödlich sein können) sollte Methotrexat nur bei Patienten angewendet werden, die unter schwerer, therapieresistenter Psoriasis leiden und die nicht angemessen auf andere Therapien ansprechen
    • Patienten, die eine Therapie erhalten, sollten angemessen überwacht werden, damit Anzeichen möglicher toxischer Effekte oder Nebenwirkungen ohne Verzögerung erkannt und beurteilt werden können
    • aufgrund des Risikos schwerer oder sogar tödlicher toxischer Reaktionen, sollte der Patient umfassend durch den Arzt über die Risiken und die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen informiert werden
    • Patienten sollten über den möglichen Nutzen und die Risiken (einschl. der frühen Anzeichen und Symptome von Toxizität) einer Methotrexat-Therapie aufgeklärt werden
    • Patienten über die Notwendigkeit, beim Auftreten von Vergiftungserscheinungen unmittelbar den Arzt aufzusuchen, sowie über die nachfolgend notwendige Überwachung der Vergiftungserscheinungen (inkl. regelmäßiger Labortests) informieren
    • Dosen über 20 mg/Woche mit beträchtlichem Ansteigen der Toxizität, vor allem mit einer Knochenmarkdepression, in Verbindung gebracht werden
    • Absetzen von Methotrexat führt nicht immer zu einer vollständigen Rückbildung aufgetretener Nebenwirkungen
    • Methotrexat wird nur langsam aus pathologischen Flüssigkeitsansammlungen in Körperhöhlen (sog. ,third space+ACY-quot,), wie Aszites oder Pleuraergüsse, ausgeschieden, was zu einer verlängerten Plasmaeliminationshalbwertszeit und unerwarteter Toxizität führt
    • Flüssigkeitsansammlungen sind vor einer Methotrexat-Therapie möglichst durch Punktion zu entfernen
  • Blutbildendes System
    • Methotrexat kann Hämatopoese unterdrücken und dadurch Anämie, aplastische Anämie, Panzytopenie, Leukopenie, Neutropenie und/ oder Thrombozytopenie hervorrufen
    • erste Anzeichen für diese lebensbedrohlichen Komplikationen
      • Fieber, Halsschmerzen, Ulzerationen der Mundschleimhaut, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen
      • v. a. während der Langzeittherapie bei älteren Patienten wurde über megaloblastäre Anämien berichtet
  • Leberfunktion
    • wegen seiner potenziell hepatotoxischen Wirkung wird empfohlen, während der Methotrexat-Therapie keine zusätzlichen hepatotoxischen oder potenziell hepatotoxischen Arzneimittel einzunehmen und auf Alkohol zu verzichten bzw. den Alkoholkonsum deutlich einzuschränken
    • Methotrexat kann akute Hepatitis und chronische, möglicherweise tödliche Lebertoxizität (Fibrosen und Zirrhosen) hervorrufen, i. A. erst nach längerer Anwendung
    • Akute Erhöhungen der leberbezogenen Enzyme werden häufig beobachtet
      • gewöhnlich vorübergehend und asymptomatisch und keine Vorboten für eine nachfolgende Lebererkrankung
    • Chronische Toxizität trat gewöhnlich nach Anwendung über einen längeren Zeitraum auf (i. A. nach zwei Jahren oder mehr) und nach einer kumulativen Gesamtdosis von mindestens 1,5 g
    • in Studien mit Psoriasis-Patienten wurde eine Abhängigkeit der Lebertoxizität von der kumulativen Gesamtdosis festgestellt, wobei die Toxizität durch Alkoholmissbrauch, Adipositas, Diabetes und fortgeschrittenes Alter gesteigert wird
    • die nach einer länger dauernden Methotrexat-Behandlung durchgeführten Leberbiopsien zeigen häufig histologische Veränderungen, wobei auch über Fibrosen und Zirrhosen berichtet wurde
    • Methotrexat verursachte Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion oder Verschlechterung von Hepatitis-C-Infektionen, die in einigen Fällen zum Tod führten
    • einige Fälle von Hepatitis-B-Reaktivierung traten nach dem Absetzen von Methotrexat auf
    • um vorbestehende Lebererkrankung bei Patienten mit früheren Hepatitis-B- oder -C-Infektionen beurteilen zu können, sollten klinische und Laboruntersuchungen durchgeführt werden
    • daraus resultierend kann sich eine Methotrexat-Behandlung für einige Patienten als ungeeignet erweisen
    • auch bei Vorliegen anderer inaktiver, chronischer Infektionen wie z. B. Herpes zoster oder Tuberkulose ist besondere Vorsicht aufgrund einer möglichen Aktivierung geboten
    • insulinpflichtiger Diabetes mellitus
