L Thyroxin 150 Henning (100 St)

Hersteller Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Wirkstoff Levothyroxin
Wirkstoff Menge 0,14587 mg
ATC Code H03AA01
Preis 16,8 €
Menge 100 St
Darreichung (DAR) TAB
Norm N3
L Thyroxin 150 Henning (100 St)

Medikamente Prospekt

Levothyroxin145.87AtQ-g
(H)Cellulose, mikrokristallinHilfsstoff
(H)Dinatrium thiosulfatHilfsstoff
(H)MaisstärkeHilfsstoff
(H)Maisstärke, vorverkleistertHilfsstoff
(H)Natrium carbonatHilfsstoff
(H)Rizinusöl, hydriertHilfsstoff
(H)Silicium dioxid, hochdispersHilfsstoff
[Basiseinheit = 1 Stück]

Kontraindikation (absolut), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levothyroxin-Natrium - peroral

  • Überempfindlichkeit gegen Levothyroxin-Natrium
  • unbehandelte Hyperthyreose
  • unbehandelte adrenale Insuffizienz (Nebenniereninsuffizienz ohne entsprechende Corticosteroid-Substitution)
  • unbehandelte hypophysäre Insuffizienz, sofern diese eine therapiebedürftige adrenale Insuffizienz zur Folge hat
  • akuter Myokardinfarkt
  • akute Myokarditis
  • akute Pankarditis
  • während einer Schwangerschaft ist die gleichzeitige Einnahme von Levothyroxin und einem Thyreostatikum kontraindiziert

Art der Anwendung



  • Einnahme der gesamten Tagesdosis morgens nüchtern mind. eine halbe Stunde vor dem Frühstück unzerkaut mit Flüssigkeit
  • Kinder erhalten gesamte Tagesdosis mind. eine halbe Stunde vor der ersten Tagesmahlzeit, Tabletten können auch in suspendierter Form verabreicht werden (hierzu Tablette in etwas Wasser (10 bis 15 ml) zerfallen lassen und die entstehende feine Verteilung (für jede Einnahme frisch zubereiten!-) mit etwas weiterer Flüssigkeit (5 bis 10 ml) verabreichen
  • Einnahme mind. 4 - 5 Stunden vor der Einnahme von Ionenaustauscherharzen (wie Colestyramin, Colestipol oder Calcium- und Natriumsalze der Polystyrolsulfonsäure)
  • Einnahme mind. 2 Stunden vor der Einnahme von aluminiumhaltigen, magensäurebindenden Arzneimitteln (Antazida, Sucralfate), eisenhaltigen Arzneimitteln und Calciumcarbonat

Dosierung



  • Erwachsene:
    • Hypothyreose:
      • initial: 25 - 50 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / Tag
      • Dosissteigerung in 2- bis 4-wöchigen Abständen um 25 - 50 +ALU-g
      • anschließend: 100 - 200 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / Tag
      • Anwendungsdauer: meist zeitlebens
    • Prophylaxe einer Rezidivstruma:
      • 75 - 200 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / Tag
      • Anwendungsdauer: einige Monate - zeitlebens
    • Benigne Struma mit euthyreoter Funktionslage
      • 75 - 200 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / Tag
      • Anwendungsdauer:
        • 6 Monate - 2 Jahre
        • falls kein Behandlungserfolg in dieser Zeit: andere Therapiemöglichkeiten erwägen
    • Nach Thyreoidektomie wegen Schilddruesenmalignom:
      • 150 - 300 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / Tag
      • Anwendungsdauer: meist zeitlebens
    • Schilddrüsensuppressionsszintigramm:
      • 150 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / Tag
      • 1 Tablette (150 +ALU-g Levothyroxin-Natrium) / Tag
      • Anwendungsdauer: 14 Tage bis zur Durchführung des Szintigramms
  • Kinder:
    • angeborene und erworbene Hypothyreose:
      • Erhaltungsdosis im Allgemeinen: 100 - 150 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / m2 Körperoberfläche / Tag
    • Neugeborene und Kinder mit angeborener Hypothyreose, die eine rasche Substitution
      erfordert:
      • 10 - 15 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / kg Körpergewicht / Tag für die ersten 3 Monate
      • anschließend individuelle Dosierung anhand der klinischen Befunde und der Schilddrüsenhormon- und TSH-Werte
    • Kindern mit erworbener Hypothyreose
      • Anfangsdosis: 12,5 - 50 +ALU-g Levothyroxin-Natrium / Tag
      • individuelle Dosiserhöhung anhand der klinischen Befunde und der Schilddrüsenhormon- und TSH-Werte, schrittweise alle 2 - 4 Wochen bis die zur kompletten Substitution erforderliche Dosis erreicht ist

