Levodopa Bens ratio 200/50 (100 St)

Hersteller ratiopharm GmbH
Wirkstoff Wirkstoffkombination
Wirkstoff Menge Info
ATC Code N04BA02
Preis 39,9 €
Menge 100 St
Darreichung (DAR) TAB
Norm N3
Levodopa Bens ratio 200/50 (100 St)

Medikamente Prospekt

Levodopa200mg
(H)Calcium hydrogenphosphat 2-WasserHilfsstoff
(H)Carboxymethylstärke, Natriumsalz Typ AHilfsstoff
(H)Cellulose, mikrokristallinHilfsstoff
(H)Docusat, NatriumsalzHilfsstoff
(H)Eisen (III) oxidHilfsstoff
(H)Ethyl celluloseHilfsstoff
(H)Magnesium stearatHilfsstoff
(H)MaisstärkeHilfsstoff
(H)MannitolHilfsstoff
(H)Povidon K25Hilfsstoff
(H)Silicium dioxid, hochdispersHilfsstoff
[Basiseinheit = 1 Stück]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levodopa und Decarboxylasehemmer - peroral

Levodopa und Carbidopa

  • Überempfindlichkeit gegen Levodopa oder Carbidopa
  • Engwinkel-Glaukom
  • Herzerkrankungen (z.B. Tachykardien, schwere Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz)
  • akuter Schlaganfall
  • psychiatrische Erkrankungen mit psychotischer Komponente
  • schwere Lebererkrankungen
  • schwere Nierenerkrankungen
    • außer dialysepflichtige Patienten mit Restless-Legs-Syndrom
  • gleichzeitige Anwendung mit MAO-Hemmern
    • gleichzeitige Gabe von nicht-selektiven MAO-Hemmern und selektiven MAO-A Hemmern kontraindiziert
      • Verabreichung dieser MAO-Hemmer sollte mind. 2 Wochen vor Beginn der Levodopa/Carbidopa Therapie beendet werden
    • gleichzeitige Gabe eines selektiven MAO-B-Hemmers wie Selegilin und Rasagilin in der empfohlenen Dosierung möglich
    • gleichzeitige Verabreichung eines selektiven MAO-A-Hemmer wie Moclobemid jedoch nicht kontraindiziert
    • Kombination von MAO-A- und MAO-B-Hemmern ist mit einer nichtselektiven MAO-Hemmung gleich zu setzen
      • folglich darf diese Kombination nicht zusammen mit Levodopa/Carbidopa verabreicht werden
  • Erkrankungen, bei denen Adrenergika kontraindiziert
    • dekompensierte endokrine Funktion (z.B. Hyperthyreose, Phäochromozytom, Cushing-Syndrom)
  • Patienten mit verdächtigen, nicht diagnostizierten Hautveränderungen oder Melanomen in der Anamnese
    • Levodopa kann maligne Melanome aktivieren
  • Patienten (< 25 Jahre)
    • Skelettentwicklung muss abgeschlossen sein
  • Kinder, Jugendliche (< 18 Jahre)
  • Stillzeit
  • Schwangerschaft
    • bei Eintreten einer Schwangerschaft unter Levodopa/Carbidopa muss das Arzneimittel nach Anweisung des verschreibenden Arztes abgesetzt werden
  • Fehlen einer zuverlässigen Empfängnisverhütung bei Frauen im gebärfähigen Alter

Levodopa und Benserazid

  • Überempfindlichkeit gegen Levodopa oder Benserazid
  • Patienten < 25 Jahre (Skelettentwicklung muss abgeschlossen sein)
  • schwere endokrine Funktionsstörungen
    • Schilddrüsenüberfunktion
    • Cushing-Syndrom
    • Phäochromozytom
  • schwere Stoffwechsel-, Herz-, Leber- und Knochenmarkserkrankungen
  • Restless-Legs-Syndrom: schwere, nicht dialysierte Nierenerkrankungen
  • schwere Herzerkrankungen z.B.
    • schwere Tachykardien
    • schwere Herzrhythmusstörungen
    • Herzversagen
  • Morbus Parkinson: schwere Nierenerkrankung
  • endogene und exogene Psychosen, psychiatrische Erkrankungen mit psychotischer Komponente
  • Behandlung mit Reserpin, nicht selektiven MAO-Hemmern oder einer Kombination von MAO-A und MAO-B-Hemmern
  • Engwinkelglaukom
  • Frauen im gebärfähigen Alter ohne gesicherten Empfängnisschutz
  • Schwangerschaft
    • bei Eintreten einer Schwangerschaft muss das Arzneimittel nach Anweisung des verschreibenden Arztes abgesetzt werden
  • Stillzeit

Art der Anwendung



  • wenn möglich, mind. 30 Min. vor oder 1 Stunde nach einer Mahlzeit einnehmen
  • unerwünschte gastrointestinale Wirkungen, die hauptsächlich in frühem Stadium der Behandlung auftreten, können durch Einnahme mit etwas Nahrung oder Flüssigkeit oder durch langsame Dosissteigerung weitgehend beherrscht werden