      • grundsätzlich erhöhte Vorsicht geboten, weil sich unter Methotrexat-Therapie vereinzelt eine Leberzirrhose ohne intermittierenden Transaminasenanstieg entwickelte
  • Nierenfunktion
    • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte aufgrund einer bei diesen Patienten verzögerten Methotrexat-Elimination die Methotrexat-Therapie nur mit erhöhter Vorsicht und niedriger Dosierung durchgeführt werden
    • unter einer Therapie mit Methotrexat kann sich eine Verschlechterung der Nierenleistung mit einem Anstieg bestimmter Laborwerte (Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure im Serum) entwickeln und ein akutes Nierenversagen mit Oligurie/Anurie zur Folge haben
      • wahrscheinlich durch Präzipitation von Methotrexat und seiner Metaboliten in den renalen Tubuli bedingt
    • Zustände, die zur Dehydratation führen, wie Erbrechen, Diarrhö, Stomatitis, können Toxizität von Methotrexat aufgrund erhöhter Wirkstoffspiegel steigern
      • unterstützende Therapie einleiten und Unterbrechung der Anwendung von Methotrexat bis zum Sistieren der Symptome erwägen
  • Gastrointestinale Erkrankungen
    • beim Auftreten von ulzerativer Stomatitis oder Diarrhöen, Hämatemesis, Schwarzfärbung des Stuhls oder Blut im Stuhl ist die Therapie zu unterbrechen, da ansonsten eine hämorrhagische Enteritis und durch Darmperforation bedingte Todesfälle auftreten können
  • Immunsystem
    • Methotrexat kann aufgrund seiner möglichen Wirkung auf das Immunsystem Impf- und Testergebnisse (immunologische Testverfahren zur Erfassung der Immunreaktivität) verfälschen
    • während einer Methotrexat-Therapie durchgeführte Impfungen können wirkungslos sein
    • aufgrund des erhöhten Infektionsrisikos sollten während einer Therapie mit Methotrexat keine Impfungen mit Lebendvakzinen durchgeführt werden
  • Lungenfunktion
    • besondere Vorsicht geboten bei Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion
    • Pulmonale Komplikationen, Pleuraerguss, Alveolitis oder Pneumonitis mit Symptomen wie trockener Reizhusten, Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl, Husten, Thoraxschmerzen, Dyspnoe, Hypoxämie und Infiltration im Thorax-Röntgenbild oder eine während der Methotrexat-Therapie auftretende unspezifische Pneumonie können Anzeichen für eine möglicherweise gefährliche Schädigung mit möglichem tödlichen Ausgang sein
    • Lungenbiopsien erbrachten unterschiedliche Befunde (z. B. interstitielles +ANY-dem, mononukleäre Infiltrate oder nicht verkäsende Granulome)
    • bei Verdacht auf diese Komplikationen Behandlung mit Methotrexat sofort absetzen und sorgfältige Untersuchung, u. a. zum Ausschluss von Infektionen und Tumoren erforderlich
    • durch Methotrexat induzierte Lungenerkrankungen können zu jeder Zeit der Therapie akut auftreten, waren nicht immer vollständig reversibel und wurden schon bei geringen Dosen von 7,5 mg/Woche berichtet
    • außerdem von pulmonaler alveolärer Blutung bei der Anwendung von Methotrexat bei rheumatologischen und ähnlichen Indikationen berichtet
      • auch mit Vaskulitis und anderen Komorbiditäten in Verbindung stehen
      • sofortige Untersuchung in Betracht ziehen, wenn Verdacht auf eine pulmonale alveoläre Blutung besteht, um die
        Diagnose zu bestätigen
    • während der Methotrexat-Therapie können opportunistische Infektionen einschl. einer Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie auftreten, die tödlich verlaufen können
    • wenn sich ein Patient mit Lungensymptomen vorstellt, sollte die Möglichkeit einer Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie in Betracht gezogen werden
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • über Auftreten schwerer, gelegentlich tödlich verlaufener Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) nach einmaliger oder kontinuierlicher Methotrexat-Anwendung berichtet
    • Psoriatische Läsionen können sich durch UV-Bestrahlung unter gleichzeitiger Methotrexat-Therapie verschlechtern
    • durch Bestrahlung hervorgerufene Dermatitis und Sonnenbrand können bei Anwendung von Methotrexat wieder auftreten (sog. ,Recall+ACY-quot,-Reaktionen).
