Lce HEXAL 200/50/200mg (175 St)

Hersteller HEXAL AG
Wirkstoff Wirkstoffkombination
Wirkstoff Menge Info
ATC Code N04BA03
Preis 179,02 €
Menge 175 St
Darreichung (DAR) FTA
Norm N3
Lce HEXAL 200/50/200mg (175 St)

Medikamente Prospekt

Levodopa200mg
(H)Cellulose, mikrokristallinHilfsstoff
(H)Croscarmellose, NatriumsalzHilfsstoff
(H)Eisen (III) oxidHilfsstoff
(H)GlycerolHilfsstoff
(H)HyproloseHilfsstoff
(H)HypromelloseHilfsstoff
(H)Lactose 1-WasserHilfsstoff
Lactose194mg
(H)Magnesium stearat (Ph. Eur.) [pflanzlich]Hilfsstoff
(H)Poloxamer 188Hilfsstoff
(H)Polysorbat 80Hilfsstoff
(H)Titan dioxidHilfsstoff
(H)Gesamt Natrium IonZusatzangabe<23 (23)mg
Gesamt Natrium Ion<1mmol
[Basiseinheit = 1 Stück]

Kontraindikation (absolut)



  • Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen oder einem der sonstigen Bestandteile
  • schwere Leberinsuffizienz
  • Engwinkelglaukom
  • Phäochromozytom
  • gleichzeitige Anwendung von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> mit nichtselektiven Monoaminoxidase-(MAO-A-und MAO-B-)Hemmern (z. B. Phenelzin, Tranylcypromin)
  • gleichzeitige Anwendung mit einem selektiven MAO-A- und einem selektiven MAO-B-Hemmer
  • malignes neuroleptisches Syndrom (MNS) und/oder atraumatische Rhabdomyolyse in der Anamnese

Art der Anwendung



  • Jede Tablette ist mit oder ohne eine Mahlzeit einzunehmen. Eine Tablette enthält eine Behandlungsdosis und darf nur als ganze Tablette eingenommen werden.

