Lactulose Aiwa 670mg/ml (200 ml)

Hersteller T & D Pharma GmbH
Wirkstoff Lactulose
Wirkstoff Menge 670 mg
ATC Code A06AD11
Preis 4,73 €
Menge 200 ml
Darreichung (DAR) LSE
Norm N1
Lactulose Aiwa 670mg/ml (200 ml)

Medikamente Prospekt

Lactulose670mg
(H)D-TagatoseHilfsstoff<27 (27)mg
(H)EpilactoseHilfsstoff<67 (67)mg
(H)FructoseHilfsstoff<7 (7)mg
(H)GalactoseHilfsstoff<100 (100)mg
(H)LactoseHilfsstoff<67 (67)mg
(H)Wasser, für InjektionszweckeHilfsstoff
(H)Gesamt KohlenhydrateZusatzangabe0.014BE
[Basiseinheit = 1 Milliliter]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lactulose - peroral

  • Überempfindlichkeit gegen Lactulose
  • Ileus, Darmperforation oder Risiko einer Darmperforation
  • Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz
  • Patienten mit einer seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, z.B. Galactosämie

Art der Anwendung



  • verdünnt oder unverdünnt einnehmen
  • Sirup in einem Schluck einnehmen, nicht über längere Zeit im Mund behalten
  • als tägliche Einzeldosis (immer zur gleichen Tageszeit, z.B. zum Frühstück) oder in zwei unterteilten Dosen unter Verwendung des Messbechers
  • ausreichend Flüssigkeit während Therapie zu sich nehmen (1,5 - 2 l / Tag)
  • Patienten mit portokavaler Enzephalopathie
    • gleichzeitige Anwendung anderer Laxanzien vermeiden, da dadurch die Dosis der einzelnen Medikamente nicht angepasst werden kann

Dosierung



Basiseinheit: 1 ml Sirup enthält 0,67 g Lactulose

  • Obstipation, portokavale Enzephalopathie
    • Einnahme als tägliche Einzeldosis oder in zwei unterteilten Dosen
    • Dosierung gerichtet nach den individuellen Bedürfnissen des Patienten
    • Dosisanpassung entsprechend dem klinischen Ansprechen
    • Initialdosis kann nach angemessenem Behandlungseffekt individuell eingestellt werden
      (Erhaltungsdosis)
    • Behandlungsdauer: nach den Symptomen gerichtet
    • bei einigen Patienten sind mehrere Behandlungstage (2 - 3 Tage) nötig, bevor eine angemessene Wirkung einsetzt
    • Obstipation
      • Erwachsene und Jugendliche > 14 Jahre
        • initial: 15 - 45 ml Sirup (10 - 30 g Lactulose)
        • Erhaltungsdosis: 15 - 30 ml Sirup (10 - 20 g Lactulose)
      • Kinder (7 - 14 Jahre)
        • initial: 15 ml Sirup (10 g Lactulose)
        • Erhaltungsdosis: 10 - 15 ml Sirup (7 - 10 g Lactulose)
      • Kinder (1 - 6 Jahre)
        • initial: 5 - 10 ml Sirup (3 - 7 g Lactulose)
      • Neugeborene
        • initial: bis zu 5 ml Sirup (bis zu 3 g Lactulose)
      • Dosisreduzierung bei Auftreten von Diarrhoe erforderlich
    • Therapie der portokavalen Enzephalopathie
      • initial: 30 - 50 ml Sirup 3mal / Tag (60 - 100 g Lactulose / Tag)
      • Dosis so anpassen, dass 2 - 3 weiche Stühle / Tag erreicht werden
      • pH-Wert der Stühle sollte zwischen 5,0 und 5,5 liegen

Dosisanpassung

  • Kinder (0 - 18 Jahre)
    • Unbedenklichkeit und Wirksamkeit noch nicht nachgewiesen
    • Verwendung unter ärztlicher Aufsicht
  • ältere Patienten
    • keine speziellen Dosierempfehlungen
    • periodische Kontrolle der Elektrolyte durchführen bei Behandlungsdauer > 6 Monate
  • Nieren- oder Leberinsuffizienz
    • keine speziellen Dosierempfehlungen
  • Patienten mit gastrokardialem Syndrom (Roemheld-Syndrom)
    • Dosis verringern oder Behandlung abbrechen bei Symptomen wie Meteorismus oder Blähsucht

Indikation



  • Symptomatische Behandlung von Obstipation
  • Behandlung der portokavalen Enzephalopathie

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lactulose - peroral

  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Flatulenz, Meteorismus
      • abdominale Schmerzen
      • Nausea
      • Erbrechen
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Störung im Elektrolythaushalt aufgrund von Diarrhoe

Kinder und Jugendliche:

  • zu erwarten dass das Sicherheitsprofil für Kinder und Jugendliche ähnlich wie bei Erwachsenen ist

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lactulose - peroral

  • Arzt konsultieren
    • bei schmerzhaften abdominalen Symptomen unbestimmter Ursache vor Beginn der Behandlung,
    • wenn nach mehreren Tagen kein therapeutischer Effekt eingetreten ist
  • während einer Therapie mit Laxantien sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (1,5 - 2 Liter, entsprechend 6 - 8 Gläser) im Laufe eines Tages geachtet werden
  • Lactulose sollte nicht angewendet werden bei
    • akut-entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen
    • Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes
  • Störungen des Elektrolythaushaltes
    • bei langfristigen Einnahmen von Lactulose in einer Dosierung, die zu anhaltenden dünnen Stühlen führt, muss mit Störungen des Elektrolythaushaltes gerechnet werden
  • Patienten mit Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Lactulose nicht einnehmen, da Lactulose synthesebedingt Galactose und Lactose enthält
  • Lactulose sollte Patienten mit einer Lactoseintoleranz nur mit Vorsicht verabreicht werden
  • Patienten mit Diabetes mellitus
    • Wirkstoff enthält verdauliche Kohlenhydrate z.B. Fructose, Galactose, Lactose
    • entsprechende BE bei Patienten mit Diabetes mellitus berücksichtigen
  • Kinder und Jugendliche
    • Anwendung von Laxantien bei Kindern sollte die Ausnahme bleiben und medizinisch überwacht werden
    • beachten, dass der Defäkationsreflex während der Behandlung gestört sein kann
    • insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern das autosomalrezessiv erbliche Fructose-Intoleranz-Syndrom ausschließen
      • hierbei führt der unvollständige Abbau zur Fructosämie und -urie, zu Hypoglykämien und hypoglykämischen Leber-, Nieren und Gehirnschäden

Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lactulose - peroral

siehe Therapiehinweise

Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lactulose - peroral

  • Lactulose kann während der Schwangerschaft angewendet werden
  • Fertilität
    • keine Effekte auf die Fertilität zu erwarten, da die systemische Aufnahme von Lactulose vernachlässigbar ist

Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Lactulose - peroral

  • Lactulose kann während der Stillzeit angewendet werden

Einschleichend dosieren.

Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.

Die Anwendung in der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung im 3. Trimester der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.

Die Anwendung in der Stillzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

Bedingt erstattungsfähig für Erwachsene gem. § 34 Abs. 1 Satz 2 SGB V in Verbindung mit Arzneimittelrichtlinie § 12 sowie Anlage I bei folgenden Indikationen: Lactulose und Lactitol nur zur Senkung der enteralen Ammoniakresorption bei Leberversagen im Zusammenhang mit der hepatischen Enzephalopathie. Die Regelung gilt nicht für versicherte Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und versicherte Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

 

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Rechtliche Hinweise

Warnung

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