Dosierung



  • Parkinson-Krankheit, symptomatische Parkinson-Syndrome
    • Hinweise
      • Dosierung richtet sich nach Schwere der extrapyramidalen Symptomatik und Verträglichkeit im Einzelfall
      • hohe Einzeldosen vermeiden
      • langsam einschleichen, um Ausmaß der Nebenwirkungen gering zu halten und möglichen Behandlungserfolg nicht zu gefährden
    • bisher unbehandelte Patienten
      • initial: 100 - 200 mg Levodopa und 25 mg - 50 mg Benserazid
      • Dosissteigerung, optional um 50 mg Levodopa und 12,5 mg Benserazid oder um 100 mg Levodopa und 25 mg Benserazid jeden 3. bis 7. Tag
      • tägliche Maximaldosis: 800 mg Levodopa und 200 mg Benserazid
      • anfangs Tagesdosis auf 1 - 4 Einzelgaben verteilen
      • später: Tagesdosis in wenigstens 4 Einzeldosen einnehmen
      • Auftreten von Nebenwirkungen: Dosissteigerung zunächst unterbrechen oder Dosis vorübergehend senken und weitere Erhöhung langsamer vornehmen
        • gastrointestinale Beschwerden: ggf. Antiemetika wie z.B. Domperidon verabreichen
    • Umstellung von einem reinen Levodopa-Präparat
      • berücksichtigen, dass zur Erreichung vergleichbarer klinischer Effekte mit der Kombination Levodopa und Benserazid nur etwa 20 % der bisherigen Levodopa-Dosis benötigt wird
      • medikationsfreies Intervall von 12 Stunden einhalten
    • Parkinson-Patienten, die bereits mit anderem Antiparkinson-Präparat behandelt werden
      • zusätzliche Einnahme von Levodopa/Benserazid möglich
      • sobald Wirkungseintritt ersichtlich, Dosierung der anderen Medikamente überprüfen, ggf. langsam reduzieren und dann absetzen
    • Patienten, die unter schweren Fluktuationsschwankungen während des Tages leiden (,ON-OFF+ACY-quot,-Phänomene): öfters geringere Einzelgaben geben oder auf retardierte Darreichungsformen umstellen
    • Behandlungsdauer
      • i.d.R. Einnahme über längeren Zeitraum (Substitutionstherapie)
      • Anwendung bei guter Verträglichkeit nicht begrenzt

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • Behandlung langsam und einschleichend
  • Patienten < 25 Jahre
    • kontraindiziert (Skelettentwicklung muss abgeschlossen sein)
  • schwere Leber-/Nierenerkrankungen
    • kontraindiziert

Indikation



  • Parkinson-Krankheit
  • symptomatische Parkinson-Syndrome
    • ausgenommen das medikamentös induzierte Parkinson-Syndrom

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levodopa und Decarboxylasehemmer - peroral

Levodopa und Carbidopa

  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agranulozytose
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • anaphylaktische Reaktion
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Gewichtsabnahme
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gewichtszunahme
      • erhöhter Spiegel an Aminosäure (erhöhte Methylmalonsäure)
      • erhöhtes Homocystein im Blut
      • verminderter Appetit
      • Anorexie
      • Vitamin-B6-Mangel
      • Vitamin-B12-Mangel
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Ängstlichkeit
      • Depression
      • Schlaflosigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Euphorie
      • Antriebssteigerung
      • ungewöhnliche Träume, Alpträume
      • Agitiertheit
      • Demenz
      • Erschöpfung
      • Verwirrtheitszustand
      • Halluzinationen
      • impulsives Verhalten
      • psychotische Störung wie Wahnideen und paranoide Gedankenbildung
      • Schlafattacken
      • Schlafstörung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vollendeter Suizid
      • Desorientierung
      • Furcht
      • Libidozunahme
      • Albträume
      • Suizidversuch
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • ungewöhnliches Denken
      • Erstarrung
      • Krampfanfälle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Impulskontrollstörungen (können bei Patienten auftreten, die mit Dopaminagonisten oder anderen dopaminergen Arzneimitteln, die Levodopa enthalten, behandelt werden):
        • Pathologische Spielsucht
        • Libidosteigerung
        • Hypersexualität
        • zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen
        • Essattacken und Esszwang
      • hedonistisch homeostatische Dysregulation
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dyskinesien ( z.B. choreatiform und athetotisch)
        • bei der Anwendung von redartierten Levodopa/Carbidopa Darreichungsformen wurden im Vergleich schnellfreisetzenden Levodopa/Carbidopa Darreichungsformen häufiger Dyskinesien gesehen
      • Verschlimmerung oder keine Verbesserung der Parkinson-Erkrankung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Chorea
      • Dystonie
      • Kopfschmerzen
      • Hypästhesie
      • extrapyramidale und Bewegungsstörungen
      • Bradykinesie
      • On-off-Phänomen (Wechsel von Beweglich- und Unbeweglichkeit)
        • kann nach einigen Monaten bis Jahren nach Beginn einer Behandlung mit Levodopa auftreten und steht wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem Fortschreiten der Erkrankung
      • Parästhesie (z.B. Kribbeln und Einschlafen der Glieder)
      • Polyneuropathie
      • Somnolenz (einschließlich sehr selten auftretender übermäßiger Tagesmüdigkeit und Schlafattacken)
      • Synkope
      • Tremor
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ataxie
      • Krämpfe (Konvulsionen, kausaler Zusammenhang nicht gesichert)
      • Verstärkung eines Tremors der Hände
      • Gangstörung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • malignes neuroleptisches Syndrom
      • Trismus
      • Hinfallen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ageusie
      • Geschmacksstörungen
      • gHg-Freezing+ACY-quot,-Phänomene
      • gHg-End-of-Dose+ACY-quot,-Phänomene
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschwommenes Sehen
      • Blepharospasmus
        • kann frühes Anzeichen einer Überdosierung sein
      • Diplopie
      • optische ischämische Neuropathie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms
      • Pupillenerweiterung
      • Blickkrämpfe
      • okulogyrische Krise
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • unregelmäßiger Herzschlag
      • Palpitationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Herzklopfen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • kardiale Arrhythmien
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • orthostatische Hypotonie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • orthostatische Dysregulation einschließlich hypotensiver Episoden
      • Neigung zu Ohnmachtsanfällen
      • Hypertonie
      • Hypotonie
      • Synkope
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Phlebitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Flushing
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspnoe, Atemnot
      • Oropharynxschmerz
      • Aspirationspneumonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Heiserkeit
      • Dysphonie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • anomale Atmung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Nausea (Übelkeit)
      • Obstipation
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Spannungsgefühl im Abdomen
      • Diarrh+APY
      • Mundtrockenheit
      • Dysgeusie
      • bitterer Geschmack
      • Dyspepsie
      • Dysphagie
      • Blähungen
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • vermehrte Speicheldrüsensekretion
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Zähneknirschen
      • Speichelverfärbung
      • Glossodynie (Zungenbrennen)
      • Schluckauf
      • Entwicklung eines Duodenalulcus
      • abdominale Blutungen
      • Schmerzen im Magen-Darm-Bereich
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verfärbung der Mundschleimhaut
      • Verfärbung der Zunge
      • Zahnverfärbung
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • malignes Melanom
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kontaktdermatitis
      • Hyperhidrosis
      • periphere +ANY-deme
      • Pruritus
      • Hautausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alopezie
      • Erytheme
      • Urtikaria
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verfärbung von Schwei+AN8
      • Exanthem
      • Angioödem
      • Purpura Schoenlein-Henoch
      • Gesichtsröte
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erhöhung der Transaminasen bzw. der alkalischen Phosphatasen
      • Erhöhung der gamma-Glutamyltransferase
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Harninkontinenz
      • Harnverhaltung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Urinverfärbung (meist eine leichte Rotfärbung, die sich bei längerem Stehenlassen dunkel färbt)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutharnstoff erhöht
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Priapismus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelkrämpfe
      • Nackenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Restless-Legs-Syndrom
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit
      • Schmerzen
      • Asthenie
      • Brustschmerz
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwächegefühl
      • Unwohlsein
      • Hitzewallungen
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Stürze