  • Neubildungen
    • gelegentlich wurde bei Anwendung von niedrig dosiertem Methotrexat über Auftreten von malignen Lymphomen berichtet, die sich in einigen Fällen nach Absetzen der Therapie mit Methotrexat zurückgebildet haben
    • beim Auftreten von Lymphomen daher zunächst Methotrexat-Therapie abbrechen und erst, wenn das Lymphom nicht zurückgeht, geeignete Therapie einleiten
    • erhöhte Inzidenz für Auftreten von Lymphomen unter Methotrexat-Behandlung konnte in einer neueren Untersuchung nicht festgestellt werden
  • Nervensystem
    • intravenöse Anwendung von Methotrexat kann zu akuter Enzephalitis und akuter Enzephalopathie mit Todesfolge führen
    • Berichte über Auftreten von Leukenzephalopathie bei Patienten, die Methotrexat p.o. erhielten
  • Folsäure-Supplementierung
    • Folatmangelzustände können die Methotrexat-Toxizität erhöhen
    • Anwendung von Fol- oder Folinsäure kann Toxizität von Methotrexat (gastrointestinale Symptome, Stomatitis, Alopezie und Anstieg der Leberenzyme) verringern
    • vor Einnahme von Folsäurepräparaten empfiehlt sich Kontrolle der Vitamin-B12-Spiegel, da durch Folatgabe insbesondere bei Erwachsenen > 50 Jahre ein Vitamin-B12-Mangelzustand maskiert werden kann
  • Empfohlene Kontrolluntersuchungen vor Therapiebeginn oder nach Wiederaufnahme der Therapie nach einer Therapiepause
    • Großes Blutbild mit Differenzialblutbild und Thrombozyten
    • Leberenzyme (ALT [GPT], AST [GOT], AP), Bilirubin
    • Serumalbumin
    • Thoraxröntgen
    • Nierenfunktionstests (ggf.mit Kreatinin-Clearance)
    • Hepatitis-Serologie (A, B, C)
    • ggf. Tuberkulose-Ausschluss
    • ggf. Lungenfunktionstest
  • Empfohlene Kontrolluntersuchungen während der Therapie (in den ersten beiden Wochen wöchentlich, dann 2-wöchentlich für den nächsten Monat, danach, abhängig von der Leukozytenzahl und der Stabilität des Patienten, ca. monatlich während der ersten 6 Monate und anschließend mind. vierteljährlich, bei Dosierungsänderung oder aufgrund erhöhter Wirkstoffspiegel [z. B. durch Dehydratation] gesteigerter Toxizität von Methotrexat kann auch eine häufigere Untersuchung erforderlich sein)
    1. Untersuchung der Mundhöhle und des Rachens auf Schleimhautveränderungen
    2. Großes Blutbild mit Differenzialblutbild und Thrombozyten
      • hämatopoetische Suppression ausgelöst durch Methotrexat kann abrupt und bei augenscheinlich sicheren Dosen auftreten
      • bei jeglichem deutlichem Abfall der Leukozyten oder der Thrombozyten Therapie sofort abbrechen und entsprechende supportive Therapie einleiten
      • Patienten sollen dazu aufgefordert werden, alle Anzeichen und Symptome mitzuteilen, die auf eine Infektion hindeuten
      • bei Patienten, die gleichzeitig hämatotoxische Arzneimittel einnehmen (z.B. Leflunomid), sollten Blutbild und Thrombozyten engmaschig überwacht werden
    3. Leberfunktionstests
      • besondere Aufmerksamkeit sollte auf das Auftreten von Leberschäden gelegt werden
      • Behandlung sollte nicht begonnen oder sollte unterbrochen werden, wenn Abweichungen von der Norm bei Leberfunktionstests oder Leberbiopsien vorhanden sind oder sich während der Therapie entwickeln
        • diese Abweichungen sollten sich innerhalb von zwei Wochen normalisieren
        • anschließend kann die Therapie nach Ermessen des Arztes weitergeführt werden
      • bei Patienten, die gleichzeitig andere hepatotoxische Arzneimittel (z. B. Leflunomid) einnehmen, sollte eine engmaschigere Kontrolle der Leberenzyme durchgeführt werden
      • dasselbe sollte beachtet werden, wenn gleichzeitig hämatotoxische Arzneimittel angewendet werden (z. B. Leflunomid)
      • bei rheumatologischen Indikationen gibt es keine Hinweise, die die Durchführung von Leberbiopsien zur Überwachung der Lebertoxizität unterstützen