Dosisanpassung

  • erhaltene Restfunktion der Schilddruese:
    • geringere Substitutionsdosis kann ausreichend sein
  • ältere Patienten:
    • niedrige Initialdosis
    • langsame Dosissteigerung in größeren Zeitabständen unter häufigen Schilddrüsenhormonkontrollen
  • Patienten mit koronarer Herzerkrankung:
    • niedrige Initialdosis
    • langsame Dosissteigerung in größeren Zeitabständen unter häufigen Schilddruesenhormonkontrollen
  • Patienten mit schwerer oder lang bestehender Schilddruesenunterfunktion:
    • niedrige Initialdosis
    • langsame Dosissteigerung in größeren Zeitabständen unter häufigen Schilddruesenhormonkontrollen
  • niedriges Körpergewicht: erfahrungsgemäß geringere Dosis ausreichend
  • großes Struma nodosa: erfahrungsgemäß geringere Dosis ausreichend
  • Während und nach Beendigung einer sojahaltigen Ernährung:
    • engmaschige Kontrolle der Serumspiegel von T4 und TSH
    • ggf. Dosisanpassung erforderlich

Indikation



  • Schilddrüsenhormonsubstitution bei Hypothyreose jeglicher Genese
  • Prophylaxe einer Rezidivstruma nach Resektion einer Struma mit euthyreoter Funktionslage
  • Benigne Struma mit euthyreoter Funktionslage
  • Suppressions- und Substitutionstherapie bei Schilddrüsenmalignom, vor allem nach Thyreoidektomie.
  • Schilddrüsensuppressionstest

Nebenwirkungen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levothyroxin-Natrium - peroral

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen), z.B. an der Haut (u.a. Ausschlag, Urtikaria, Pruritus) und im Bereich der Atemwege, +ANY-deme
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hyperthyreose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gesteigerter Appetit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schlaflosigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nervosität
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • innere Unruhe
      • Erregbarkeit
      • Agitiertheit
      • Angstgefühle
      • Affektlabilität
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pseudotumor cerebri (besonders bei Kindern)
      • benigne intrakranielle Hypertonie (besonders bei Kindern)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Tremor
      • Krampfanfälle
  • Herzerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Herzklopfen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tachykardie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Herzrhythmusstörungen
      • pektanginöse Beschwerden
      • Herzinsuffizienz
      • Myokardinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hitzegefühl mit Hautrötung
      • Blutdruckerhöhung
      • Kreislaufkollaps bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bauchschmerzen
      • Übelkeit
      • Diarrh+APY
      • Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ausschlag
      • Urtikaria
      • Hyperhidrosis
      • Haarausfall
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelschwäche
      • Muskelkrämpfe
      • Osteoporose unter suppressiven Levothyroxin-Dosen, insbesondere bei postmenopausalen Frauen, hauptsächlich bei einer Behandlung über einen langen Zeitraum
      • Kinder
        • Überdosierung kann bei Kindern zu vorzeitigem Verschluss der Epiphysen mit daraus resultierender verminderter Körpergröße führen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Menstruationsstörungen
      • Unfruchtbarkeit
  • Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Säuglinge
        • Überdosierung kann bei Säuglingen zu Kraniosynostosis führen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hitzeunverträglichkeit, Temperatur-Intoleranz
      • Müdigkeit
      • Fieber
      • Fieberanfälle
      • Schilddrüsenkrisen nach massiver oder chronischer Intoxikation (Folge: Herzrhythmusstörungen, Herzinsuffizienz, Koma und Tod)
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • (starke) Gewichtsabnahme
      • Verminderung der Knochendichte

Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levothyroxin-Natrium - peroral