Dosierung



  • Die optimale tägliche Dosierung muss bei jedem Patienten mittels vorsichtiger Titration von Levodopa ermittelt werden. Die Tagesdosis sollte vorzugsweise unter Verwendung einer der verfügbaren sieben Tablettenstärken (50 mg/12,5 mg/200 mg, 75 mg/18,75 mg/200 mg, 100 mg/25 mg/ 200 mg, 125 mg/31,25 mg/200 mg, 150 mg/ 37,5 mg/200 mg, 175 mg/43,75 mg/200 mg oder 200 mg/50 mg/200 mg Levodopa/Carbidopa/Entacapon) optimiert werden.
  • Die Patienten sollten angewiesen werden, je Anwendung nur eine Tablette Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> einzunehmen. Bei Patienten, die weniger als 70 - 100 mg Carbidopa täglich erhalten, treten mit höherer Wahrscheinlichkeit Übelkeit und Erbrechen auf. Während die Erfahrung mit höheren Tagesgesamtdosen als 200 mg Carbidopa begrenzt ist, beträgt die empfohlene Tageshöchstdosis von Entacapon 2.000 mg, was für die Tablettenstärken 50 mg/12,5 mg/200 mg, 75 mg/18,75 mg/200 mg, 100 mg/25 mg/ 200 mg, 125 mg/31,25 mg/200 mg und 150 mg/37,5 mg/200 mg einer maximalen Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>-Dosis von 10 Tabletten täglich entspricht.
  • 10 Tabletten Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> 150 mg/37,5 mg/200 mg entsprechen einer Carbidopa-Tagesdosis von 375 mg. Entsprechend dieser Carbidopa-Tagesdosis wird für Levodopa/Carbidopa/ Entacapon HEXALArgA8-/sup> 175 mg/43,75 mg/200 mg eine maximale Tagesdosis von 8 Tabletten empfohlen und für Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> 200 mg/50 mg/200 mg eine maximale Tagesdosis von 7 Tabletten empfohlen.
  • Für gewöhnlich soll Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> bei Patienten angewendet werden, die bisher mit Standardpräparaten von Levodopa/DDC-Hemmer und Entacapon in entsprechenden Dosen behandelt wurden.
  • Umstellung von Patienten, die Levodopa/DDC-Hemmer (Carbidopa oder Benserazid) enthaltende Präparate und Entacapon-Tabletten anwenden, auf Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>
    • a. Patienten, die bisher mit Entacapon sowie Standardpräparaten von Levodopa/Carbidopa in Dosen behandelt wurden, die den Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>-Tablettenstärken entsprechen, können direkt auf die entsprechenden Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>-Tabletten umgestellt werden. Zum Beispiel kann ein Patient, der bisher viermal täglich eine Tablette Levodopa/Carbidopa 50 mg/12,5 mg zusammen mit einer Tablette Entacapon 200 mg eingenommen hat, eine Levodopa/Carbidopa/ Entacapon HEXALArgA8-/sup>-Tablette 50 mg/12,5 mg/200 mg viermal täglich anstelle seiner üblichen Levodopa/Carbidopa- und Entacapon-Dosen einnehmen.
    • b. Die Einleitung der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> bei Patienten, die bisher mit Entacapon und Levodopa/Carbidopa in Dosen behandelt wurden, die nicht Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> 50 mg/12,5 mg/200 mg (oder 75 mg/18,75 mg/200 mg oder 100mg/25 mg/200 mg oder 125 mg/31,25 mg/200 mg oder 150 mg/37,5 mg/200 mg oder 175 mg/ 43,75 mg/200 mg oder 200 mg/50 mg/200 mg) Tabletten entsprechen, sollte in Form einer sorgfältigen Titration der Dosierung von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> erfolgen, um ein optimales klinisches Ansprechen zu erreichen. Die Dosierung von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> sollte zu Beginn so gewählt werden, dass sie der bisher angewendeten Tages-Gesamtdosis von Levodopa möglichst nahe kommt.
    • c. Die Umstellung von Patienten, die bisher mit Entacapon und einem Standardpräparat von Levodopa/Benserazid behandelt wurden, sollte durch Absetzen von Levodopa/Benserazid am Abend und erster Anwendung von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> am darauffolgenden Morgen erfolgen. Die zu Beginn angewendete Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>-Dosis sollte die gleiche Levodopa-Menge oder etwas mehr (5 - 10%) aufweisen.
  • Umstellung von derzeit nicht mit Entacapon behandelten Patienten auf Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>
    • Bei einigen Patienten mit Morbus Parkinson und ,end-of-dose+ACY-quot,-Fluktuationen, die mit ihrer derzeitigen Behandlung mit Standardpräparaten von Levodopa/DDC-Hemmer nicht ausreichend stabilisiert sind, kann die Einleitung einer Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> in Dosen, die der bisherigen Behandlung entsprechen, erwogen werden.
    • Für Patienten mit vorbestehenden Dyskinesien oder einer Tagesdosis von mehr als 800 mg Levodopa wird eine direkte Umstellung der Behandlung auf Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> nicht empfohlen. Bei diesen Patienten ist anzuraten, die Behandlung mit einer separaten Gabe von Entacapon-Tabletten zu beginnen und die Levodopa-Dosis, falls erforderlich, anzupassen, bevor auf die Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> umgestellt wird.
    • Entacapon verstärkt die Wirkung von Levodopa. Es kann daher insbesondere bei Patienten mit vorbestehenden Dyskinesien erforderlich sein, die Levodopa-Dosis innerhalb der ersten Tage bis Wochen nach Aufnahme der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> um 10 - 30% zu reduzieren. Die Tagesdosis Levodopa kann je nach klinischem Zustand des Patienten durch eine Verlängerung der Dosierungsintervalle und/oder Verringerung der Levodopa-Menge pro Einzeldosis gesenkt werden.
  • Dosisanpassung im Behandlungsverlauf
    • Wird eine höhere Levodopa-Dosis erforderlich, sollte unter Berücksichtigung der Dosierungsempfehlungen eine Erhöhung der Anwendungshäufigkeit und/oder der Einsatz alternativer Dosisstärken von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> in Betracht gezogen werden.
    • Wird weniger Levodopa gebraucht, sollte die Tages-Gesamtdosis von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> entweder durch Verminderung der Anwendungshäufigkeit, d. h. Verlängerung der Abstände zwischen den Tabletteneinnahmen, oder durch Herabsetzen der Stärke von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> je Anwendung verringert werden.
    • Wenn andere Levodopa Präparate gleichzeitig mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>-Tabletten angewendet werden, sind die Empfehlungen zur Höchstdosis zu befolgen.
  • Absetzen der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>
    • Wenn eine Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> abgesetzt und der Patient auf Levodopa/DDC-Hemmer ohne Entacapon umgestellt werden soll, muss die Dosierung anderer Antiparkinson-Mittel, insbesondere von Levodopa, angepasst werden, um die Symptome der Parkinson-Krankheit ausreichend unter Kontrolle zu halten.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Sicherheit und Wirksamkeit von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
  • Ältere Patienten
    • Für ältere Patienten ist keine Dosisanpassung erforderlich.
  • Leberinsuffizienz
    • Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> soll bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz vorsichtig angewendet werden. Eine Dosisverringerung kann erforderlich sein. Bezüglich schwerer Leberinsuffizienz siehe Kategorie +ACY-quot,Kontraindikationstext (absolut)+ACY-quot,.
  • Niereninsuffizienz
    • Eine Niereninsuffizienz beeinflusst die Pharmakokinetik von Entacapon nicht. Über die Pharmakokinetik von Levodopa und Carbidopa bei Patienten mit Niereninsuffizienz liegen keine speziellen Studien vor.
    • Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> sollte bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, einschließlich Dialysepatienten, vorsichtig angewendet werden.