Levodopa und Benserazid

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Fieberhafte Infektionen
      • Bronchitis
      • Schnupfen
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hämolytische Anämie
      • Thrombozytopenie
      • Leukopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verminderter Appetit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schlafstörungen (nicht durch das Restless-Legs-Syndrom bedingt)
      • depressive Verstimmungen
      • Anorexie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ängstlichkeit
      • Halluzinationen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Aggression
      • Dopaminerges Dysregulations-Syndrom
      • Verwirrtheit
      • Depressionen
      • innere Unruhe
      • Wahnvorstellungen
      • gHg-Demaskierung+ACY-quot, von Psychosen
      • zeitliche Desorientierung
      • leichte Hochstimmung
      • Impulskontrollstörungen
        • pathologische Spielsucht
        • Libidosteigerung
        • Hypersexualität
        • zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen
        • Essattacken, Esszwang
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fluktuationen im therapeutischen Ansprechen (,Freezing+ACY-quot,-, ,End-of-Dose+ACY-quot,- und ,ON-OFF+ACY-quot,-Phänomene)
      • Dyskinesie, unwillkürliche (choreiforme und athetotische) Bewegungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Müdigkeit
      • Benommenheit
      • übermäßige Tagesmüdigkeit
      • plötzlich auftretende Schlafattacken
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Mundtrockenheit
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arrhythmie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotone orthostatische Kreislaufregulationsstörung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautrötung (Flushing)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Diarrh+APY
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Änderung des Geschmacksempfindens
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Verlust des Geschmackssinns
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verfärbungen von Speichel, Zunge, Zähnen und Mundschleimhaut
      • gastrointestinale Blutungen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erhöhung der alkalischen Phosphatase
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erhöhung der Lebertransaminasen
      • Erhöhung der Gamma-Glutamyltransferase
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Hautreaktionen (z.B. Pruritus, Rash, Schwitzen, Ausschlag)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Restless-Legs-Syndrom
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hitzegefühl
      • Schweißausbrüche
  • Untersuchungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • erhöhte Werte von Harnsäure oder BHS/BUN (Blutharnstoffstickstoff)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Urinverfärbung (meist eine leichte Rotfärbung, die sich bei längerem Stehenlassen dunkel färbt)
      • Urämie

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levodopa und Decarboxylasehemmer - peroral