      • bei Psoriasis-Patienten ist die Notwendigkeit der Durchführung einer Leberbiopsie vor und während der Therapie umstritten, längerfristigen Behandlung schwerer Formen der Psoriasis vulgaris sollten aufgrund des hepatotoxischen Potenzials Leberbiopsien durchgeführt werden (Punkt 7)
        • weitere Untersuchungen erforderlich, um festzustellen, ob eine regelmäßige Bestimmung der Leberwerte oder das Propeptid des Kollagen Typ III Lebertoxizität in ausreichender Weise anzeigen kann
        • Entscheidung sollte von Fall zu Fall getroffen werden
        • zudem sollte zwischen Patienten ohne Risikofaktoren und Patienten mit Risikofaktoren wie vorherigem exzessivem Alkoholkonsum, persistierender Erhöhung der Leberenzyme, Anamnese mit Lebererkrankungen, Familienanamnese mit erblichen Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Übergewicht und zurückliegendem relevanten Kontakt mit hepatotoxischen Arzneimitteln oder Chemikalien sowie längerfristiger Behandlung mit Methotrexat oder kumulativen Dosen von 1,5 g oder mehr unterschieden werden
      • Untersuchung der leberbezogenen Enzyme im Serum
        • temporärer Anstieg der Transaminasen auf das Zwei- oder Dreifache des oberen Normwerts mit einer Häufigkeit von 13 - 20 % berichtet
        • Enzyme haben im Allgemeinen 4 - 5 Tage nach Methotrexat-Gabe ihren Höchstwert erreicht und sind nach 1 - 2 Wochen wieder normalisiert
        • anhaltende Anomalien der leberbezogenen Enzyme und/ oder ein Abfall des Serumalbumins können Anzeichen für eine schwere Lebertoxizität sein
        • Enzymbestimmung erlaubt keine verlässliche Voraussage der Entwicklung einer morphologisch fassbaren Leberschädigung, d. h., auch bei normalen Transaminasen-Werten kann eine nur histologisch nachweisbare Leberfibrose, seltener auch eine Leberzirrhose vorliegen
        • im Falle eines konstanten Anstiegs der leberbezogenen Enzyme Dosisreduktion oder Therapieabbruch erwägen
    4. Nierenfunktion sollte mit Nierenfunktionsprüfungen / Kreatinin- Werte im Serum und Urinanalyse kontrolliert werden
      • da Methotrexat überwiegend renal ausgeschieden wird, können im Falle einer Niereninsuffizienz erhöhte Serumkonzentrationen erwartet werden, die schwere Nebenwirkungen ,wie Störungen der Nierenfunktion bis zum akuten Nierenversagen auslösen können
      • bei Erhöhung des Serum-Kreatinins sollte die Dosis reduziert werden
      • bei Serum- Kreatinin-Werten von über 2 mg/dl sollte keine Therapie mit Methotrexat erfolgen
      • bei Patientenmit eingeschränkter Nierenfunktion sollte aufgrund einer bei diesen Patienten verzögerten Methotrexat-Elimination die Methotrexat-Therapie nur mit erhöhter Vorsicht und niedriger Dosierung durchgeführt werden
      • bei möglicherweise eingeschränkter Nierenfunktion (z.B. bei älteren Patienten) sollte die Überwachung engmaschiger erfolgen
        • gilt insbesondere, wenn zusätzlich Arzneimittel gegeben werden, die die Ausscheidung von Methotrexat beeinträchtigen, Nierenschädigungen verursachen (z.B. nichtsteroidale Antiphlogistika) oder potenziell zu Blutbildungsstörungen führen können
      • im Zusammenhang mit der Gabe nichtsteroidaler Antiphlogistika ist über schwere Nebenwirkungen einschließlich Todesfällen berichtet worden
      • unter einer Therapie mit Methotrexat kann sich eine Verschlechterung der Nierenleistung mit einem Anstieg bestimmter Laborwerte (Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure im Serum) entwickeln
      • Zustände (Erbrechen, Diarrhoe, Stomatitis), die zu Dehydratation führen, können die Toxizität von Methotrexat aufgrund erhöhter Wirkstoffspiegel steigern
        • in solchen Fällen sollte die Anwendung mit Methotrexat bis zum Sistieren der Symptome unterbrochen werden
    5. Untersuchung des respiratorischen Systems
      • Befragung des Patienten bezüglich etwaiger Lungenfunktionsstörungen, ggf. Lungenfunktionsprüfung