Indikation



  • Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> wird bei erwachsenen Patienten mit Morbus Parkinson eingesetzt, bei denen ,end-of-dose+ACY-quot,-Fluktuationen im Krankheitsbild auftreten, die durch eine Behandlung mit Levodopa und einem Dopadecarboxylase-Hemmer (DDC-Hemmer) nicht ausreichend stabilisiert sind.

Nebenwirkungen



  • a) Kurzgefasstes Sicherheitsprofil
    • Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen von Levodopa/Carbidopa/Entacapon sind: Dyskinesien bei etwa 19% der Patienten, gastrointestinale Symptome, einschließlich Übelkeit und Durchfall bei etwa 15% bzw. 12% der Patienten, Schmerzen von Muskeln, Skelettmuskulatur sowie Bindegewebe bei etwa 12% der Patienten, eine unbedenkliche rötlich-braune Verfärbung des Urins (Chromaturie) bei etwa 10% der Patienten. In klinischen Studien mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon oder Entacapon in Kombination mit Levodopa/DDC-Hemmer wurden als schwerwiegende Ereignisse gastrointestinale Blutungen (gelegentlich) und Angioödem (selten) identifiziert. Schwere Hepatitis mit vorwiegend cholestatischen Erscheinungen, Rhabdomyolyse und malignes neuroleptisches Syndrom können bei der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon auftreten, obwohl die Auswertung klinischer Studiendaten keine entsprechenden Fälle ergeben hat.
  • b) Auflistung der Nebenwirkungen
    • Die nachfolgend aufgelisteten Nebenwirkungen wurden sowohl anhand der Auswertung gepoolter Daten aus 11 doppelblinden Studien mit 3.230 Patienten (1.810 behandelt mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon oder Entacapon in Kombination mit Levodopa/DDC-Hemmer und 1.420 behandelt mit Placebo in Kombination mit Levodopa/DDC-Hemmer oder Cabergolin in Kombination mit Levodopa/DDC-Hemmer) als auch anhand der nach Markteinführung von Entacapon zur kombinierten Anwendung mit Levodopa/DDC-Hemmer erhobenen Daten ermittelt.
    • Die Nebenwirkungen sind entsprechend ihrer Häufigkeit geordnet, wobei die häufigste Nebenwirkung zuerst genannt wird. Folgende Häufigkeitsangaben wurden verwendet: Sehr häufig (>/= 1/10), häufig (>/= 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100), selten (= 1/10.000 bis < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar, da aus klinischen oder epidemiologischen Studien keine valide Schätzung abgeleitet werden kann).
    • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
      • Häufig: Anämie
      • Gelegentlich: Thrombozytopenie
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • Häufig: Gewichtsabnahme+ACo-, verminderter Appetit+ACo
    • Psychiatrische Erkrankungen
      • Häufig: Depression, Halluzinationen, Verwirrtheit+ACo-, ungewöhnliche Träume+ACo-, Angst, Schlaflosigkeit
      • Gelegentlich: Psychotische Episoden, Agitiertheit+ACo
      • Nicht bekannt: Suizidneigung, Dopamin-Dysregulationssyndrom
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • Sehr häufig: Dyskinesien+ACo
      • Häufig: Verstärkung der Parkinson-Symptome (z. B. bradykinetische Episoden)+ACo-, Tremor, On-off-Phänomen, Dystonie, mentale Beeinträchtigung (z. B. kognitive Dysfunktion, Demenz), Somnolenz, Benommenheit+ACo-, Kopfschmerzen
      • Nicht bekannt: Malignes neuroleptisches Syndrom+ACo
    • Augenerkrankungen
      • Häufig: Verschwommensehen
    • Herzerkrankungen
      • Häufig: Symptome der koronaren Herzkrankheit, außer Herzinfarkt (z. B. Angina pectoris)+ACoAKg-, unregelmäßiger Herzrhythmus
      • Gelegentlich: Herzinfarkt+ACoAKgA8-/li>
    • Gefäßerkrankungen
      • Häufig: Orthostatische Hypotonie, Hypertonie
      • Gelegentlich: Gastrointestinale Blutungen
    • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
      • Häufig: Dyspnoe
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
      • Sehr häufig: Diarrh+APYAKg-, Übelkeit+ACo
      • Häufig: Obstipation+ACo-, Erbrechen+ACo-, Dyspepsie, Abdominalschmerzen und - beschwerden+ACo-, Mundtrockenheit+ACo