  • Laborüberwachung
    • Levothyroxin hat eine geringe therapeutische Breite
    • angemessene Dosierung von Levothyroxin beruht auf klinischer Beurteilung und Laboruntersuchungen von Schilddrüsenfunktionstests
    • in der Anfangsphase der Auftitration vorsichtige Dosissteigerung und Überwachung notwendig, um Folgen von Unter- und Überdosierung zu vermeiden
    • Symptome einer Überdosierung von Levothyroxin sind im Wesentlichen die einer endogenen Thyreotoxikose
  • vor Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie sollten folgende Krankheiten ausgeschlossen bzw. behandelt werden
    • koronare Herzkrankheit
    • Angina pectoris
    • Hypertonie
    • Hypophysen- bzw. Nebennierenrindeninsuffizienz
    • Schilddrüsenautonomie
    • vor der Durchführung eines Schilddrüsensuppressionstests oben genannte Krankheiten zzgl. Arteriosklerose bzw. Zustände ebenfalls ausschließen bzw. behandeln, mit Ausnahme der Schilddrüsenautonomie, die der Grund für die Durchführung des Suppressionstests sein kann
  • EKG vor Therapiebeginn
    • ein vor Therapiebeginn geschriebenes EKG ist sinnvoll, da hypothyreosebedingte Veränderungen als Hinweise auf eine Ischämie fehlinterpretiert werden können
  • Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Myokardinsuffizienz und Hypertonie
    • Vorsicht bei der Anwendung
  • bei koronarer Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder tachykarden Herzrhythmusstörungen, lange bestehender Hypothyreose oder bei Patienten, die bereits einen Myokardinfarkt erlitten haben
    • auch leichtere medikamentös induzierte Hyperthyreosen unbedingt vermeiden
    • in diesen Fällen häufigere Kontrollen der Schilddrüsenhormonparameter durchführen
  • ältere Patienten und Patienten mit schwerer, bereits seit langem bestehender Hypothyreose
    • einschleichender Therapiebeginn
    • besondere Vorsicht
      • bei Vorliegen von Symptomen einer Myokardinsuffizienz
      • bei EKG-Hinweisen auf einen Myokardinfarkt
  • bei sekundärer Hypothyreose
    • abklären, ob gleichzeitig eine Nebennierenrindeninsuffizienz vorliegt
    • ggf. muss diese zunächst substituiert werden (Hydrocortison)
  • Patienten mit Nebennierenrindeninsuffizienz oder hypophysärer Insuffizienz
    • ohne ausreichende Versorgung mit Kortikosteroiden kann die Schilddrüsenhormontherapie bei Patienten mit Nebennierenrindeninsuffizienz oder hypophysärer Insuffizienz eine Addison-Krise auslösen
  • Patienten mit Myxödem
    • weisen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Schilddrüsenhormonen auf
    • niedrige Anfangsdosis mit langsamer Dosissteigerung sollte gewählt werden
  • bei Verdacht auf Autonomie der Schilddrüse
    • TRH-Test oder Suppressionsszintigramm empfohlen
  • Osteoporoserisiko
    • subklinische Hyperthyreose kann mit einem Verlust an Knochenmasse einhergehen
    • zur Minimierung des Osteoporoserisikos sollte die Dosierung von Levothyroxin-Natrium auf die niedrigst mögliche wirksame Konzentration titriert werden
  • bei der Levothyroxin-Therapie hypothyreoter postmenopausaler Frauen, die ein erhöhtes Osteoporoserisiko aufweisen
    • Dosistitration von Levothyroxin-Natrium auf die niedrigste wirksame Dosis
    • Schilddrüsenfunktion sollte häufiger kontrolliert werden (zur Vermeidung supraphysiologischer Blutspiegel von Levothyroxin)
  • Patienten mit Risiko für psychotische Störungen
    • bei Einleitung einer Therapie mit Schilddrüsenhormonen empfohlen, mit einer niedrigen Levothyroxin-Dosis zu beginnen und die Dosierung bei Therapiebeginn langsam zu steigern
    • Überwachung des Patienten angezeigt
      • sollten Anzeichen für psychotische Störungen auftreten, Anpassung der Levothyroxin-Dosierung erwägen
  • hyperthyreote Zustände
    • außer als begleitende Substitutionsbehandlung während einer thyreostatischen Therapie wegen Hyperthyreose sollte Levothyroxin bei hyperthyreoten Zuständen nicht angewendet werden
  • Patienten mit Diabetes und Diabetes insipidus
    • besondere Vorsicht