      • aufmerksam auf Symptome einer beeinträchtigten Lungenfunktion achten und, falls erforderlich, Lungenfunktionstest
      • Affektion der Lunge erfordert eine schnelle Diagnose und das Absetzen von Methotrexat
      • Pulmonale Symptome (v.a. trockener Reizhusten) oder unspezifische Lungenentzündung, die während der Methotrexat-Therapie auftreten, können auf eine potenziell gefährliche Schädigung hinweisen und machen eine Unterbrechung der Therapie sowie eine sorgfältige Untersuchung erforderlich
      • akute oder chronische interstitielle Pneumonie, die oft mit Bluteosinophilie einhergeht, kann auftreten und es wurden Todesfälle berichtet
      • Patienten müssen über die Risiken einer Pneumonie aufgeklärt werden und dazu angehalten werden, im Falle eines sich entwickelnden persistenten Hustens oder einer persistenten Atemnot sofort Ihren Arzt zu kontaktieren
      • auch wenn das klinische Bild variiert, zeigt der typische Patient mit Methotrexat-induzierter Lungenerkrankung Fieber, Husten, Dyspnoe, Hypoxämie und ein Infiltrat auf dem Röntgenbild des Brustkorbs
      • Infektionen müssen ausgeschlossen werden
      • diese Läsion kann bei allen Dosierungen auftreten
      • Methotrexat darf Patienten mit pulmonalen Symptomen nicht mehr verabreicht werden
      • wenn der Verdacht auf eine durch Methotrexat verursachte Lungenerkrankung besteht, sollte eine Behandlung mit Corticosteroiden begonnen werden, und die Behandlung mit Methotrexat sollte nicht wieder aufgenommen werden
    6. Methotrexat kann aufgrund seiner Wirkung auf das Immunsystem das Ansprechen auf Impfungen beeinträchtigen und das Ergebnis immunologischer Tests beeinflussen
      • besondere Vorsicht ist bei Bestehen inaktiver chronischer Infektionen (z.B. Herpes Zoster, Tuberkulose, Hepatitis B oder C) geboten, da diese eventuell reaktiviert werden können
      • Impfungen mit Lebendimpfstoffen dürfen während der Behandlung mit Methotrexat nicht durchgeführt werden
    7. Leberbiopsie bei längerfristigen Behandlung schwerer Formen der Psoriasis vulgaris
      • aufgrund des hepatotoxischen Potenzials
      • hat sich als sinnvoll erwiesen, zwischen Patienten mit normalem und erhöhtem Risiko für Leberschäden zu unterscheiden
        • Patienten ohne Risikofaktoren
          • eine Leberbiopsie vor dem Erreichen einer Kumulativdosis von 1,0 - 1,5 g ist nach gegenwärtigem medizinischen Wissensstand nicht erforderlich
        • Patienten mit Risikofaktoren
          • dazu gehören primär:
            • anamnestischer Alkoholabusus
            • persistierende Erhöhung der Leberenzyme
            • anamnestische Lebererkrankung einschließlich chronischer Hepatitis B oder C
            • Familienanamnese einer erblichen Lebererkrankung
          • und sekundär (mit wahrscheinlich geringerer Relevanz):
            • Diabetes mellitus
            • Adipositas
            • anamnestische Exposition gegenüber hepatotoxischen Arzneimitteln oder Chemikalien
        • für Patienten mit diesen Risikofaktoren wird eine Leberbiopsie bei bzw. kurz nach der Initiierung einer Therapie mit Methotrexat empfoheln
        • da ein kleiner Prozentsatz der Patienten aus verschiedenen Gründen die Therapi nach 2 - 4 Monaten abbricht, kann die erste Biopsie bis zu einem Zeitpunkt nach dieser Initialphase aufgeschoben werden
        • sollte dann erfolgen, wenn eine längerfristige Therapie angenommen werden kann
        • wiederholte Leberbiopsien nach Erreichen einer Kumulativdosis von jeweils 1,0 - 1,5 g werden empfohlen
      • bei schweren Formen der rheumatoiden Arthritis und Psoriasis arthropathica stellen das Patientenalter bei Erstanwendung und die Therapiedauer Risikofaktoren für Hepatotoxizität dar
      • andauernde Anomalien im Leberfunktionstest können Vorboten für eine Fibrose oder Zirrhose bei Patienten mit rheumatoider Arthritis sein