      • Gelegentlich: Kolitis+ACo-, Dysphagie
    • Leber- und Gallenerkrankungen
      • Gelegentlich: Leberfunktionstests außerhalb der Norm+ACo
      • Nicht bekannt: Hepatitis mit vorwiegend cholestatischen Erscheinungen+ACo
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • Häufig: Hautausschlag+ACo-, vermehrtes Schwitzen
      • Gelegentlich: Verfärbungen, außer Urinverfärbungen (z. B. Haut, Nägel, Haare, Schweiß)+ACo
      • Selten: Angioödem
      • Nicht bekannt: Urtikaria+ACo
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • Sehr häufig: Schmerzen von Muskeln, Skelettmuskulatur sowie Bindegewebe+ACo
      • Häufig: Muskelkrämpfe, Gelenkschmerz
      • Nicht bekannt: Rhabdomyolyse+ACo
    • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
      • Sehr häufig: Verfärbung des Urins (Chromaturie)+ACo
      • Häufig: Harnwegsinfektionen
      • Gelegentlich: Harnverhalt
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • Häufig: Schmerzen im Brustkorb, periphere +ANY-deme, Stürze, Gangstörungen, Asthenie, Fatigue
      • Gelegentlich: Unwohlsein
    • AKg- Nebenwirkungen, die vorwiegend Entacapon zugeordnet werden oder häufiger unter Entacapon als unter Levodopa/DDC-Hemmer allein auftreten (Differenz der Häufigkeit mindestens 1% basierend auf den Daten der klinischen Studien). Siehe Abschnitt c).
    • AKgAq- Die Häufigkeitsangaben zum Herzinfarkt und Symptomen der koronaren Herzkrankheit (0,43% bzw. 1,54%) wurden aus 13 doppelblinden Studien ermittelt, bei welchen 2082 Patienten mit ,end-of-dose+ACY-quot,-Fluktuationen Entacapon erhielten.
  • c) Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
    • Nebenwirkungen, die vorwiegend Entacapon zugeordnet werden, oder häufiger unter Entacapon als unter Levodopa/DDC-Hemmer allein auftreten, sind in der Tabelle 1 im Abschnitt b) mit einem Stern bezeichnet. Einige dieser Nebenwirkungen hängen mit der erhöhten dopaminergen Aktivität zusammen (z. B. Dyskinesien, Übelkeit und Erbrechen) und treten meist zu Beginn der Behandlung auf. Das Herabsetzen der Levodopa-Dosis vermindert den Schweregrad und die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen. Von wenigen Nebenwirkungen ist bekannt, dass sie direkt dem Wirkstoff Entacapon zugeordnet werden können. Hierzu gehören Diarrhö und eine rötlich-braune Verfärbung des Urins. Entacapon kann in einigen Fällen auch Verfärbungen z. B. der Haut, der Nägel, der Haare sowie des Schweißes verursachen. Andere in der Tabelle 1 im Abschnitt b) mit einem Stern versehene Nebenwirkungen sind so gekennzeichnet, weil sie, basierend auf den Daten der klinischen Studien, häufiger unter Entacapon als unter Levodopa/DDC-Hemmer allein auftraten (Differenz der Häufigkeit mindestens 1%) oder als Nebenwirkungsmeldungen in Einzelfällen nach der Markteinführung von Entacapon erhalten wurden.
    • Selten traten unter Levodopa/Carbidopa Krampfanfälle auf, ein Kausalzusammenhang mit Levodopa/Carbidopa ist jedoch nicht gesichert.
    • Impulskontrollstörungen: Spielsucht/pathologisches Spielen, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Kaufsucht sowie Ess-Sucht und zwanghafte Nahrungsaufnahme können bei Patienten auftreten, die Dopamin-Agonisten und/oder dopaminerge Arzneimittel, die Levodopa enthalten, einschließlich Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>, anwenden.
    • Das Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) ist eine Suchterkrankung, die bei einigen mit Carbidopa/Levodopa behandelten Patienten beobachtet wurde. Betroffene Patienten zeigen einen zwanghaften Missbrauch des dopaminergen Arzneimittels mit Verwendung höherer Dosen als zur adäquaten Kontrolle von motorischen Symptomen der Parkinson-Krankheit erforderlich. Dies kann in einigen Fällen zu schweren Dyskinesien führen.
    • Die Einnahme von Entacapon in Kombination mit Levodopa wurde in Einzelfällen mit übermäßiger Schläfrigkeit während des Tages sowie mit Episoden plötzlicher Schlafanfälle in Zusammenhang gebracht.