    • Schilddrüsensubstitutionstherapie kann zu einem Anstieg der Dosierungsanforderungen von Insulin oder anderen antidiabetischen Therapien führen, Dosierung des blutzuckersenkenden Arzneimittels ggf. anpassen
  • Patienten, die gleichzeitig Levothyroxin und andere Arzneimittel einnehmen, die die Funktion der Schilddrüse beeinflussen können (z.B. Amiodaron, Tyrosinkinase- Inhibitoren, Salicylate und hohe Dosen Furosemid)
    • Überwachung der Schilddrüsenfunktion erforderlich
  • gleichzeitige Einnahme von Orlistat
    • bei gleichzeitiger Einnahme von Orlistat und Levothyroxin kann eine Schilddrüsenunterfunktion und/oder eine verminderte Kontrolle der Unterfunktion auftreten
    • Patienten, die Levothyroxin einnehmen, sollten vor Therapiebeginn, bei Therapieabbruch oder Änderung der Therapie mit Orlistat angehalten werden, einen Arzt aufsuchen, da Orlistat und Levothyroxin möglicherweise zeitversetzt eingenommen werden müssen und die Levothyroxin- Dosierung eventuell angepasst werden muss
    • darüber hinaus empfohlen, die Serumhormonspiegel des Patienten zu überwachen
  • gleichzeitige Einnahme von Sevelamer
    • seltene Fälle von Hypothyreose
    • engmaschigere Überwachung der TSH-Spiegel empfehlenswert
  • Patienten mit bekannter Epilepsie in der Vorgeschichte
    • Vorsicht bei der Anwendung
    • Krampfanfälle in Verbindung mit der Einleitung einer Levothyroxin-Therapie selten berichtet und können auf die Wirkung des Schilddrüsenhormons auf die Krampfschwelle zurückzuführen sein
  • Eltern von Kindern, die ein Schilddrüsenmittel erhalten
    • sollten darauf hingewiesen werden, dass es in den ersten Behandlungsmonaten zu einem teilweisen Haarverlust kommen kann
    • dieser Effekt ist jedoch in der Regel nur vorübergehend, so dass die Haare normalerweise wieder nachwachsen
  • Gewichtsreduktion
    • Schilddrüsenhormone dürfen nicht zur Gewichtsreduktion gegeben werden
    • in euthyreoten Patienten bewirken normale Dosen keine Gewichtsreduktion
    • höhere Dosen können schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen, insbesondere in Kombination mit bestimmten Mitteln zur Gewichtsreduktion, z.B. amphetaminartigen Substanzen oder Orlistat (Orlistat: könnte auf eine verringerte Resorption von Iodsalzen und/oder Levothyroxin zurückzuführen sein)
  • Patienten mit Malabsorptionssyndromen weisen eine verminderte Thyroxinresorption auf
    • empfohlen, die Malabsorption zu behandeln, um eine wirksame Thyroxinbehandlung mit der regulären Levothyroxindosis zu gewährleisten
  • Nebenwirkungen, Überdosierung
    • wird eine zu starke Beschleunigung des Stoffwechsels ausgelöst (mit den Folgeerscheinungen Durchfall, Nervosität, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Tremor sowie in manchen Fällen beim Vorliegen einer latenten Myokardischämie auch pektanginöse Beschwerden), ist die Dosis zu reduzieren oder das Arzneimittel für 1 - 2 Tage abzusetzen und anschließend in einer geringeren Dosis wieder anzusetzen
  • Umstellung auf ein anderes schilddrüsenhormonhaltiges Arzneimittel
    • ist ein Levothyroxin-Behandlungsschema einmal festgelegt, sollte die Umstellung auf ein anderes schilddrüsenhormonhaltiges Arzneimittel nur unter Überwachung der labordiagnostischen und klinischen Parameter erfolgen
  • Schwangerschaft
    • in der Schwangerschaft können ein Serumspiegelabfall des Thyroxins bei einem gleichzeitigen Anstieg des TSH-Serumspiegels auf Werte außerhalb des Normalbereichs auftreten
    • bei Patienten, die Levothyroxin einnehmen, sollten quartalsweise TSH-Messungen durchgeführt werden
    • erhöhter TSH-Serumspiegel sollte durch eine Erhöhung der Levothyroxindosis korrigiert werden
    • da postpartale TSH-Serumspiegel mit den Werten vor der Zeugung vergleichbar sind, kann die Levothyroxindosis wieder auf die Dosis vor der Schwangerschaft verringert werden
  • Frühgeborene mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht
    • äußerste Vorsicht zu Beginn der Levothyroxin-Therapie aufgrund der nicht ausgereiften Nebennierenfunktion