Levodopa und Carbidopa

  • Arzneimittel dient nicht der Behandlung medikamentös induzierter extrapyramidal-motorischer Erscheinungen
    • von einer Anwendung zur Behandlung pharmakogener extrapyramidaler Reaktionen oder von Chorea Huntington wird abgeraten
  • Levodopa/Carbidopa sollte nicht bzw. nur mit Vorsicht verabreicht werden bei
    • schwerer Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankung
    • Bronchialasthma
    • Nieren-, Leber- oder endokriner Erkrankung (z.B. Schilddrüsenüberfunktion, Phäochromozytom)
    • Ulcuserkrankungen, z. B. einem peptischen Ulcus
    • Krampfanfällen in der Vorgeschichte
    • Tachykardien
    • Hämatemesis
    • schwere Störungen des hämatopoetischen Systems
    • bei Vorliegen einer Kontraindikation für Sympathomimetika
    • endogenen und exogenen Psychosen
  • Patienten mit Vorhof-, Knoten- oder Kammerarrhythmie nach durchgemachtem Herzinfarkt
    • Vorsicht bei der Anwendung von Levodopa
    • bei Einstellung dieser Patienten sollte die Herzfunktion in einer Einrichtung mit der Möglichkeit intensivmedizinischer Betreuung besonders sorgfältig überwacht werden (Monitoring)
    • bei Dosisanpassungen besonders sorgfältig überwachen
  • Kontrolluntersuchungen
    • häufigere Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion und des Blutbildes in der Einstellungsphase empfohlen (später mind. einmal jährlich).
    • während Langzeitbehandlung empfohlen, die Leber- und Nierenfunktion sowie die Funktion blutbildender Organe und des Herz-Kreislauf-Systems regelmäßig zu überprüfen
  • Laboruntersuchungen
    • Levodopa und Carbidopa haben Abweichungen in mehreren Labortests verursacht. Dazu gehören erhöhte Werte bei Leberfunktionstests wie
      • alkalische Phosphatase
      • SGOT (AST)
      • SGPT (ALT)
      • Laktatdehydrogenase
      • Bilirubin
      • Blutharnstoff
      • Kreatinin
      • Harnsäure
      • ein positiver Coombs-Test
    • verminderte Werte von Hämoglobin und Hämatokrit, erhöhte Blutzuckerspiegel sowie Leukozyten, Bakterien und Blut im Urin ebenfalls beobachtet
    • Ketonkörper
      • wenn Teststreifen zur Untersuchung auf Ketonurie verwendet werden, kann Levodopa/Carbidopa falsch-positive Ergebnisse für Ketonkörper im Urin verursachen
      • diese Reaktion verändert sich durch Kochen der Urinprobe nicht
    • Glukosurie
      • falsch-negative Ergebnisse bei der Untersuchung auf Glukosurie mit der Glukose-Oxidase-Methode möglich
  • Veränderungen des Blutbildes
    • Berichte, dass Levodopa-haltige Arzneimittel einen Abfall der Blutzellzahlen induzieren können (z. B. hämolytische Anämie, Thrombozytopenie und Leukopenie)
    • Berichte von Agranulozytose und Panzytopenie in einigen Fällen
    • in diesen Fällen konnte ein Zusammenhang mit den Levodopa-haltigen Arzneimitteln weder nachgewiesen noch vollständig ausgeschlossen werden
      • im Verlauf der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa eine regelmäßige Untersuchung des Blutbildesdurchführen
  • bei Herzinfarktanamnese, Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz oder koronaren Durchblutungsstörungen
    • regelmäßige, v.a. zu Beginn der Behandlung sollen häufige, Kreislauf- und EKG-Kontrollen vorgenommen werden
  • Patienten mit Konvulsionen oder Magen-Darm-Ulcera in der Vorgeschichte
    • sollten ärztlich besonders beobachtet werden
  • Patienten mit einem chronischen Weitwinkelglaukom
    • können behutsam behandelt werden, wenn der intraokuläre Druck gut eingestellt ist und regelmäßig kontrolliert wird
    • Levodopa/Carbidopa hat theoretisch das Potential, den Augeninnendruck zu erhöhen
  • Arzneimittel kann wie auch Levodopa allein, unwillkürliche Bewegungen und psychische Störungen verursachen
  • Dyskinesien
    • bei zuvor nur mit Levodopa behandelten Patienten kann es zu Dyskinesien kommen, da Carbidopa bewirkt, dass mehr Levodopa das Gehirn erreicht, so dass mehr Dopamin gebildet wird
    • Auftreten von Dyskinesien kann eine Dosisminderung erforderlich machen
  • Psychische Veränderungen, Psychosen
    • bei Patienten mit der Parkinson-Krankheit, aber auch bei Patienten unter Behandlung mit Levodopa-haltigen Arzneimitteln kann das klinische Bild eine Depression umfassen
    • alle Patienten sollten sorgfältig auf psychische Veränderungen und auf Anzeichen einer Depression mit und ohne Suizidtendenzen überwacht werden
    • Patienten mit Psychosen oder Psychosen in der Vorgeschichte sollten mit Vorsicht behandelt werden
    • wenn sich eine bestehende Psychose verschlechtert, sollte Levodopa/Carbidopa abgesetzt werden
  • gleichzeitige Anwendung von Antipsychotika mit Dopamin-Rezeptor-blockierenden Eigenschaften, insbesondere D2-Rezeptor-Antagonisten
    • sollte mit Vorsicht erfolgen
    • Patient sollte engmaschig auf einen Verlust der Anti-Parkinson-Wirkung oder eine Verschlechterung der Parkinson-Symptome beobachtet werden
  • Vollnarkose
    • wenn eine Vollnarkose erforderlich ist, kann die Behandlung mit Levodopa so lange fortgesetzt werden, wie es dem Patienten erlaubt wird, Flüssigkeiten und Arzneimittel oral aufzunehmen
    • wenn die Therapie vorübergehend abgesetzt werden muss, kann die Behandlung mit
      Levodopa, sobald die orale Flüssigkeitsaufnahme erlaubt ist, mit der gleichen Dosis wieder aufgenommen werden, die vorher gegeben wurde
    • Halothan
      • falls eine Allgemeinanästhesie mit Halothan benötigt wird, muss Levodopa/Carbidopa (retardiert) 12 - 48 Stunden vor der Operation abgesetzt werden, da es bei der gleichzeitigen Verabreichung von Levodopa/Carbidopa und Halothan zu Blutdruckschwankungen und/oder zu Arrhythmien kommen kann
      • nach der Operation kann die Therapie mit Levodopa/Carbidopa wieder, mit langsam ansteigender Dosierung bis auf die Ausgangswerte vor der Operation, aufgenommen werden
  • Levodopa-Entzugssyndrom, plötzliches Absetzen
    • nach langjähriger Behandlung mit Präparaten, die Levodopa enthalten, kann ein plötzliches Absetzen oder sehr rasche Dosisreduzierung zu einem malignen Levodopa-Entzugssyndrom (malignes neuroleptisches Syndrom mit Hyperpyrexie, Muskelrigidität, psychischen Auffälligkeiten und einem Anstieg der Serumkreatin-Phosphokinase) oder einer akinetischen Krise führen
      • zusätzliche Anzeichen bei schweren Fällen
        • Myoglobinurie
        • (sekundäre) Rhabdomyolyse sowie
        • akutes Nierenversagen
        • schwere Dyskinesien
      • beide Zustände sind lebensbedrohlich
      • aus therapeutischen Gründen indizierte Levodopa-Pausen dürfen nur in der Klinik durchgeführt werden, v.a. wenn der Patient Neuroleptika erhält
    • falls eine Kombination solcher Symptome und Anzeichen auftritt, ist der Patient medizinisch zu überwachen, ggf. in ein Krankenhaus einzuweisen und rasch auf geeignete Weise symptomatisch zu behandeln
      • kann nach einer geeigneten Untersuchung die Wiederaufnahme der Levodopa/Carbidopa Therapie beinhalten