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen



  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> wird für die Behandlung von arzneimittelinduzierten extrapyramidalen Reaktionen nicht empfohlen.
    • Eine Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> sollte bei Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit, einer schweren kardiovaskulären oder pulmonalen Erkrankung, Bronchialasthma, einer Nieren- oder endokrinen Erkrankung sowie bei Patienten mit peptischen Ulzera oder Krampfanfällen in der Anamnese vorsichtig erfolgen.
    • Bei Patienten mit anamnestisch bekanntem Myokardinfarkt und residualer Vorhof-, AV-Knoten- oder Kammerarrhythmie sollte während des Zeitraums der ersten Dosisanpassungen die Herzfunktion besonders engmaschig überwacht werden.
    • Alle mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> behandelten Patienten sollten im Hinblick auf die Entwicklung von mentalen Veränderungen, Depressionen mit Suizidneigung und anderen schweren Verhaltensauffälligkeiten sorgfältig kontrolliert werden. Patienten mit Psychosen, auch in der Vorgeschichte, sollten mit Vorsicht behandelt werden.
    • Die gleichzeitige Anwendung dopaminrezeptorenblockierender Antipsychotika, insbesondere D2-Rezeptor-Antagonisten, mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> sollte vorsichtig erfolgen und der Patient sollte engmaschig auf einen Verlust der Antiparkinson-Wirkung bzw. eine Verschlechterung der Parkinson-Symptome hin überwacht werden.
    • Patienten mit chronischem Weitwinkelglaukom können vorsichtig mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> behandelt werden, vorausgesetzt, dass der Augeninnendruck gut kontrolliert und der Patient sorgfältig auf Veränderungen des intraokularen Drucks hin überwacht wird.
    • Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> kann orthostatische Hypotonie hervorrufen. Bei Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, welche eine orthostatische Hypotonie hervorrufen können, ist Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> daher mit Vorsicht anzuwenden.
    • Entacapon in Kombination mit Levodopa ist bei Parkinson-Patienten mit Somnolenz und mit Episoden plötzlich eintretender Schlafanfälle in Zusammenhang gebracht worden. Daher ist beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.
    • In klinischen Studien traten dopaminerge Nebenwirkungen, z. B. Dyskinesien, häufiger bei Patienten auf, die Entacapon zusammen mit Dopamin-Agonisten (z. B. Bromocriptin), mit Selegilin oder mit Amantadin erhielten, verglichen mit Patienten, die Placebo in dieser Kombination erhielten. Die Dosierung anderer Antiparkinson-Mittel muss möglicherweise angepasst werden, wenn bei einem bisher nicht mit Entacapon therapierten Patienten die Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> begonnen wird.
    • In seltenen Fällen wurde bei Parkinson-Patienten Rhabdomyolyse nach schweren Dyskinesien oder malignem neuroleptischen Syndrom (MNS) beobachtet. Daher sollte jede abrupte Dosisminderung oder abruptes Absetzen von Levodopa engmaschig überwacht werden, insbesondere bei Patienten, die zusätzlich Neuroleptika erhalten. MNS, einschließlich Rhabdomyolyse und Hyperthermie, ist durch motorische Symptome (Rigor, Myoklonien, Tremor), mentale Veränderungen (z. B. Erregung, Verwirrung, Koma), Hyperthermie, Störungen des autonomen Nervensystems (Tachykardie, labiler Blutdruck) und erhöhte Spiegel der Serum-Kreatinphosphokinase gekennzeichnet. Im Einzelfall können jeweils nur einzelne dieser Symptome und/oder Befunde auffällig sein. Die frühe Diagnose ist wichtig für eine adäquate Behandlung des MNS. Nach abruptem Absetzen von Antiparkinson-Mitteln wurde über ein dem malignen neuroleptischen Syndrom ähnliches Syndrom mit Muskelsteifigkeit, erhöhter Körpertemperatur, mentalen Veränderungen und erhöhter Serum-Kreatinphosphokinase berichtet. Im Zusammenhang mit der Entacapon-Behandlung in kontrollierten Studien, bei denen Entacapon abrupt abgesetzt wurde, wurde weder über ein malignes neuroleptisches Syndrom noch über Rhabdomyolyse berichtet. Seit der Markteinführung wurde in Einzelfällen über ein malignes neuroleptisches Syndrom berichtet, insbesondere nach einer abrupten Dosisreduzierung oder Unterbrechung der Behandlung mit Entacapon und anderen dopaminergen Begleitmedikationen. Der Ersatz von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> durch Levodopa/DDC-Hemmer ohne Entacapon bzw. eine andere dopaminerge Medikation sollte langsam erfolgen, möglicherweise wird eine Erhöhung der Levodopa-Dosis erforderlich.
    • Wenn eine Vollnarkose erforderlich ist, kann die Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> so lange fortgesetzt werden, wie der Patient Flüssigkeit und Arzneimittel über den Mund einnehmen darf. Muss die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden, kann Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>, sobald die orale Einnahme von Arzneimitteln wieder möglich ist, in der gleichen Dosierung wie zuvor wieder angewendet werden.