Kontraindikation (relativ), Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levothyroxin-Natrium - peroral

siehe Therapiehinweise

Schwangerschaftshinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levothyroxin-Natrium - peroral

  • Behandlung mit Schilddrüsenhormonen ist insbesondere während der Schwangerschaft konsequent durchzuführen
    • Schilddrüsenhormonspiegel im Normbereich sind wichtig, um eine optimale Gesundheit für Mutter und Fetus sicherzustellen
  • Frauen, bei denen unter der Behandlung der Hypothyreose mit einer Erhaltungsdosis eine Schwangerschaft eintritt, müssen engmaschig überwacht werden
  • Plazentagängigkeit
    • Levothyroxin im 2. und 3. Trimenon eher schlecht plazentagängig
    • im 1. Trimenon kann Plazentagängigkeit aber eventuell besser sein
  • bisher trotz umfangreicher Anwendung während der Schwangerschaft keine unerwünschten Wirkungen von Levothyroxin auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen bekannt geworden
    • für Levothyroxin weder kanzerogene noch teratogene Wirkungen bekannt
    • übermäßig hohe Levothyroxin- Dosierungen während der Schwangerschaft können sich auf die fetale und postnatale Entwicklung eventuell negativ auswirken
  • Levothyroxin-Bedarf
    • während der Schwangerschaft kann der Levothyroxin-Bedarf östrogenbedingt steigen
    • Schilddrüsenfunktion sollte daher sowohl während als auch nach einer Schwangerschaft kontrolliert und die Schilddrüsenhormondosis ggf. angepasst werden
  • Anwendung von Levothyroxin als Begleittherapie bei Behandlung einer Hyperthyreose mit Thyreostatika kontraindiziert
    • Zusatzmedikation mit Levothyroxin kann eine höhere Dosierung der Thyreostatika erforderlich machen
      • im Gegensatz zu Levothyroxin können Thyreostatika die Plazentaschranke in wirksamen Dosen passieren
      • kann eine Hypothyreose beim Fetus hervorrufen
    • in der Gravidität sollte aus diesem Grund bei Vorliegen einer Hyperthyreose stets eine niedrig dosierte Monotherapie mit thyreostatisch wirksamen Substanzen erfolgen
  • diagnostische Schilddrüsensuppressionstests dürfen während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden, da die Applikation radioaktiver Substanzen bei Schwangeren kontraindiziert ist
  • Fertilität
    • Erkenntnismaterial über Schädigungen der männlichen oder weiblichen Fruchtbarkeit nicht vorliegend
    • es existieren keinerlei Verdachtsmomente oder Anhaltspunkte

Stillzeithinweise, Wirkstoffprofil
(kumulative Wirkstoffangaben ohne Berücksichtigung des individuellen Zulassungsstatus)

Levothyroxin-Natrium - peroral

  • Behandlung mit Schilddrüsenhormonen ist insbesondere während der Stillzeit konsequent durchzuführen
  • Levothyroxin geht während der Stillzeit in die Muttermilch über
  • die während der Laktation selbst bei hoch dosierter Therapie mit Levothyroxin in die Muttermilch sezernierte Schilddrüsenhormonmenge reicht zur Entwicklung einer Hyperthyreose oder Suppression der TSH-Sekretion beim Säugling nicht aus
  • während einer Schwangerschaft und der Stillzeit auf die Durchführung eines Suppressionstests verzichten

Einnahme in aufrechter Körperhaltung.

Ausreichende Untersuchungen liegen nicht vor.

Die Anwendung in der Schwangerschaft kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung im 3. Trimester der Schwangerschaft ist nicht empfohlen.

Die Anwendung in der Stillzeit kann unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht gezogen werden.

Die Anwendung in der Stillzeit ist nicht empfohlen.

Beim selektierten Präparat handelt es sich um ein von der Ersetzung durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel ausgeschlossenes Arzneimittel gemäß § 129 Absatz 1a Satz 2 SGB V. Arzneimittel, die einen in der Arzneimittelrichtlinie Anlage VII, Teil B gelisteten Wirkstoff in einer der aufgeführten Darreichungsformen enthalten, dürfen nicht gemäß § 129 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1b SGB V in Verbindung mit dem Rahmenvertrag nach § 129 Absatz 2 SGB V durch ein wirkstoffgleiches Arzneimittel ersetzt werden. Weitere, in der Anlage nicht aufgeführte Bezeichnungen von Darreichungsformen sind von dieser Regelung erfasst, soweit sie den definitorischen Voraussetzungen der in der Anlage aufgeführten Standard Terms entsprechen.

 

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Rechtliche Hinweise

Warnung

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