    • Levodopa/Carbidopa sollte nicht plötzlich abgesetzt werden
    • Patienten sollten sorgfältig überwacht werden, wenn die Dosis der Levodopa/Carbidopa-Kombinationen abrupt reduziert oder abgesetzt wird, insbesondere bei den Patienten, die Antipsychotika erhalten
  • Impulskontrollstörungen
    • Patienten sollten regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen überwacht werden
    • Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopaminagonisten und/oder anderen dopaminergen Substanzen, die Levodopa enthalten, behandelt werden, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen auftreten können, einschließlich
      • pathologischer Spielsucht
      • Libidosteigerung
      • Hypersexualität
      • zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen
      • Essattacken und Esszwang
    • Überprüfung der Behandlung empfohlen, wenn solche Symptome auftreten
  • Malignes Melanom
    • Parkinson-Patienten haben nach epidemiologischen Studien ein etwa 2 bis 6-fach erhöhtes Risiko ein malignes Melanom zu entwickeln als die allgemeine Bevölkerung
      • unklar, ob das erhöhte Risiko auf die Parkinson-Erkrankung zurückzuführen ist oder auf andere Faktoren, wie z.B. auf die Arzneimittel zur Behandlung der Erkrankung
    • Patienten und Angehörige bzw. Betreuungspersonen sollten angewiesen werden, während der Behandlung die Haut häufig und regelmäßig auf Anzeichen eines Melanoms zu untersuchen
    • idealerweise werden von fachlich qualifizierten Personen (z.B. Dermatologen) regelmäßige Hautuntersuchungen durchgeführt
  • Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die eine orthostatische Hypotonie verursachen können
    • gleichzeitige Anwendung mit Vorsicht, Levodopa/Carbidopa kann orthostatische Hypotonie verursachen
    • insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei Dosissteigerungen engmaschige Überwachung empfohlen, bei Patienten, bei denen
      • Risikofaktoren für eine orthostatische Hypotonie vorliegen (z. B. ältere Patienten, begleitende Medikation mit Antihypertensiva oder anderen Arzneimitteln, die eine orthostatische Hypotonie verursachen können) oder die eine orthostatische Hypotonie in der Vorgeschichte aufweisen
  • eigenmächtige Dosissteigerung
    • in sehr seltenen Fällen bei Parkinson-Patienten eigenmächtige, missbräuchliche Dosissteigerung beobachtet
  • Reaktionsvermögen
    • Levodopa mit Schläfrigkeit und plötzlichem Einschlafen in Verbindung gebracht
      • sehr selten plötzliches Einschlafen bei Alltagsaktivitäten berichtet, in einigen Fällen unbewusst ohne vorherige Warnzeichen
    • Patienten müssen hierüber informiert und darauf hingewiesen werden, vorsichtig zu sein, wenn sie während der Behandlung mit Levodopa ein Kraftfahrzeug führen oder Maschinen bedienen
    • Patienten, bei denen Schläfrigkeit und/oder plötzliches Einschlafen aufgetreten ist
      • dürfen kein Kraftfahrzeug führen oder Maschinen bedienen
      • darüber hinaus sollte eine Dosisreduktion oder die Beendigung der Behandlung erwogen werden
  • Patienten, die zusätzlich Pyridoxin (Vitamin B6) erhalten
    • da Carbidopa eine Wirkungsabschwächung von Levodopa durch Pyridoxin verhindert, kann das Arzneimittel auch von Patienten eingenommen werden, die zusätzlich Pyridoxin erhalten
  • Verfärbung von Kleidung
    • Ausscheidung der Wirkstoffe in Urin, Speichel und Schweiß kann Flecken in der Kleidung verursachen, die nach dem Antrocknen nicht mehr entfernt werden können, weshalb die Flecken in frischem Zustand ausgewaschen werden sollten
  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit bei Säuglingen und Kindern bisher nicht nachgewiesen
  • retardiert freisetzende Darreichungsform
    • wenn eine Behandlung mit Levodopa/Carbidopa (retardiert freisetzende Darreichungsform) begonnen wird, sollten Patienten, die bisher nur mit Levodopa behandelt werden, 12 Stunden vorher die Behandlung beenden
    • dem pharmakokinetischen Profil entsprechend, kann die Wirkung bei Patienten, die an frühmorgendlichen Dyskinesien leiden, im Vergleich zu schnellfreisetzendem Levodopa/Carbidopa mit Verzögerung eintreten
    • Inzidenz von Dyskinesien unter Behandlung mit retardiert freisetzende Darreichungsformen mit Levodopa/Carbidopa bei Patienten in einem fortgeschrittenen Stadium motorischer Fluktuationen höher als bei Anwendung schnellfreisetzender Darreichungsformen mit Levodopa/Carbidopa (16,5 % versus 12,2 %)
    • Patienten mit anamnestisch bekannten ausgeprägten unwillkürlichen Bewegungen und psychischen Störungen, die vorher nur mit Levodopa oder schnellfreisetzendem Levodopa/Carbidopa behandelt wurden
      • sollten sorgfältig überwacht werden
      • man nimmt an, dass diese Reaktionen durch das erhöhte Angebot von Dopamin im Gehirn ausgelöst werden
      • Anwendung des Arzneimittels kann ein Wiederauftreten bewirken und eine Dosisreduktion erforderlich machen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • bei entsprechend veranlagten Personen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten
  • intestinale Verabreichung
    • ein früherer chirurgischer Eingriff im oberen Teil des Abdomens kann zu Schwierigkeiten bei der Durchführung der Gastrostomie/Jejunostomie führen.
    • Berichte über Komplikationen in klinischen Studien sowie in der Phase nach Markteinführung schließen Bezoar, Ileus, Erosion/Geschwür an der Implantationsstelle, intestinale Hämorrhagie, intestinale Ischämie, intestinale Obstruktion, intestinale Perforation, Darminvagination, Pankreatitis, Peritonitis, Pneumoperitoneum und post-operative Wundinfektion ein
      • Bezoare sind zurückbehaltene Verdichtungen unverdaulicher Nahrungsbestandteile (z.B. nicht verdauliche Ballaststoffe aus Gemüse oder Früchten) im Verdauungstrakt
      • die meisten Bezoare befinden sich im Magen, können aber auch an anderen Stellen im Verdauungstrakt auftreten
      • ein Bezoar um die Spitze der Jejunalsonde kann als Hinweisstelle für einen Darmverschluss oder für die Bildung einer Invagination dienen
    • Abdominalschmerzen können ein Anzeichen der oben aufgezählten Komplikationen sein
    • einige Ereignisse können zu schwerwiegenden Folgen führen, wie z.B. Operation und/ oder Tod
      • Patienten sollte geraten werden, ihren Arzt in Kenntnis zu setzen, wenn irgendwelche Symptome auftreten, die mit obigen Ereignissen zusammenhängen
    • plötzliche oder allmähliche Verschlechterung der Bradykinesie kann auf eine Verstopfung der Applikations-Vorrichtung, aus welchem Grund auch immer, hinweisen und muss untersucht werden
    • Überwachung der Behandlung
      • plötzliche Verschlechterung der Behandlungsreaktion mit wieder auftretenden motorischen Fluktuationen sollte zu der Annahme führen, dass der distale Teil der
        Sonde sich vom Duodenum/Jejunum in den Magen verschoben hat
      • Lage der Sonde sollte mittels einer Röntgenaufnahme festgestellt und das Ende der Sonde wieder im Duodenum/Jejunum positioniert werden