    • Während einer längeren Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> wird eine regelmäßige Kontrolle der Leber und Nierenfunktion sowie der hämatopoetischen und kardiovaskulären Funktionen empfohlen.
    • Für Patienten, die eine Diarrhö entwickeln, wird eine Überwachung des Gewichtes empfohlen, um einen möglichen übermäßigen Gewichtsverlust zu vermeiden. Falls während der Behandlung mit Entacapon eine Diarrhö über einen längeren Zeitraum bzw. anhaltend auftritt, kann es sich um ein Anzeichen einer Kolitis handeln. Im Falle einer über einen längeren Zeitraum bzw. anhaltend auftretenden Diarrhö sollte das Arzneimittel abgesetzt und eine angemessene Behandlung sowie Untersuchung in Erwägung gezogen werden.
    • Die Patienten sollten regelmäßig auf das Auftreten von Impulskontrollstörungen hin überwacht werden. Patienten und ihre Betreuer sollten darüber informiert werden, dass als Impulskontrollstörungen Verhaltensweisen wie Spielsucht/pathologisches Spielen, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Kaufsucht sowie Ess-Sucht und zwanghafte Nahrungsaufnahme bei Patienten auftreten können, die Dopamin-Agonisten und/oder dopaminerge Arzneimittel, die Levodopa enthalten, einschließlich Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup>, anwenden. Falls solche Symptome auftreten, wird eine Überprüfung der Behandlung empfohlen.
    • Bei einigen Patienten wurde unter der Behandlung mit Carbidopa/Levodopa ein Dopamin-Dysregulationssyndrom (DDS) beobachtet. Hierbei handelt es sich um eine Suchterkrankung, die zu einer übermäßigen Anwendung des Arzneimittels führt. Vor Behandlungsbeginn müssen Patienten und Betreuer vor dem potenziellen Risiko der Entwicklung eines DDS gewarnt werden.
    • Bei Patienten, die innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums eine progrediente Anorexie, Asthenie und Gewichtsverlust entwickeln, ist eine umfassende medizinische Untersuchung einschließlich der Leberfunktion in Erwägung zu ziehen.
    • Levodopa/Carbidopa können zu falsch-positivem Ketonnachweis bei Teststreifen-Untersuchungen des Urins führen. Durch Kochen der Urinprobe wird diese Reaktion nicht verändert. Bei Einsatz von Glukose-Oxidase-Methoden besteht die Möglichkeit falsch-negativer Ergebnisse hinsichtlich Glukosurie.
    • Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> enthält Lactose und Natrium
      • Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen.
      • Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d. h., es ist nahezu ,natriumfrei+ACY-quot,.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Andere Antiparkinson-Mittel
      • Bisher liegen keine Hinweise auf Wechselwirkungen vor, die einer gleichzeitigen Anwendung von Standard-Antiparkinson-Mitteln mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> entgegenstehen würden. Hoch dosiertes Entacapon kann die Resorption von Carbidopa beeinflussen. Jedoch wurde unter dem empfohlenen Dosierungsschema (200 mg Entacapon bis zu 10-mal täglich) keine Wechselwirkung von Entacapon mit Carbidopa beobachtet. Wechselwirkungen zwischen Entacapon und Selegilin wurden in Mehrfachdosisstudien an Parkinson-Patienten untersucht, die mit Levodopa/DDC-Hemmer behandelt wurden, Wechselwirkungen wurden nicht verzeichnet. Bei gemeinsamer Anwendung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> darf die Tagesdosis von Selegilin 10 mg nicht überschreiten.
    • Bei der gleichzeitigen Anwendung folgender Arzneimittel mit einer Levodopa-Therapie ist Vorsicht geboten:
      • Antihypertonika
        • Wenn Levodopa der Behandlung von Patienten, die bereits Antihypertonika erhalten, hinzugefügt wird, kann es zu symptomatischer orthostatischer Hypotonie kommen. Eine Dosisanpassung des Antihypertonikums kann erforderlich werden.
      • Antidepressiva
        • In seltenen Fällen wurden bei gleichzeitiger Anwendung von trizyklischen Antidepressiva und Levodopa/Carbidopa Nebenwirkungen einschließlich Hypertonie und Dyskinesie berichtet. Wechselwirkungen zwischen Entacapon und Imipramin sowie zwischen Entacapon und Moclobemid wurden in Einzeldosisstudien an gesunden Probanden untersucht.
        • Es wurden keine pharmakodynamischen Wechselwirkungen beobachtet. Eine beträchtliche Anzahl von Parkinson-Patienten wurde mit der Kombination aus Levodopa, Carbidopa und Entacapon zusammen mit verschiedenen Arzneimitteln einschließlich MAO-A-Hemmern, trizyklischen Antidepressiva, Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmern wie Desipramin, Maprotilin und Venlafaxin sowie Substanzen, die durch COMT metabolisiert werden (z. B. solche, die eine Katecholgruppe besitzen, Paroxetin), behandelt. Es wurden keine pharmakodynamischen Wechselwirkungen verzeichnet. Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> ist dennoch Vorsicht geboten.