      • bei Patienten mit vermuteter vorbestehender Lebererkrankung sollte vor Therapiebeginn eine Leberbiopsie durchgeführt werden
      • Durchführung einer Leberbiopsie während der Therapie wird bei Patienten mit Anomalien im Leberfunktionstest, die während der Behandlung mit Methotrexat oder nach dessen Absetzen andauern, empfohlen
      • im Fall einermittelschweren Fibrose oder einer Zirrhose muss die Anwendung unterbrochen werden
      • bei einer leichten Fibrose wird eine erneute Biopsie nach 6 Monaten empfohlen
      • in den folgenden Fällen kann von einer Leberbiopsie abgesehen werden
        • ÄlterePatienten
        • Patienten mit einer akuten Erkrankung
        • Patienten mit Kontraindikation für eine Leberbiopsie (z. B. kardiale Instabilität, Veränderung der Blutgerinnungsparameter)
        • Patienten mit geringer Lebenserwartung
    • Häufigere Kontrolluntersuchungen können erforderlich werden
      • während der Initialphase der Behandlung
      • bei Dosiserhöhung
      • während Episoden eines größeren Risikos für erhöhte Methotrexat-Blutspiegel (z.B. Dehydratation, eingeschränkte Nierenfunktion
      • zusätzliche oder erhöhte Dosis
      • gleichzeitig verabreichter Medikamente, wie z.B. nichtsteroidale Antiphlogistika)
  • Maligne Lymphome
    • können bei Patienten auftreten, die niedrig dosiertes Methotrexat erhalten, so dass Methotrexat abgesetzt werden muss
    • sollten sich die Lymphome nicht spontan zurückbilden, ist die Einleitung einer zytotoxischen Therapie erforderlich
  • Megaloblastische Panzytopenie
    • berichtet, dass die gleichzeitige Gabe von Folatantagonisten wie Trimethoprim/Sulfametoxazol in seltenen Fällen eine akute megaloblastische Panzytopenie verursachen kann
  • Bestrahlung mit UV-Licht
    • durch Bestrahlung verursachte/r Dermatitis oder Sonnenbrand können unter der Behandlung mit Methotrexat wieder auftreten (Recall-Reaktion)
    • psoriatische Läsionen können sich bei Bestrahlung mit UV-Licht und gleichzeitiger Gabe von Methotrexat verschlimmern
  • Patienten mit pathologischen Flüssigkeitsansammlungen wie Aszites oder Pleuraerguss (,third space+ACY-quot,)
    • Elimination von Methotrexat eingeschränkt, führt zu einer verlängerten Plasmaeliminationshalbwertszeit und unerwarteter Toxizität
    • diese Patienten müssen besonders sorgfältig auf Toxizitäten überwacht werden
    • außerdem Dosisreduktion oder, in einigen Fällen, Abbruch der Behandlung mit Methotrexat erforderlich
    • Pleuraergüsse und Aszites müssen vor dem Beginn der Methotrexat-Behandlung drainiert werden
  • Diarrhö und Stomatitis ulcerosa können toxische Wirkungen sein und erfordern eine Unterbrechung der Therapie
    • andernfalls können hämorrhagische Enteritis oder Tod durch Darmperforation die Folge sein
  • Vitaminpräparate oder andere Produkte, die Folsäure, Folinsäure oder deren Derivate enthalten, können die Wirkung von Methotrexat vermindern
  • Folsäure- oder Folinsäure-Substitution kann gemäß aktuellen Therapierichtlinien in Erwägung gezogen werden
  • Behandlung von Psoriasis
    • bei der Behandlung von Psoriasis sollte Methotrexat auf schwere therapieresistente beeinträchtigende Psoriasis beschränkt bleiben, die nicht ausreichend auf andere Therapieformen anspricht, jedoch nur, wenn die Diagnose mittels einer Biopsie und/oder durch einen Dermatologen gestellt wurde
  • Methotrexat kann aufgrund seiner möglichen Wirkung auf das Immunsystem Impf und Testergebnisse (immunologische Testverfahren zur Erfassung der Immunreaktivität) verfälschen
    • während einer Therapie mit Methotrexat sollen keine Impfungen mit Lebendvakzinen durchgeführt werden
    • Berichte über disseminierte Kuhpockeninfektionen nach der Pockenschutzimpfung von Patienten unter Methotrexat-Therapie