Levodopa und Benserazid

  • pharmakogene extrapyramidale Reaktionen oder Chorea Huntington
    • nicht indiziert bei medikamentös induziertem Parkinson-Syndrom (Parkinson-ähnliche Krankheitserscheinungen, die durch bestimmte Arzneimittel ausgelöst werden)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • bei entsprechend veranlagten Personen können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten
  • Veränderungen des Blutbildes
    • Veränderungen des Blutbildes (hämolytische Anämie, Leukopenie und Thrombozytopenie) berichtet
    • Einzelfälle von Agranulozytose und Panzytopenie von Patienten mit Levodopa/Benserazid-Behandlung berichtet
      • Zusammenhang mit der Levodopa/Benserazid-Behandlung konnte weder belegt noch vollständig ausgeschlossen werden
    • Blutbild der Patienten sollte in der Einstellungsphase häufig und während der Dauer der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden
  • Patienten mit Herzinfarktanamnese, Herzrhythmusstörungen, vorbestehende Koronararterienerkrankung, koronaren Durchblutungsstörungen, Herzinsuffizienz oder Herzversagen
    • Vorsicht bei der Anwendung
    • Kreislauf- und EKG-Kontrollen sollen in der Einstellungsphase häufig und während der Dauer der Behandlung regelmäßig vorgenommen werden
  • Patienten mit Magen-Darm-Ulzera, Konvulsionen oder Osteomalazie in der Anamnese
    • sollten ärztlich besonders beobachtet werden
  • Patienten mit Weitwinkelglaukom
    • können vorsichtig mit Levodopa/Benserazid behandelt werden
      • Voraussetzung ist gute Kontrolle des Augeninnendrucks
    • regelmäßige Kontrollen des intraokulären Druckes empfohlen, da Levodopa theoretisch einen Anstieg des Augeninnendrucks verursachen kann
  • Hypotone orthostatische Kreislaufregulationsstörungen
    • gelegentlich beobachtet bei Patienten mit Risikofaktoren (z.B. ältere Patienten, gleichzeitige Einnahme von Blutdrucksenkern oder anderen Medikamenten mit orthostatischem Potenzial oderorthostatische Hypotonie in der Vorgeschichte
    • sorgfältige Überwachung dieser Patienten, besonders zu Beginn der Behandlung oder bei Dosissteigerungen
    • Kreislaufstörungen können in der Regel durch Dosisreduktion von Levodopa/Benserazid beherrscht werden
  • Gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Diarrh+APY
    • treten vor allem bei Behandlungsbeginn auf
    • können weitgehend durch Einnahme von Levodopa/Benserazid mit etwas Nahrung oder Flüssigkeit oder durch langsamere Dosissteigerung beherrscht werden
  • Depressionen
    • unter der Behandlung mit Levodopa/Benserazid können Depressionen auftreten
    • können jedoch bei Patienten mit Parkinson-Krankheit auch Teil des klinischen Krankheitsbildes sein
    • alle Patienten sollten sorgfältig auf psychische Veränderungen und Depressionen mit und ohne Suizidtendenzen überwacht werden
  • Syndrom einer Dopamin-Fehlregulation (Dopaminerges Dysregulations-Syndrom, DDS)
    • bei exzessiver Verabreichung von Levodopa entgegen dem medizinischen Rat und weit über den zur Behandlung der motorischen Störungen erforderlichen Dosen kann ein Syndrom einer Dopamin-Fehlregulation ausgelöst werden
    • kleine Untergruppe von Parkinson-Patienten leidet dann unter kognitiven und Verhaltensstörungen, die direkt der Einnahme zunehmend hoher Dosen des Arzneimittels zugeordnet werden können
  • Levodopa-Entzugssyndrom
    • Behandlung darf nicht plötzlich beendet werden
    • nach langjähriger Behandlung mit Präparaten, die Levodopa enthalten, kann ein plötzliches Absetzen von Levodopa/Benserazid zu einem malignen Levodopa-Entzugssyndrom (mit Hyperpyrexie, Muskelrigidität, gegebenenfalls psychischen Auffälligkeiten und einem Anstieg der Serumkreatin-Phosphokinase), in schweren Fällen kann es auch zu Myoglobinurie, Rhabdomyolyse und akutem Nierenversagen oder einer akinetischen Krise kommen
      • diese Zustände sind lebensbedrohlich
    • falls diese Symptome auftreten, muss der Patient überwacht und erforderlichenfalls stationär aufgenommen werden
      • geeignete symptomatische Behandlung muss eingeleitet werden, einschließlich einer möglichen Wiederaufnahme der Therapie mit Levodopa/Benserazid nach angemessener Prüfung
    • aus therapeutischen Gründen indizierte Levodopa-Pausen dürfen daher nur in der Klinik durchgeführt werden
  • Dyskinesien (z. B. choreiform oder athetotisch) im fortgeschrittenen Stadium der Behandlung
    • können in der Regel durch Dosisreduktion beherrscht werden
  • Fluktuationen im therapeutischen Ansprechen (,Freezing+ACY-quot,-, ,End-of-Dose+ACY-quot,- und ,ONOFF+ACY-quot,- Phänomene)
    • können nach Langzeitbehandlung auftreten
    • werden gewöhnlich durch Dosisanpassung und durch häufigere Gabe kleiner Dosen vermindert oder tolerabel
      • Versuch, die Dosis von Levodopa zur Verbesserung der therapeutischen Wirkung wieder anzuheben, kann dann stufenweise unternommen werden
  • Allgemeinanästhesie
    • im Falle einer Allgemeinanästhesie soll die Behandlung mit Levodopa/Benserazid so weit wie möglich bis zum Zeitpunkt der Operation fortgesetzt werden, außer wenn