      • Sonstige Arzneimittel
        • Dopaminrezeptor-Antagonisten (z. B. einige Antipsychotika und Antiemetika), Phenytoin und Papaverin können die therapeutische Wirkung von Levodopa herabsetzen. Patienten, die solche Arzneimittel zusammen mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> einnehmen, sollten engmaschig auf einen Verlust des therapeutischen Ansprechens hin überwacht werden.
        • Aufgrund der in-vitro-Affinität von Entacapon zu Cytochrom P450 2C9 kann es potenziell zu Wechselwirkungen zwischen Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> und Wirkstoffen kommen, deren Metabolisierung von diesem Isoenzym abhängig ist, wie z. B. S-Warfarin. In einer Interaktionsstudie an gesunden Probanden veränderte Entacapon jedoch nicht die Plasmaspiegel von S-Warfarin, während die AUC von R-Warfarin im Mittel um 18% (90% Konfidenzintervall 11% - 26%) erhöht war. Die INR-Werte erhöhten sich im Mittel um 13% (90% Konfidenzintervall 6% - 19%). Daher wird bei mit Warfarin behandelten Patienten zu Beginn der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> eine Kontrolle der INR-Werte empfohlen.
      • Sonstige Wechselwirkungen
        • Die Resorption von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> kann, da Levodopa mit bestimmten Aminosäuren konkurriert, bei einigen Patienten mit hoch eiweißreicher Ernährung eingeschränkt sein.
        • Levodopa und Entacapon können im Magen-Darm-Trakt Chelatkomplexe mit Eisen bilden. Daher müssen Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> und Eisenpräparate im Abstand von mindestens 2 bis 3 Stunden eingenommen werden.
      • In-vitro-Daten
        • Entacapon wird von Humanalbumin an der Bindungsstelle II gebunden, die auch verschiedene andere Arzneimittel wie z. B. Diazepam und Ibuprofen bindet. Aufgrund von in-vitro-Studien ist keine signifikante Verdrängung zu erwarten, wenn diese Arzneimittel in therapeutischen Dosen angewendet werden. Dementsprechend liegen bis dato keine Hinweise auf derartige Wechselwirkungen vor.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Die Einnahme von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> kann großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Die Kombination von Levodopa, Carbidopa und Entacapon kann Benommenheit und orthostatische Symptome hervorrufen. Daher ist beim Führen von Fahrzeugen und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.
    • Patienten, die mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> behandelt werden und bei denen Somnolenz oder Episoden plötzlich eintretender Schlafanfälle auftreten, müssen darauf hingewiesen werden, dass sie kein Fahrzeug führen oder keinen anderen Tätigkeiten nachgehen dürfen, bei denen sie sich selbst oder andere aufgrund verminderter Aufmerksamkeit dem Risiko schwerer Verletzungen oder des Todes aussetzen (z. B. beim Bedienen von Maschinen).
    • Sie dürfen erst dann wieder ein Fahrzeug führen oder solche Tätigkeiten wieder aufnehmen, wenn diese Episoden nicht mehr auftreten.
  • Überdosierung
    • Seit der Markteinführung wurde in Einzelfällen von Überdosierungen berichtet. Die höchsten in diesem Zusammenhang genannten Tagesdosen betrugen wenigstens 10.000 mg Levodopa und 40.000 mg Entacapon. Die akuten Symptome und Anzeichen solcher Überdosierungen umfassten Agitation, Verwirrtheit, Koma, Bradykardie, ventrikuläre Tachykardie, Cheyne-Stokes-Atmung, Verfärbungen der Haut, Zunge und Bindehaut sowie Urinverfärbung. Die Behandlung einer akuten Überdosierung von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> entspricht weitestgehend derjenigen einer akuten Überdosierung von Levodopa. Pyridoxin ist jedoch zur Umkehrung der Wirkungen von Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> nicht wirksam. Es wird zu einer stationären Aufnahme und Anwendung allgemeiner unterstützender Maßnahmen sowie unverzüglicher Magenspülung und wiederholten Anwendungen von Aktivkohle geraten. Dadurch kann die Elimination von Entacapon - vor allem durch eine Verminderung der Resorption/Rückresorption aus dem Gastrointestinaltrakt - beschleunigt werden. Die
      Funktionsfähigkeit des Atmungs-, Kreislauf- und Nierensystems ist engmaschig zu überwachen und es sollten geeignete unterstützende Maßnahmen ergriffen werden. Eine EKG-Überwachung sollte eingeleitet und der Patient genau auf eine mögliche Entwicklung von Arrhythmien hin überwacht werden. Falls erforderlich, ist eine antiarrhythmische Behandlung einzuleiten. Die Möglichkeit, dass der Patient neben Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> noch weitere Arzneimittel eingenommen hat, ist in Erwägung zu ziehen.
    • Über den Nutzen einer Dialyse bei der Behandlung einer Überdosierung ist nichts bekannt.