  • Methotrexat verursachte die Reaktivierung einer Hepatitis-B-Infektion oder Verschlechterung von Hepatitis-C-Infektionen, die in einigen Fällen zum Tod führten
    • einige Fälle von Hepatitis-B-Reaktivierung traten nach dem Absetzen von Methotrexat auf
    • um eine vorbestehende Lebererkrankung bei Patienten mit früherer Hepatitis-B oder-C-Infektion beurteilen zu können, sollten klinische und Laboruntersuchungen durchgeführt werden
      • daraus resultierend kann sich eine Methotrexat-Behandlung für einige Patienten als ungeeignet erweisen
  • Vorliegen anderer inaktiver, chronischer Infektionenwie z.B. Herpes zoster oder Tuberkulose
    • besondere Vorsicht aufgrund einer möglichen Aktivierung
  • opportunistische Infektionen
    • während der Methotrexat-Therapie können opportunistische Infektionen einschließlich einer Pneumocystis-carinii-Pneumonie auftreten, die tödlich verlaufen können
  • pulmonale Komplikationen, Pleuraerguss, Alveolitis oder Pneumonitis
    • mit Symptomen, die Veränderungen im Röntgenbild vorausgehen können, wie allgemeines Krankheitsgefühl, trockener Reizhusten, Kurzatmigkeit bis hin zur Ruhedyspnoe, Husten, Brustschmerzen, Fieber, Hypoxämie und Infiltration im Thorax-Röntgenbild können Anzeichen für eine eventuell gefährliche Schädigung mit möglichem tödlichen Ausgang sein
    • durch Methotrexat induzierte Lungenerkrankungen können zu jeder Zeit der Therapie auftreten, waren nicht immer vollständig reversibel und traten schon bei geringen Dosen von 7,5 mg / Woche auf
    • bereits beim Verdacht auf diese Komplikationen Behandlung mit Methotrexat sofort abbrechen und Abgrenzung gegenüber Infektionen (einschließlich Pneumonie)
    • zudem Berichte über pulmonale alveoläre Blutungen bei der Anwendung von Methotrexat bei rheumatologischen und ähnlichen Indikationen, Ereignis kann auch mit Vaskulitits und anderen Komorbiditäten in Verbindung stehen
      • eine sofortige Untersuchung zur Diagnosebestätigung sollte in Betracht gezogen werden, wenn r45nVerdacht auf pulmonale alveoläre Blutungen besteht
  • schwere, gelegentlich tödlich verlaufende allergische Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
  • besondere Vorsicht
    • bei bestehendem insulinpflichtigem Diabetes mellitus
    • bei einer Einschränkung der Lungenfunktion
  • Enzephalopathie/Leukenzephalopathie wurde bei Patienten in onkologischen Indikationen unter Methotrexat-Therapie beobachtet und kann für nicht-onkologische Indikationen nicht ausgeschlossen werden
  • intravenöse Anwendung von Methotrexat kann zu akuter Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) und akuter Enzephalopathie (krankhafte Hirnveränderung) mit Todesfolge führen
  • Haut- und Schleimhautkontakte mit Methotrexat vermeiden
    • im Falle einer Kontamination die betroffenen Stellen sofort mit reichlich Wasser abspülen
  • Anwendung bei Frauen und Männern
    • Berichtet, dass Methotrexat beim Menschen während und kurze Zeit nach Absetzen der Behandlung zu Fertilitätsstörungen, Oligospermie, Menstruationsstörungen und Amenorrhoe führen kann
    • möglichen Auswirkungen auf die Fortpflanzung sollten deswegen mit Patientinnen im gebärfähigen Alter besprochen werden
  • Schwangerschaft vor Behandlung ausschließen
    • Methotrexat ist embryotoxisch und verursacht Abort und fetale Defekte bei Menschen
    • während der Behandlung mit Methotrexat und noch mindestens 6 Monate danach sollte von Frauen und Männern ein wirksamer Empfängnisschutz praktiziert werden
  • Methotrexat kann erbgutschädigend wirken
    • Männern, die mit Methotrexat behandelt werden, empfohlen, während der Behandlung und 3 - 6 Monate danach kein Kind zu zeugen und sich vor Therapiebeginn wegen der Möglichkeit schwerwiegender Störungen der Spermatogenese durch die Therapie über eine Spermakonservierung beraten zu lassen