      Halothan gegeben wird
    • Halothan
      • falls eine Allgemeinanästhesie mit Halothan benötigt wird, muss Levodopa/Benserazid 12 - 48 Stunden vor der Operation abgesetzt werden, da es bei der gleichzeitigen Verabreichung von Levodopa/Benserazid und Halothan zu Blutdruckschwankungen und/oder zu Arrhythmien kommen kann
    • nach der Operation kann die Therapie mit Levodopa/Benserazid wieder, mit langsam ansteigender Dosierung bis auf die Ausgangswerte vor der Operation, aufgenommen werden
  • Somnolenz und plötzlich auftretende Schlafattacken
    • Levodopa wurde mit Somnolenz und plötzlich auftretenden Schlafattacken in Verbindung gebrach
    • in sehr seltenen Fällen wurde über plötzlich auftretende Schlafattacken während der Aktivitäten des täglichen Lebens berichtet, welche in manchen Fällen unbewusst oder völlig unerwartet auftraten
    • Patienten müssen darüber informiert und darauf hingewiesen werden, während einer Behandlung mit Levodopa im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen vorsichtig zu sein
    • Patienten, bei denen Somnolenz und/oder plötzlich auftretende Schlafattacken aufgetreten sind
      • dürfen kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen
      • darüber hinaus sollte eine Dosisreduktion oder eine Beendigung der Therapie erwogen werden
  • Impulskontrollstörungen
    • Patienten sollten regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen überwacht werden
    • Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Dopaminagonisten und/oder anderen dopaminergen Substanzen, die Levodopa enthalten, einschließlich Levodopa/Benserazid, behandelt werden, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen auftreten können, einschließlich pathologischer Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang
    • Überprüfung der Behandlung wird empfohlen, wenn solche Symptome auftreten
  • Pyridoxin (Vitamin B6)
    • kann zusammen mit Levodopa/Benserazid gegeben werden, da die Anwesenheit des Decarboxylasehemmers vor der peripheren Umwandlung von Levodopa, die durch Pyridoxin gefördert wird, schützt
  • Narkose, Allgemeinanästhesie
    • im Falle einer Allgemeinanästhesie soll die Behandlung mit Levodopa/Benserazid so weit wie möglich bis zum Zeitpunkt der Operation fortgesetzt werden, außer wenn Halothan gegeben wird
    • Halothan
      • falls eine Allgemeinanästhesie mit Halothan benötigt wird, muss Levodopa/Benserazid 12 - 48 Stundenvor der Operation abgesetzt werden, da es bei der gleichzeitigen Verabreichung von Levodopa/Benserazid und Halothan zu Blutdruckschwankungen und/oder zu Arrhythmien kommen kann
      • wenn eine Notoperation erforderlich ist und Levodopa/Benserazid nicht abgesetzt wurde, Narkose mit Halothan vermeiden
    • nach der Operation kann die Therapie mit Levodopa/Benserazid wieder, mit langsam ansteigender Dosierung bis auf die Ausgangswerte vor der Operation, aufgenommen werden
  • Therapieunterbrechung
    • nach jeder längerfristigen Therapieunterbrechung sollte die Dosierung wieder schrittweise angepasst werden
    • in vielen Fällen kann der Patient jedoch rasch wieder auf seine vorherige therapeutische Dosierung eingestellt werden
  • gleichzeitige Anwendung von Antipsychotika mit Dopaminrezeptor-blockierenden Eigenschaften, insbesondere von D2-Rezeptorantagonisten
    • Vorsicht bei der Anwendung
    • Patient sollte sorgfältig im Hinblick auf einen Verlust der Antiparkinson-Wirkung oder einer Verschlechterung der Parkinson-Symptome überwacht werden
  • Laboruntersuchungen
    • während der Behandlung sollten regelmäßige Kontrollen des Blutbildes sowie der Leber-, Nieren-, und Herzfunktion durchgeführt werden
  • Diabetiker
    • bei Diabetikern sollen die Blutzuckerwerte öfter überprüft und die Dosierung der antidiabetischen Therapie an die Blutzuckerwerte angepasst werden
  • Malignes Melanom
    • epidemiologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Parkinson-Patienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein um das ca. 2- bis 6-fach erhöhtes Risiko haben, Melanome zu entwickeln
      • nicht bekannt, ob das erhöhte Risiko der Krankheit selbst oder anderen Faktoren, wie z.B. der Behandlung mit Levodopa, zuzuschreiben ist
    • Patienten und medizinisches Fachpersonal sollten bei einer Behandlung die Haut regelmäßig auf verdächtige Veränderungen hin untersuchen, die auf ein Melanom hinweisen können
    • die regelmäßigen Hautuntersuchungen sollten durch geeignete Fachkräfte (z.B. Dermatologen) erfolgen
  • Patienten mit stärker ausgeprägtem Restless-Legs-Syndrom und Patienten, die höhere Dosierungen von Levodopa/ Benserazid benötigen
    • Auftreten einer Augmentation kann die Langzeitanwendung von Levodopa/Benserazid begrenzen
  • Patienten < 25 Jahren
    • Erfahrung begrenzt
  • Verfärbung von Kleidung
    • Ausscheidung der Wirkstoffe in Urin, Speichel und Schweiß kann Flecken in der Kleidung verursachen, die nach dem Antrocknen nicht mehr entfernt werden können, weshalb die Flecken in frischem Zustand ausgewaschen werden sollten

Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levodopa und Decarboxylasehemmer - peroral

siehe Therapiehinweise

Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levodopa und Decarboxylasehemmer - peroral

Levodopa und Carbidopa

  • jeweilige Herstellerangaben beachten
    • kontraindiziert während der Schwangerschaft
    • Levodopa/Carbidopa während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Kontrazeption anwenden, nicht empfohlen, es sei denn, der Nutzen für die Mutter überwiegt die möglichen Risiken für den Fötus
      • im Einzelfal entscheiden, ob ein Absetzen der Therapie bei der Schwangeren verantwortet werden kann, weil es aufgrund der Schwere der unbehandelten Erkrankung möglicherweise zu einer ernsthaften Gefährdung der Patientin kommen kann
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • müssen während der Einnahme sichere Methoden zur Empfängnisverhütung anwenden
  • keine oder begrenzte Daten über die Anwendung von Levodopa/Carbidopa bei schwangeren Frauen vorliegend
  • potentielles Risiko für den Embryo oder Fötus nicht bekannt
  • tierexperimentelle Versuche
    • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
    • führte in präklinischen Untersuchungen zu pathologischen Veränderungen an inneren Organen und Skelett beim Kaninchen
  • Fertilität
    • in präklinischen Studien mit Carbidopa oder Levodopa allein wurden keine unerwünschten Reaktionen auf die Fertilität beobachtet
    • Fertilitätsstudien an Tieren in der Kombination von Levodopa und Carbidopa nicht durchgeführt

Levodopa und Benserazid

  • kontraindiziert in der Schwangerschaft
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • müssen während der Behandlung geeignete Maßnahmen zur Empfängnisverhütung ergreifen
  • bei Eintreten einer Schwangerschaft muss Levodopa/Benserazid unter schrittweiser Dosisreduktion abgesetzt werden
  • keine Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität für Levodopa und Benserazid beschrieben
  • Fertilität
    • keine Daten zum Einfluss von Levodopa/Benserazid auf die Fertilität vorliegend

Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levodopa und Decarboxylasehemmer - peroral

Levodopa und Carbidopa

  • kontraindiziert in der Stillzeit
  • ist Behandlung mit Levodopa/Carbidopa während der Stillzeit erforderlich, muss abgestillt werden
  • nur unzureichende Informationen über die Sicherheit von Levodopa/Carbidopa oder ihrer Metaboliten beim Neugeborenen/Säugling
  • Levodopa/Carbidopa hemmen die Prolaktinausschüttung und somit die Laktation
  • Levodopa
    • tritt in signifikanter Menge in die Muttermilch über
    • in einer Studie mit einer stillenden Mutter mit Parkinsonscher Erkrankung Ausscheidung von Levodopa in die Muttermilch beobachtet
  • Carbidopa
    • nicht bekannt, ob Carbidopa oder seine Metaboliten in die menschliche Muttermilch übergehen
    • tierexperimentelle Daten zeigen einen Übergang von Carbidopa in die Milch

Levodopa und Benserazid

  • kontraindiziert in der Stillzeit
  • ist eine Behandlung während der Stillzeit erforderlich, muss abgestillt werden
    • Auftreten von Skelettmissbildungen bei Säuglingen kann nicht ausgeschlossen werden
  • Levodopa
    • hemmt die Prolaktinausschüttung und somit die Laktation
  • Benserazid
    • nicht bekannt, ob Benserazid in die Muttermilch übergeht
    • bei heranwachsenden Tieren nach Gabe von Benserazid degenerative Skelettveränderungen

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Ausschleichend dosieren.

Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen nicht möglich.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

 

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Rechtliche Hinweise

Warnung

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