Kontraindikation (relativ)



keine Informationen vorhanden

Schwangerschaftshinweise



  • Es liegen keine hinreichenden Daten für die Verwendung der Kombination aus Levodopa, Carbidopa und Entacapon bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität der einzelnen Wirkstoffe gezeigt. Das mögliche Risiko für den Menschen ist nicht bekannt. Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn, der Nutzen für die Mutter überwiegt die möglichen Risiken für den Fetus.
  • Fertilität
    • In präklinischen Studien wurden bei alleiniger Verabreichung von Entacapon, Levodopa oder Carbidopa keine nachteiligen Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet. Fertilitätsstudien bei Tieren mit der Kombination aus Entacapon, Levodopa und Carbidopa wurden nicht durchgeführt.

Stillzeithinweise



  • Levodopa geht in die menschliche Muttermilch über. Es wurde nachgewiesen, dass die Milchbildung während einer Behandlung mit Levodopa unterdrückt wird. Carbidopa und Entacapon gingen bei Tieren in die Milch über, jedoch ist nicht bekannt, ob dies auch beim Menschen der Fall ist. Über die Sicherheit von Levodopa, Carbidopa oder Entacapon bei Säuglingen ist nichts bekannt. Frauen dürfen während der Behandlung mit Levodopa/Carbidopa/Entacapon HEXALArgA8-/sup> nicht stillen.

Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung.

Ausschleichend dosieren.

Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen nicht möglich.

Die Anwendung in der Schwangerschaft darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung im 3. Trimenon der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

Die Anwendung in der Stillzeit darf oder sollte nicht erfolgen.

 

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