    • Frauen dürfen während und mindestens 3 Monate nach der Therapie mit Methotrexat nicht schwanger werden
  • Anwendung bei älteren Menschen
    • besonders bei älteren Patienten wurden nach der versehentlich täglichen Anwendung der Wochendosis Todesfälle gemeldet
    • ferner sollen insbesondere ältere Patienten in kurzen zeitlichen Abständen auf frühe Zeichen einer Toxizität untersucht werden
    • Dosierung von Methotrexat sollte an die aufgrund des höheren Alters verminderte Leber- und Nierenfunktionsleistung angepasst werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Behandlung mit Methotrexat sollte bei Kindern und Jugendlichen nur von Fachärzten eingeleitet und überwacht werden, die über ausreichende Erfahrung in der Diagnose und Behandlung der betreffenden Erkrankung verfügen
    • Kinder (< 3 Jahre)
      • Anwendung nicht empfohlen, da für diese Patientengruppe keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vorliegen
  • Patienten mit juveniler idiopathischer Arthritis sollten stets an ein rheumatologisches Zentrum verwiesen werden, das auf die Behandlung von Kindern/Jugendlichen spezialisiert ist

Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Methotrexat - invasiv

siehe Therapiehinweise

Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Methotrexat - invasiv

  • kontraindiziert in der Schwangerschaft
  • gezeigt, dass Methotrexat beim Menschen teratogen wirkt
    • verursacht Tod des Fötus und/oder fetale Missbildungen
  • Exposition einer begrenzten Anzahl schwangerer Frauen (42) führte zu einer erhöhten Inzidenz (1 : 14) von Missbildungen (kranial, kardiovaskulär und die Extremitäten betreffend)
  • wurde Methotrexat vor der Konzeption abgesetzt, wurde über normale Schwangerschaften berichtet
  • tierexperimentelle Studien: Reproduktionstoxizität beobachtet, besonders im 1. Trimenon, teratogenes Risiko bei vier Tierspezies vorliegend
  • Frauen dürfen während der Methotrexat-Therapie nicht schwanger werden
    • falls während der Therapie eine Schwangerschaft eintritt, sollte eine medizinische Beratung zum Risiko unerwünschter Wirkungen für das Kind im Zusammenhang mit einer Methotrexat-Behandlung in Anspruch genommen werden
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Vorliegen einer Schwangerschaft muss vor Beginn der Behandlung durch entsprechende Untersuchungen (z.B. Schwangerschaftstest) sicher ausgeschlossen werden
    • berichtet, dass Methotrexat Fehlgeburten verursachen kann
  • Patienten im geschlechtsreifen Alter (Frauen und Männer)
    • müssen während der Behandlung mit Methotrexat und noch mind. sechs Monate danach eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
    • berücksichtigen, dass die optimale Zeitspanne zwischen Beendigung der Methotrexat- Behandlung eines Partners und einer Schwangerschaft nicht genau bekannt ist
      • veröffentlichte Literaturempfehlungen zu den Zeitabständen variieren zwischen 3 Monaten und 1 Jahr
  • Fertilität
    • Methotrexat kann das Erbgut schädigen
    • Frauen, die schwanger werden wollen
      • sollten möglichst vor Beginn der Behandlung eine genetische Beratung in Anspruch nehmen
    • Männer
      • sollten sich vor Beginn der Behandlung über die Möglichkeit der Spermakonservierung beraten lassen

Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Methotrexat - invasiv

  • kontraindiziert in der Stillzeit
  • Methotrexat wird in die Muttermilch ausgeschieden
  • gestillte Kinder können möglicherweise schwere Nebenwirkungen erleiden
  • Stillen muss vor und während der Behandlung unterbrochen werden

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

 

Sponsor

Rechtliche Hinweise

Warnung

Unsere Website verkauft keine medikamente. Unsere Website dient nur zu Informationszwecken. Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie das Medikament einnehmen.